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Potsdam Antidiskriminierungsverein gegen "Mohrenrondell"
Lokales Potsdam Antidiskriminierungsverein gegen "Mohrenrondell"
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15:57 28.03.2014
Skulputren des "Mohrenrondells" in Potsdam. Quelle: MAZonline
Potsdam

Im Disput um das „Mohrenrondell“ – Skulpturen aus der Zeit Friedrichs II. im Park Sanssouci – hat sich die Antidiskriminierungsberatung Brandenburg zu Wort gemeldet. Der Verein bearbeitet Fälle von rassistischer Diskriminierung und begrüßt laut Katja Schlegel den Vorstoß des Stadtverordneten Andreas Menzel, den Namen des Kunstwerkes zu ändern.

Man müsse sich bewusst mit der Ausbeutungsgeschichte Brandenburg-Preußens auseinandersetzen. Dazu gehöre auch eine Debatte um den Umgang mit Namen und Bezeichnungen, die geeignet sind „Menschen zu verletzten, Geschichte zu banalisieren und Ausgrenzungen neu zu konstruieren“. Laut Susan Arndt, Editorin des Nachschlagewerks „Afrika und die deutsche Sprache“, sei Mohr das älteste deutsche Wort für schwarze Menschen, das auf das griechische „moros“ für töricht, einfältig, dumm oder gottlos zurückgeht.

Eine „ernsthaft und fundiert“ geführte Debatte sei nötig, so Schlegel: „Die vermissen wir und fordern die Beteiligten dazu auf!“

MAZ-UMFRAGE

Rund 90 Prozent der Teilnehmer der seit Dienstag geschalteten Online-Umfrage haben sich gegen eine Umbenennung des Mohrenrondells im Park Sanssouci ausgesprochen. Die Facebook-Kommentare lauten von „So ein Schwachsinn!“ über „Gut, dass wir in Potsdam keine anderen Probleme haben“ bis zu „Kann mal bitte jemand versuchen, die Grünen zu verbieten“.

»Stimmen Sie ab: Sollte das "Mohrenrondell" umbenannt werden?

MAZ

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