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Potsdam Demoaufruf zu Wohnungs- und Investorenpolitik in Potsdam
Lokales Potsdam

Potsdam: Demoaufruf zu Wohnungs- und Investorenpolitik am 27. März 2021

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09:44 15.03.2021
An der RAW-Mauer wird der Kritik am „Creative Village“ Ausdruck verliehen.
An der RAW-Mauer wird der Kritik am „Creative Village“ Ausdruck verliehen. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Das Potsdamer Netzwerk „Stadt für alle“ plant am Soamstag, 27. März eine Demonstration anlässlich des internationalen „Housing Action Day“. In einer Mitteilung schreibt das Netzwerk: „Wir rufen dazu auf, die Wut über Mietenwahnsinn, Verdrängung und Investorenpolitik auf die Straße zu tragen.“

Am 27. März werde es „viele Kleingruppenaktionen an wichtigen Orten dieser Stadtpolitik“ geben und am Nachmittag „eine kämpferische Demonstration vom RAW-Gelände zum Staudenhof“

Symbole für Gentrifizierung und Wohnungsnot

Die genannten Orte sind in den vergangenen Jahren zu Symbolen um die Auseinandersetzung der Stadtgesellschaft zu Fragen der Wohnungsnot und Gentrifizierung geworden. Der Staudenhof-Wohnblock im Stadtzentrum steht kurz vor dem Abriss. Bis zum Sommer sollen die Stadtverordneten über Sanierung oder Neubebauung des Areals mit Wohnungen entscheiden.

Das Reichsbahnausbesserungswerk RAW an der Friedrich-Engels-Straße soll als „Creative Village“ zu einem IT-Standort umgebaut werden. Das Projekt hat dazu geführt, dass die Stadt eine soziale Erhaltungssatzung für die umliegenden Stadtteile erstellt, um dort wohnende Milieus vor steigenden Mieten besser schützen zu können.

Das Netzwerk fordert im Zusammenhang mit der Demo unter anderem, dass der Staudenhof saniert wird und dass Umwandlungen in Möblierte Wohnungen verboten werden und Milieuschutz umgesetzt wird. Immobilienkonzerne sollen zudem enteignet und „Immobilienspekulanten aus Potsdam verjagt werden“.

Von MAZonline/pede