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Potsdam Krongut Bornstedt soll verkauft werden
Lokales Potsdam Krongut Bornstedt soll verkauft werden
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00:23 01.04.2015
Anzeige in der FAZ am Freitag.  Quelle: MAZonline
Sanssouci

 Das Krongut Bornstedt steht zum Verkauf. Das Denkmal ist vergangenen Freitag im Immobilienteil einer großen nationalen Tageszeitung als „historisches Gebäudeensemble am Schlosspark Sanssouci“ und Teil des Unesco-Weltkulturerbes inseriert worden. Für „Interessenbekundungen“ ist die Mailadresse „verkauf@krongut.com“ angegeben. Eigentümer ist der Berliner Großgastronom Josef Laggner. 2008 hatte der Chef von „Lutter & Wegner“ trotz Wirtschaftskrise zwei neue Restaurants eröffnet und das schon damals defizitäre Krongut übernommen.

Die schwarze Null

Der 99-Tage-Kaiser Friedrich III. und seine britische Gemahlin Victoria entwickelten 1848 ein Mustergut.

Das bis 2002 sanierte Krongut hatte sich fünf Jahre später als neue Touristenattraktion etabliert und erreichte 2007 die Gewinnschwelle.

Einen nachhaltigen Effekt hatte der Besuch der englischen Queen Elizabeth II. im Jahre 2004.

Parkplätze für neun Busse und 220 Autos schuf die Wohnbaufirma Semmelhaack an der Ribbeckstraße.

Zuletzt war kaum Positives aus dem Krongut zu hören, sondern von Abwanderung, Mobbing und der Pleite der Hofbäckerei, die Laggner dann selbst übernahm.

Das nach Abschluss der mehr als zwölf Millionen Euro teuren Generalsanierung 2002 als Heirats- und Veranstaltungsort mit Schauhandwerk und Marktreiben eröffnete Areal hat seine Hochzeiten hinter sich. Die sind mit dem Namen des ersten Managers Friedhelm Schatz verbunden. Unter dessen Regie kamen in den ersten Jahren rund eine halbe Million Besucher in das mitunter despektierlich als „Preußen-Disneyland“ betitelte Dörfchen im italienischen Stil, um zwischen Antiquariat, Brauerei, Hofbäckerei und Glasbläser zu entspannen. Doch schon unter seinem Nachfolger – ab 2004 führte der Holländer Cees Zonneveld die Geschäfte – gingen die Besucherzahlen zurück. Das mag auch an dem Dauerstreit um Ausflugsbusse, die Tag für Tag durch die Ribbeckstraße brummten, und das Parkchaos gelegen haben. Gegen diesen Massentourismus machten Anwohner mobil. Die Stadt erließ Verkehrsbeschränkungen. Busse dürfen nicht mehr vorfahren, Besucher müssen vom Parkplatz einen Fußweg durchs Dorf in Kauf nehmen.

Probleme, die offenbar auch Laggner zu schaffen machen. Obwohl er weiter investierte – er ließ das Hühnerhaus im Hof als Imbiss rekonstruieren – konnte der umtriebige Unternehmer den schleichenden Niedergang nicht aufhalten. Auch der Bürgerbahnhof, den er seit Jahren zum Ausflugslokal am Neuen Palais umbaut, wird nicht fertig. Laggner, der im Holländischen Viertel das „Augustiner“ betreibt, war am Sonntag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die verbliebenen Krongut-Händler scheinen nicht besorgt zu sein. Es seien bereits viele Hochzeiten gebucht und Laggner annonciere schon länger, hieß es am Wochenende. „Wenn jemand den gewünschten Preis zahlt, würde ich auch verkaufen“, sagte eine Marktfrau. Für 2015 sind beginnend mit dem Ostermarkt diverse Veranstaltungen angekündigt.

Von Carola Hein

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