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Potsdam Potsdams Tierheimfreunde rüsten zur Demo
Lokales Potsdam Potsdams Tierheimfreunde rüsten zur Demo
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09:24 09.02.2015
Quelle: Christel Köster
Templiner Vorstadt

Am Mittwoch wollen sie ihrem Anliegen Nachdruck verleihen, wenn sich ab 17 Uhr der Hauptausschuss des Stadtparlaments mit dem Thema Tierheim beschäftigt. Ihnen ist Bange, weil die Kommunalaufsicht des Landes dem Vertrag noch nicht zustimmen will, den die Stadt mit dem Tierschutzverein Potsdam und Umgebung über den Kauf einer Immobilie an der Michendorfer Chaussee zur Errichtung eines Tierheimesabgeschlossen hat. "Jetzt erst recht!", sagen die Tierschützer.

Sie rückten auch Samstag und Sonntag wieder auf dem geplanten Gelände an. 50 Helfer griffen zu Schaufeln, Besen und Spachteln. Seit dem Jahreswechsel kommen sie jedes Wochenende bei Wind und Wetter und packen ehrenamtlich zu. Sie kämpfen für das Tierheim und zeigen das vor allem bei den Arbeitseinsätzen, auch wenn der Mut sie eigentlich verlassen müsste angesichts des jämmerlichen Zustands der Gebäude. Das Anwesen lag viele Jahre im Dornröschenschlaf. Wetter, Diebstahl und Vandalismus sorgten für marode Dächer, zerstörte Türen und Fenster, gekappte Wasser- und Stromleitungen.

Die Helfer haben schon viel geschafft. Es wurden Fahr- und Gehwege freigelegt, Schächte abgedeckt, eine Grobreinigung in den Häusern begonnen. Schubkarrenweise wird nun Unrat in Schuttcontainer transportiert. „Wenn wir nicht selbst anpacken, wird es nichts“, sagt Rolf Nagler. Der gelernte Tischler dichtet kaputte Fenster provisorisch mit Folie ab. Derweil toben sich auf einem eingezäunten Teil des Freigeländes Hunde der Helfer aus. Hier graben, sägen und hämmern Simone Janich, Garten- und Landschaftsbauerin,  und Antje Schwarze. Sie gestalten einen Hundespielplatz. „Manche Helfer bringen ihre Vierbeiner mit, und man sieht, wie wohl die Tiere sich hier draußen fühlen. Das spornt an“, sagt Janich, Landschaftsbauerin.

Die Tierheimhelfer sind zuversichtlich, dass das Vorhaben nicht zwischen den Mühlsteinen der Bürokratie zermahlen wird. Die vierseitige Begründung des einstweiligen Einspruchs gegen den Kaufvertrag ist zwar nachvollziehbar, lässt aber auch den Schluss zu, dass es Informationsdefizite bei Stadt und Land gibt. Niklas Wanke, Chef des Tierschutzvereins, kann sich das nicht erklären: „Wir haben den Zuschlag bekommen, vermutlich, weil wir von hier sind und ein überzeugendes Konzept haben. Wir wollen ausschließlich gemeinnützig wirken, es ist keine gewerbliche Betreibung vorgesehen.“ Aber einmal abgesehen von den Formalitäten, Er sei stolz darauf und dankbar, was sich seit Jahresbeginn auf dem Areal getan habe.

Dass die Tierschützer das Projekt nicht allein stemmen können, ist offensichtlich. Zwar haben bereits mehr als 60 Handwerksfirmen, Baumärkte und Tierfreunde ihre Unterstützung zugesagt, das allein reicht aber noch lange nicht.

Von Günter Hein

Hinweis: www.tierschutzverein-potsdam.de informiert über Helfer, Sponsoren und welche Gewerke, Werkzeuge und Materialien dringend gebraucht werden.

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