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Potsdam Streit um das Potsdamer Mercure geht weiter
Lokales Potsdam Streit um das Potsdamer Mercure geht weiter
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07:31 03.02.2014
Potsdam

"Wir wollen uns aktiv in ein solches Verfahren einbringen", sagte Wesolowski am Sonntag zur MAZ. Jetzt gehe es nur noch darum, einen Termin dafür auszumachen. Wie berichtet, hatte Potsdams Baudezernent Matthias Klipp (Bündnisgrüne) die Geschäftsführung des Mercure-Hotels zu der bereits länger geplanten Werkstatt eingeladen.

Die Gespräche könnten auch dazu führen, dass die jüngsten Missverständnisse zwischen Klipp und den Mercure-Verantwortlichen ausgeräumt werden. Der Baudezernent hatte den Hotel-Direktor vor wenigen Wochen schriftlich aufgefordert, Unterlagen über Investitionsmaßnahmen in der Verwaltung einzureichen, nachdem das Haus bekannt gegeben hatte, mehrere hunderttausend Euro für Verbesserungen ausgegeben zu haben. Weil das Mercure in einem Sanierungsgebiet liege, hätte für Baumaßnahmen eine Genehmigung eingeholt werden müssen, begründete Klipp seinen Vorstoß.

Jetzt liegt dem Rathaus nun die schriftliche Antwort der Hotel-Geschäftsführung vor. "Wir haben darin deutlich gemacht, dass wir sehr wohl wissen, dass das Hotel im Lustgarten und damit im Sanierungsgebiet liegt", teilte die Mercure-Sprecherin Andrea Bishara gestern mit. Es sei klar, dass Sanierungsmaßnahmen nicht ohne behördliche Genehmigung durchgeführt werden könnten. Darum sei es bei der besagten Investition aber auch gar nicht gegangen, vielmehr diente die Geldausgabe einzig der Verbesserung "mobiler Betriebsmittel", sagte Andrea Bishara. Als Beispiel nannte die Mercure-Sprecherin die Verbesserung im EDV-Bereich, die Anschaffung von Beamern und von energiesparenden LED-Lampen. "Das diente alles dem Erhalt des Hotel-Betriebs und der Verbesserung im Service-Bereich." Es seien also keineswegs wertsteigernde Maßnahmen gewesen. Die Bedenken des Baubeigeordneten seien also gegenstandslos.

Wie berichtet, hatte die Verwaltung die Mercure-Geschäftsführung um die nachträgliche Übermittlung von Unterlagen über Sanierungsmaßnahmen gebeten, nachdem das Haus die Investition mehrerer hunderttausend Euro bekannt gegeben hatte. Nach Städtebaurecht hätte dafür eine Genehmigung beantragt werden müssen, so Klipp, der die Hotel-Geschäftsführung zu einem Werkstattverfahren eingeladen hatte. Zu den Optionen gehört der Abriss des 1969 eröffneten Hotels.

 

Scharfenberg setzt sich jedoch nicht nur für das Hotel Mercure ein, am Fuße will die Weiße Flotte bauen. Die Linke fordert einen Erbbaurechtsvertrag von mindestens 20 Jahren (MAZ berichtete). Ein entsprechender Antrag liegt dem Hauptausschuss zur Diskussion vor. "Um wirtschaftlich investieren zu können, reichen fünf oder sechs Jahre nicht", argumentierte Scharfenberg.

Ein älterer Besucher der Linke-Veranstaltung schlug vor, das Hotelhochhaus "zu halbieren und eine Hälfte in den Lustgarten zu setzen, wo sonst sowieso nur der Rummel steht". Die Fassade könnte "barockisiert" werden - schon passe das "Mercure" zum Landtagsschloss. Dagegen bezeichnete eine Potsdamerin die von Klipp ins Rollen gebrachte Abriss-Diskussion als "ahuman, in diesem Hotel arbeiten doch Menschen, die nun ständig um ihren Arbeitsplatz bangen müssen".

Von Jürgen Stich und Ricarda Nowak

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