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Potsdam Viele wollen Elaines Leben retten
Lokales Potsdam Viele wollen Elaines Leben retten
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01:15 26.06.2019
Bei der Typisierungsaktion auf dem Gelände des Potsdamer Sportparks Luftschiffhafen ließ sich auch Franziska Kreiner aus Potsdam als Stammzellenspenderin registrieren. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam West

„Ich kenne die Familie von Elaine sehr gut. Unsere Familien sind befreundet. Ich habe Elaine im vorigen Jahr in der Charité besucht. Darum war es für mich selbstverständlich, mich als Stammzellenspenderin registrieren zu lassen“, erklärt Antonia Wilck aus Berlin. Sie war eine von 150 Freiwilligen, die dem Aufruf zur Typisierungsaktion für die fünfjährige krebskranke Elaine aus Borkwalde im Haus der Vereine am Samstag auf dem Gelände des Sportparks gefolgt waren. „Schon nach der ersten halben Stunde hatten wir 40 Typisierungen vorgenommen, gegen Mittag waren es bereits 70“, sagt Maria Freystein vom Verein für Knochenmark- und Stammzellenspende (VKS).

Schon in der ersten halben Stunde meldeten sich 40 Freiwillige zum Wangenschleimhaut-Test. Am Ende der Aktion hatten sich 150 Spender registrieren lassen. Quelle: Friedrich Bungert

Die Fußballerinnen vom 1. FFC Turbine Potsdam hatten am Vormittag extra ihr Training unterbrochen, um sich registrieren zu lassen. Auch die Mitglieder des Borkheider SV 90, die beim Aufbau der Station geholfen hatten, gaben ebenfalls eine Probe ihrer Wangenschleimhaut ab. Elaine ist ein großer Fan des Sportvereins, meint Großmutter Alexandra Rathod. „Viele waren selbst Eltern von Kindern und wollten sich schon immer typisieren lassen. Sie hatten nur auf eine passende Gelegenheit gewartet. Andere kannten selbst Krankheitsfälle aus der eigenen Familie oder aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis. Manche kamen mit Tränen in den Augen“, berichtet die Kauffrau im Gesundheitswesen überwältigt, die selbst in einer Arztpraxis arbeitet. Auch ein britisches Touristenehepaar, das zufällig von der Aktion erfahren hatte, kam spontan vorbei. Doch die 16 Helfer des VKS mussten das Paar bitten, sich wegen der erforderlichen Wohnortnähe in ihrem Heimatland registrieren zu lassen.

Im Haus der Vereine auf dem Gelände des Sportparks Luftschiffhafen nahmen 16 Helfer des Vereins für Knochenmark- und Stammzellenspenden die Freiwilligen ins zentrale Knochenmarkregister auf. Quelle: Friedrich Bungert

Zwölf von zwölf Gewebemerkmalen müssen übereinstimmen, wenn der passende Spender gefunden sein soll, sagt Freystein. Erschwerend kommt bei Elaine hinzu, dass ihr Großvater indischer Abstammung ist. Inzwischen konnte die jüngste Chemo-Therapie die Leukämiezellen fast vollständig zurückdrängen. Dies sei die grundlegende Voraussetzung für den Stammzellen-Transfer, erläutert Alexandra Rathod. In der Freiburger Klinik darf Elaine seit einige Tagen auch mal nach draußen gehen.

Zwölf von zwölf Gewebemerkmalen müssen übereinstimmen, wenn ein Spender für eine Stammzellen-Transplantation in Frage kommen soll. Quelle: Friedrich Bungert

In der ersten Spendenaktion vor einigen Tagen am Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Bad Belzig waren 600 Typisierungen zusammengekommen. Das Set mit dem Wattestäbchen kann auch für Zuhause über das Internet beim Verein angefordert werden, informiert Maria Freystein. Bereitwillige Spender sollen sich nicht von der Internetadresse www.vks-sachsen.de irritieren lassen. In Sachsen befindet sich die Zentrale des Vereins.

Mit den Veranstaltern der traditionellen „Titanen der Rennbahn“, die am kommenden Wochenende vom 28. bis zum 30. Juni in Brück wieder ihre Stärken zeigen werden, verhandelt der Verein derzeit, auch dort eine Typisierungsaktion durchführen zu können.

Von Heinz Helwig

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