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Potsdam Kommentar: Beteiligt Investoren an Sozialwohnungen
Lokales Potsdam Kommentar: Beteiligt Investoren an Sozialwohnungen
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19:22 08.01.2020
In der Berliner Vorstadt gibt es nicht eine einzige Sozialwohnung. Quelle: Lutz Hannemann
Potsdam

Bislang befinden sich Potsdams Sozialwohnungen vor allem im Süden und Zentrum – doch die Stadt will günstige Mieten auch im wachsenden Norden ermöglichen. Sie führt dazu Verhandlungen mit dem Land. Zugleich bangt man in der Verwaltung um ausreichende Fördermittel, um die günstigen Mieten überhaupt finanzieren zu können.

>>>Mehr Sozialwohnungen im Potsdamer Norden

In den nächsten Jahren schwindet die Zahl der Sozialwohnungen allerdings deutlich, weil die Fristen für die Mietpreisbindungen auslaufen. Zugleich gibt es weniger Fördermittel für neue Sozialwohnungen. An einer Stelle verschläft die Stadt allerdings die eigenen Handlungsmöglichkeiten. Ein Kommentar von MAZ-Redakteur Peter Degener:

Investoren mit dem Baulandmodell stärker beteiligen

Die Bereitstellung von sozialem Wohnraum kostet den Staat viel Geld. Der Bund hat den Länder zuletzt hohe Summen dafür zur Verfügung gestellt. Dass diese Unterstützung ab 2020 geringer ausfällt, ist angesichts der Wohnungsnot in zahlreichen Städten in ganz Deutschland kein Ruhmesblatt der Großen Koalition.

Es ist auch klar, dass die Stadt Potsdam die nötigen Summen nicht selbst aufwenden kann. Umso wichtiger müsste es der Verwaltung aber sein, eine andere Quelle für den Sozialwohnungsbau effizient zu nutzen: das Potsdamer Baulandmodell. Dabei wird von Investoren ein Teil der Gewinne abgeschöpft, die durch die Umwandlung von Flächen in Bauland entstehen.

Ein Jahr alt ist der Bericht über die Erfahrungen mit dem Baulandmodell. Mehrere Verschärfungen wurden von der Bauverwaltung angeregt. Sie sollen einerseits Spekulation unterbinden, andererseits zu mehr Sozialwohnungen auf Kosten von Investoren führen.

Bis zum Herbst sollte darüber eine Debatte geführt werden. Das ist nicht passiert. Hier schläft die Stadt und lässt sich Millionen entgehen, die nicht von Land oder Bund abhängig sind.

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Von Peter Degener

Bislang befinden sich Potsdams Sozialwohnungen vor allem im Süden und im Zentrum – doch die Stadt will günstige Mieten auch im wachsenden Norden ermöglichen. Sie führt dazu Verhandlungen mit dem Land. Zugleich bangt man in der Verwaltung um ausreichende Fördermittel, um die günstigen Mieten überhaupt finanzieren zu können.

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