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Potsdam Hamlet im HOT in Potsdam mal ganz anders
Lokales Potsdam Hamlet im HOT in Potsdam mal ganz anders
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11:17 31.01.2015
Alexander Finkenwirth (vorn) spielt einen Hamlet, als spiele er um sein Leben... Quelle: HL Böhme
Potsdam

Ratio oder Empathie, Wissen oder Hoffnung – oder einfach nur Macht? Auf alle Fälle großes Theater am Freitagabend im Potsdamer Hans-Otto-Theater. Unter der Regie von Alexander Nerlich spielte das zehnköpfige Ensemble Shakespeares „Hamlet“, einen Klassiker also. Hunderte Male gesehen, in immer wieder neuen Varianten und trotzdem in Potsdam wieder mal ganz anders.

Mit Kraft, Hintersinn und trotz wiederkehrendem Hang zum Slapstick, mit angemessener Emphase wurde die Geschichte von Mord, Intrige und Verrat aufgeführt und das dadurch erzwungene Dilemma Hamlets, dessen Mutter mit dem Mörder seines Vaters verheiratet zu sein scheint, in  all seinen Facetten durchgespielt: Hamlets Dilemma zwischen Rache und Moral, Recht und Gerechtigkeit.

Vor einem grandiosen Bühnenbild aus Stahlwänden und Spiegeln (Wolfgang Menardi) spielte Alexander Finkenwirth einen Hamlet, als spiele er um sein Leben – oder wenigstens um seine Karriere. Denn wie ist in einer Welt der schonungslosen Konkurrenz, der unterwürfigen Stiefellecker und  hinterhältigen Drahtzieher und Totalüberwacher ein aufrichtiges Leben möglich, wenn jeder, der an der bestehenden Ordnung zweifelt oder nur wenige Grad von der Norm abweicht, sogleich für verrückt erklärt wird? Dann ist etwas faul im Staate Dänemark.

Es geht um Sein oder Nichtsein, nicht nur im  Kampf aller gegen aller, in dem am Ende alle Beteiligten in den Abgrund gerissen werden. Es geht um mehr als die bloße Existenz, es geht um eine neue moralische Ordnung, jenseits der bestehenden. Doch der Weg dahin, wird noch gesucht. Denn unter den vielen grünen Notausgang-Schilder, die auf der Bühne verteilt sind, sind keine Türen zu sehen.       

Von Mathias Richter

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