Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Nil-Club wird künftig von Studenten und Uni gemeinsam betrieben
Lokales Potsdam Nil-Club wird künftig von Studenten und Uni gemeinsam betrieben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:47 31.01.2020
Im Kellergewölbe des nordlichen „Communs“ am Neuen Palaias hat der Nil-Klub seit 1999 seinen Sitz. Vor einem Jahr war wegen technischer Mängel vorerst Schluss. Quelle: Stefan Gloede
Potsdam West

Der „Nil“-Studentenkeller am Neuen Palais soll künftig gemeinsam von Studenten und der Universität Potsdam betrieben werden.

„Für die Wiedereröffnung des Studierendenkellers, der im Februar 2019 aufgrund von Baumängeln schließen musste, haben Vertreterinnen und Vertreter der Universität, des Nil-Vereins und der Studierenden in einer regelmäßig tagenden Arbeitsgruppe die nötigen Schritte geplant und ein neues Betriebskonzept erstellt“, teilte die Universität Potsdam am Freitag mit.

„Wir bleiben Nil – so viel ist sicher!“

„Wir haben dann auch tagsüber auf und in dieser Zeit ist die Universität verantwortlich, denn das können wir ehrenamtlich nicht stemmen“, sagte Florian Rumprecht, Sprecher des Nil-Vereins, der MAZ.

„Nach der Schließung waren wir sehr froh zu wissen, dass uns, entgegen vieler Gerüchte, die Universität bei der Wiedereröffnung unterstützt. Wir können mit dieser Teilung sehr gut leben, denn sie löst unser Problem, die von allen gewünschte Öffnung auch sicherzustellen“, so Rumprecht. Und: „Wir bleiben Nil – so viel ist sicher!“, sagt er zum Charakter des Klubs.

Wiedereröffnung verschiebt sich auf 2021

Zudem gehen nun die Instandsetzungsarbeiten los, damit der vor einem Jahr überraschend stillgelegte Klub dem heutigen Standard bei Elektroanlage und Brandschutz entspricht. Die ersten Ausschreibungen wurden jetzt veröffentlicht, wie die Universität mitteilte.

Derzeit werde ein Fachplanungsbüro gesucht. Es werde mit einer einjährigen Bauzeit gerechnet. Damit verzögert sich die Eröffnung bis 2021 – im Sommer war man noch zuversichtlich, dass der Klub noch dieses Jahr wieder genutzt werden kann.

Die geschätzten Kosten für die Instandsetzung von 600 000 Euro übernimmt größtenteils die Universität, aber auch die Studierendenschaft leistet einen mittleren fünfstelligen Beitrag. Das Erscheinungsbild soll sich nicht grundsätzlich verändern. In den Gewölben unter dem nördlichen Commun-Gebäude der Philosophischen Fakultät herrscht Denkmalschutz.

„Die Instandsetzung ist komplex, da sprechen viele Seiten mit“, erklärte Uni-Präsident Oliver Günther. 2019 wurden deshalb zahlreiche Optionen geprüft, bevor nun die Ausschreibungen erfolgen konnten.

Ganztägige Öffnung für Studenten und Initiativen der Universität

Nach der Renovierung werden den Studierenden zusätzliche Räume zum Arbeiten und Lernen zur Verfügung gestellt, ergänzend zu den bereits vorhandenen „Selbstlernzonen“ in Golm, Griebnitzsee und am Neuen Palais. Zusätzlich sollen verschiedene Gruppen und Initiativen aus der Universität in den Räumlichkeiten kreativ arbeiten können.

Dass am Abend Kulturveranstaltungen und Partys dazugehören müssen, betont auch Maximilian Mindl, Asta-Referent für Kulturpolitik: „Ein Campus ohne kulturelle Angebote, wie sie zum Beispiel vom Nil e.V. bereitgestellt werden, würde so nicht mehr seine Funktion als Lern- und Begegnungsstätte erfüllen.“

Der Nil-Club sei deshalb als Raum für Ausgleich und Entspannung im durchaus stressigen studentischen Alltag unverzichtbar, so Mindl, der den Beginn der Ausschreibungen begrüßt und auf einen zeitnahen Baustart hofft.

Nil macht in Exil-Locations sein Programm weiter

Bis zur Wiedereröffnung bleibt der Nil-Klub weiter „im Exil“. Seit der Schließung haben zahlreiche Konzerte und andere regelmäßige Veranstaltungen des in 20 Jahren etablierten Programms temporär eine Heimat in vielen anderen Locations der Stadt gefunden. So ist der Nil-Verein derzeit regelmäßig im Casino der Fachhochschule, sowie im Archiv, Kuze, Lindenpark und Waschhaus zu Gast.

>>>Studentenkeller Nil am Neuen Palais muss schließen

>>>Der Nil-Klub öffnet frühestens 2020 wieder

Von Peter Degener

Die Werderaner Gaststätte ist längst kein Geheimtipp mehr. Auch die gängigen Restaurantführer haben die Überfahrt entdeckt und werten sie kontinuierlich höher. Unsere Genussexpertin hat sich durch die Winterkarte probiert.

13.02.2020

Auf der A 115 hat es am Mittag zwischen einem Auto und einem Laster gekracht, zwei Personen wurden verletzt. Die Autobahn war in Richtung Berlin eine Stunde lang voll gesperrt.

31.01.2020

Am 8.November hat ein Mülllaster das Tor zur Matrosenstation Kongsnaes eingerissen. Der Fahrer hat den Fehler zugegeben, doch die Versicherung der Step sagt, das Tor könne allein umgefallen sein.

31.01.2020