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Potsdam Geisterrad für tödlich verunglückte Radlerin
Lokales Potsdam Geisterrad für tödlich verunglückte Radlerin
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19:39 23.04.2014
"Geisterrad" an der Pappelallee. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Bornstedt

Erst Ende März wurden in Berlin neun neue Mahn-Räder aufgestellt. Das Potsdamer Rad indes stammt weder vom Berliner ADFC (Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club) noch von der Brandenburger Abteilung.

Der Unfall in Bornstedt am 15.April 2013 löste bei den Potsdamern tiefe Betroffenheit aus und hatte eine Debatte über die Sicherheit von Radfahrern auf den Straßen der Landeshauptstadt zur Folge. ADFC und Politiker quer durch die Fraktionsbank stellten gar die Verkehrspolitik der Stadtverwaltung in Frage - zumal es schon Monate vor dem Unglück eine eindringliche Warnung gegeben hatte: Die Elternvertretung der neuen Grundschule im Bornstedter Feld hatte die Verwaltung der Landeshauptstadt auf zahlreiche Gefahrenstellen in dem Neubaugebiet hingewiesen. So beklagte man den massiven Baulastverkehr auf der Pappelallee - genau dieser wurde der 23-Jährigen ein halbes Jahr nach dem Brandbrief zum tödlichen Verhängnis.

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Es war einer der ersten schönen Frühlingstage nach einem langen Winter, als sich die junge Frau, die im Bürgerservice des Rathauses angestellt war, um 9 Uhr mit dem Rad der Kreuzung von Pappelallee und August-Bonnes-Straße näherte. Offenbar geriet sie dabei in den toten Winkel eines in die gleiche Richtung fahrenden Lastwagens. Beim Linksabbiegen in die August-Bonnes-Straße erfasste der Sattelschlepper die Radlerin. Sie starb noch am Unfallort.

Seither erinnern Blumen, Kerzen und ein weißes Holzkreuz an die junge Frau. Nun ist das Geisterrad hinzugekommen. Es ist an einen Baum angeschlossen und mit zwei Rosen geschmückt. "Vermutlich ging die Initiative vom Familien- und Freundeskreis aus", sagt Stadtsprecher Jan Brunzlow. "Die Stadt hatte keinerlei Kenntnis davon, dass das Rad aufgestellt wird - aber es darf auf jeden Fall stehen bleiben."

Von Nadine Fabian

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