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Potsdam Acht Planeten stehen vorm Treffpunkt Freizeit
Lokales Potsdam Acht Planeten stehen vorm Treffpunkt Freizeit
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07:57 14.01.2014
Auf der Treffpunkt-Freizeit-Wiese nimmt der Planetengarten der Künstlerin Annette Messig Gestalt an. Jetzt fehlt nur noch die Sonne. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Montiert auf Stahlfüßen sehen die schwebenden Himmelskörper aus "wie Lollis, die jemand in den Boden gesteckt hat", assoziiert die Potsdamerin lächelnd. Annette Messig ist selig, dass ihr vor über einem Jahr gestartetes Projekt auf die Zielgerade geht. Was dem Sonnensystem noch fehlt, ist seine Namensgeberin: die Sonne.

Am liebsten hätte Annette Messig gleich das komplette Universum auf der Wiese verankert. "Indem wir erst die Planeten aufstellen und bald hoffentlich die Sonne ergänzen, ist der Überraschungseffekt weg", weiß sie, "aber die jetzige Reihenfolge war die praktikabelste Lösung. Ich bin froh darüber."

Auf der Wiese vorm Treffpunkt Freizeit farbige Akzente zu setzen, ist dem Trägerverein Kubus seit Jahren ein Anliegen. Die Adresse Am Neuen Garten 64 habe sich "zu einem bunten, lebendigen Ort für Kinder, Familien und Senioren entwickelt. Nur die Wiese vor dem Haupthaus war kahl und unattraktiv", beschreibt Geschäftsführerin Barbara Rehbehn.

Die Potsdamer Kunstgenossen wurden ins Boot geholt, deren Mitglied Annette Messig schlug den Planetengarten vor. "Das war eine Eingebung", gesteht sie. Vielleicht, weil sie aus ihrer Mansardenwohnung ins Universum blicken könne. Dass sich die Idee mit dem Wissenschaftsstandort Potsdam und der Astrophysik als einer seiner Hauptdisziplinen spitze verband, ging ihr erst später auf. In Messigs Entwurf stehen die Himmelskörper nicht isoliert auf der Wiese sondern sind von gepflasterten Wegen eingefasst. Sie haben die Form der Umlaufbahnen. Jeder Besucher lernt auf seinem Weg durchs Universum, welcher Planet dort Kreise zieht, die Pfade sind beschriftet. Am Stahlfuß jedes Planeten will Annette Messig außerdem einen Strahler anbringen. "Wo Licht ist, gibt es weniger Vandalismus", hofft sie. Gegen Verwitterung ist die Galaxie infolge der sorgfältigen Materialauswahl geschützt: Messig hat jeden Planeten mit einer Schicht Kunstharz versiegelt, die ihn buchstäblich abhärtet. Zusätzlich ließ die Künstlerin die Betonkugeln behutsam anbohren, "damit Kondenswasser, das sich in den Hohlkörpern sammelt, abfließen kann".

Bis zur Aufstellung wurden Erde und Co. in der Keramikwerkstatt des Treffpunkts Freizeit zwischengelagert. Ein Planet liegt immer noch dort, Pluto.

Finanzierung im Internet

  • Der Planetengarten ist auf dem Spendenportal Betterplace.org verlinkt. Die Seite unterstützt das Projekt, es kann durch kleine und kleinste Beträge per Schwarmfinanzierung umgesetzt werden: www.betterplace.org/de/projects/12573-planetengarten.
  • Ein Video des Planetengartens zeigt dessen Entstehung. Auch die am Projekt beteiligten Kinder kommen darin zu Wort. Das Video ist über die Homepage der Künstlerin abrufbar www.messig.de sowie über das Videoportal Youtube.

Weil die Planeten im räumlichen Verhältnis zueinander installiert sind und Plutos Umlaufbahn so weit von den anderen entfernt verläuft, reicht für ihn der Platz vorm Treffpunkt Freizeit nicht aus. Wo und ob er seinen Platz einnimmt, steht noch aus. Da die Wissenschaft vor einigen Jahren Plutos Planetenstatus infrage stellte, könne sie es vertreten, ihn wegzulassen, sagt Annette Messig.

Bei der Sonne stellt sich die Frage nicht: Sie muss kommen. Die bisherigen Planetenkosten von rund 5000 Euro schulterten die Potsdamer Kunstgenossen. Auch die Einnahmen aus den Ferienkursen sowie Spenden finanzierten die Galaxie anteilig mit. Die Sonne und das noch ausstehende Wegesystem mit Beleuchtung benötigen eine andere Geldquelle.

22.000 Euro werden insgesamt gebraucht, davon entfallen 10.000 Euro auf die Sonne. Die Deutsche Organisation für Mosaikkunst schießt 2000 Euro zu. Mit einer reich bebilderten Mappe, einem Videoclip und dem Verweis auf die bestehende Teil-Installation will sich Annette Messig 2014 um Förderer bemühen.

"Oberbürgermeister Jann Jakobs ist Schirmherr des Planetengartens", äußert sie einen hoffnungsvollen Satz an die Adresse der Stadt.

Von Tanja Kasischke

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