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Potsdam Polizei warnt vor Rauchmelder-Betrügern in Potsdam
Lokales Potsdam Polizei warnt vor Rauchmelder-Betrügern in Potsdam
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14:24 08.11.2019
Noch sind Rauchmelder nicht in allen Häusern Pflicht. Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Potsdam

In der Landeshauptstadt ist offenbar eine Betrügerbande unterwegs. Eine entsprechende Warnung, die derzeit in den sozialen Netzwerken kursiert, konnte die Polizei auf MAZ-Anfrage bestätigen. „Im bunten Blumenstrauß an Betrugsmaschen ist das jetzt eine weitere“, sagt Polizeisprecher Daniel Keip. Ein ähnliches Vorgehen sei bereits von Kriminellen bekannt, die sich als Wasser- oder Gaszähler-Ableser tarnen.

Demnach geben sich die Betrüger jetzt als Versicherungsvertreter oder Feuerwehrleute aus und behaupten, zur Überprüfung der angeblich gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder in die Wohnung zu müssen. Dann, so Daniel Keip, gebe es unterschiedliche Varianten. „Offenbar wird entweder in Drückermanier versucht, völlig überteuerte Rauchmelder zu verkaufen oder es folgt der klassische Trickdiebstahl, bei dem mit Ablenkung agiert wird.“ Er betont: „Die Feuerwehr macht keine Hausbesuche, wenn jemand zu einer echten Überprüfung käme, dann hätte einen der Vermieter informiert!“

Noch keine Anzeigen – Bürger aufmerksam

Tatsächlich liege der Polizei noch keine Anzeige wegen eines solchen Betrugs vor. „Aber das bedeutet ja vor allem, dass die Bürger sehr gut reagiert haben“, sagt Daniel Keip. Keinesfalls sollten Betroffene jemanden in die Wohnung lassen, stattdessen die Polizei informieren – am besten auch über das Kennzeichen des Pkw, mit dem sich die Betrüger offenkundig fortbewegen. „Auch der Versuch ist strafbar“, sagt Daniel Keip.

Übrigens sind Rauchmelder in Wohnräumen tatsächlich Pflicht in Brandenburg: Schon seit Juli 2016 müssen Neu- und Umbauten mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Bestandsbauten hingegen haben noch eine Übergangsfrist bis Ende 2020.

Schutz vor Trickbetrügern – das rät die Polizei

Die Polizei warnt eindringlich davor, fremde Personen in das eigene Haus oder die Wohnung zu lassen – selbst wenn es sich augenscheinlich um Behördenvertreter handeln könnte. Sie gibt folgende Tipps:

Schauen Sie sich Besuchervor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.

Lassen Sie keine Fremdenin Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.

Wehren Sie sich energischgegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.

Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.

Verlangen Sie von Amtspersonengrundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus.

Denken Sie daran:Banken, Sparkassen, Polizei oder andere Behörden schicken Ihnen nie „Geldwechsler“, „Inspekteure für Brandmelder“ oder „Falschgeld-Prüfer“ ins Haus. Verständigen Sie über das Auftauchen derartiger Personen umgehend die Polizei.

Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke oder der Feuerwehr.

Informieren Sie sofort die Polizei(Notruf 110), wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

Von MAZonline/krf

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