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Potsdam Den dichten ÖPNV-Takt gibt's nicht umsonst
Lokales Potsdam Den dichten ÖPNV-Takt gibt's nicht umsonst
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01:00 11.12.2014
Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Den Verkehrsbetrieb ViP kostet der neue Winterfahrplan zusätzliche 280.000 Euro. Das sagte Geschäftsführer Oliver Glaser am Montag anlässlich der Vorstellung des neuen Verkehrskonzepts. Die städtischen Busse müssen im Jahr 77.000 Kilometer mehr zurücklegen, die Bahnen 31.000 Kilometer. Auch einen neuen Bus muss das kommunale Unternehmen anschaffen.

Dies alles sei aber absolut notwendig, sagte Glaser, denn eine wachsende Stadt, deren Bevölkerung altere, müsse in den öffentlichen Nahverkehr investieren. Potsdam werde nach offizieller Prognose von 160.000 Einwohnern (2013) auf 170.500 im Jahr 2020 anwachsen. Das Durchschnittsalter werde ansteigen um fast ein Jahr auf 43 Jahre. Vermehrt nutzten Grundschulkinder Busse und Bahnen, außerdem nehme der Freizeitverkehr zu. Eine Verschiebung der Verkehrsintensität von Süden nach Norden ist im Stadtgebiet außerdem zu beobachten.

Fahrplan neu

Überblick über alle Änderungen bei Bus und Bahn in Potsdam

Nicht alle Verbindungen haben sich verbessert. „Wir müssen wirtschaftlich handeln“, sagt der ViP-Chef. Auf Strecken, wo die Nachfrage gering ist, müssen einige Fahrgäste umsteigen.“ Betroffen sind zum Beispiel Studenten, die im Wohnheim im Schloss Babelsberg leben. Dort wird der Bus 694 durch den Bus 616 ersetzt, der seltener kommt und eine andere Route fährt. Wer etwa zu einer Vorlesung am Neuen Palais will, muss so ein Mal mehr umsteigen. „Wir fühlen uns, als ob wir bei der Planung vergessen wurden“, sagt Lukas Brockmann. Rund 150 Studenten wohnen in dem Wohnheim, fast keiner hat ein eigenes Auto. An Wochenenden holt die jungen Leute nur noch ein Mal pro Stunde ein Bus ab, und der so genannte Rufbus, der abends die Studenten nach Hause brachte, fällt nun ganz weg. „Jetzt müssen sich einige wohl auf einen langen Spaziergang einstellen, wenn sie nach Hause wollen“, sagt Lukas Brockmann der MAZ. Die Studenten wollen Unterschriften sammeln, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Von einer Abwägung der Vor- und Nachteile sprach das Unternehmen gestern. Es gebe für jeden Stadtteil Veränderungen.

In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Ingenieurbüro Spreeplan hat die ViP die Bevölkerungs- und Fahrgastentwicklung Potsdams untersucht und geprüft, wie bei gleichbleibendem finanziellen Aufwand Verbesserungen im Fahrplanangebot erreicht werden können. Bei der Belastungsanalyse wurden automatische Zähleinrichtungen in Bussen und Bahnen eingesetzt und Fahrermeldungen über Komplettauslastungen ausgewertet.

uw/rai/lir

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