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Potsdam Protest am Pfingstberg: "Der Zaun muss weg"
Lokales Potsdam Protest am Pfingstberg: "Der Zaun muss weg"
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16:32 11.10.2014
Gegen die Absperrung protestierende Demonstranten mit einem Plakat von Agnieszka Korejba-Guntermann. Sie zeichnete König Friedrich II. mit einem Windspiel vor dem Bauzaun mit der Bildzeile: „Wir müssen draußen bleiben...“. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die von der Schlösserstiftung am Donnerstag bekannt gegebenen Öffnungszeiten für den seit Wochen mit Bauzäunen abgesperrten Park zwischen der Villa Schlieffen und der Villa Henckel auf dem Pfingstberg haben die Empörung vor Ort weiter angeheizt. 80 Potsdamer, darunter zahlreiche Kinder, forderten Freitagnachmittag mit einer Kundgebung an der Großen Weinmeisterstraße lautstark, der Zaun müsse weg. Auch in der Stadtpolitik und in der Rathausspitze wächst die Kritik.

Wie berichtet, hat die Schlösserstiftung mit dem Vorstandsvorsitzenden des Springer-Konzerns, Mathias Döpfner, einen Vertrag geschlossen, der ihm das 60.000 Quadratmeter große, verwilderte Parkareal am Pfingstberg und die beiden Villen zur Nutzung überlässt. Döpfner will die Villa Schlieffen und den Park dafür auf eigene Kosten rekonstruieren. Für die Öffentlichkeit soll der Park nach abgeschlossener Sanierung werktags von neun Uhr bis zum Anbruch der Dunkelheit geöffnet sein. Am Wochenende wäre die Parkanlage demnach abgesperrt.

Die nach Bekanntwerden der Pläne gegründete Bürgerinitiative Offener Pfingstberg sieht darin einen Verstoß gegen den Bebauungsplan, nach dem das Gelände ebenso wie nach der Satzung der Schlösserstiftung „eindeutig öffentlich“ sei.

Gegen Stiftungsgeneraldirektor Hartmut Dorgerloh hat die Bürgerinitiative nach eigenen Angaben eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Stiftungsrat eingereicht. Doch auch Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) sei „in der Pflicht, dem Bebauungsplan Geltung zu verschaffen“. Jakobs’ Sprecher Stefan Schulz wies die Kritik am Freitag als „an den Haaren herbeigezogen“ zurück: „Der Bebauungsplan gilt und wird auch umgesetzt.“ Er räumte mit Blick auf die Wochenenden allerdings ein: „Da sehen wir auch Verbesserungsbedarf.“

SPD-Fraktionschef Mike Schubert forderte die Stiftung auf, umgehend zu erklären, „ob sie die geltende Parkordnung für den Neuen Garten und den Pfingstberg auch auf den Garten der Villa Henckel anwenden will“. Demnach müsste der Park auch am Wochenende offen sein. Linke-Kreis chef Sascha Krämer nannte es „ein Unding, dass ein öffentliches Grundstück, das einer steuerfinanzierten Stiftung gehört, an den Tagen, an denen die Menschen Zeit haben, geschlossen ist“. Christoph Hörstel forderte im Namen der Bürgerinitiative eine Offenlegung der Verträge. Döpfner lud er zum Gespräch ein: „Du bist willkommen als Mäzen und Nachbar. Aber als Investor, der das Gelände absperrt – nein danke.“

Dominika Hörstel warb dafür, den Park in seinem jetzigen Zustand zu erhalten. Weltkulturerbe sei wichtig, „aber wilder Lebensraum ist auch wichtig“. Mit Beifall bedachten die Protestierer die von einem Redner kolportierte Meldung, dass Döpfner sich im Falle einer Ausweitung der Öffnungszeiten aus dem Projekt zurückziehen werde.

Von Volker Oelschläger

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