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Potsdam Fröhliche Feier gegen Nazis
Lokales Potsdam Fröhliche Feier gegen Nazis
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06:31 30.04.2018
"Hasenscheiße" begeisterte die Zuschauer. Quelle: Friederike Steemann
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Potsdam

Das „Rhythm against Racism“-Festival ist ein Event für die ganze Familie. Zu Beginn der vierzehnten Auflage der Veranstaltung gegen Rechts vergnügen sich am Vorabend des 1. Mai Kinder im Springbrunnen auf dem Luisenplatz, die Erwachsenen kühlen ihre Beine im Wasser, während „MC Kaki and the Popjam“ auf der Bühne beginnen für Stimmung zu sorgen. Nach ihnen rocken die „Smoking Thompsons“ aus Treuenbrietzen gegen Rechts, vor der Bühne versammeln sich die Fans, in der ersten Reihe stehen die ganz jungen Konzertbesucher mit Luftballons und großen Ohrenschützern.

Ein lautes Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit: Zum 14. Mal fand das "Rhythm against Racism" auf dem Luisenplatz in Potsdam statt. Tausende tanzten und feierten zu der Musik verschiedener Bands. Darunter "Hasenscheiße" und "Mega! Mega!". Veranstalter war wie in den Vorjahren die DGB-Jugend.

„Für dieses Zeichen gegen Rechts übernimmt die Stadt gern die Schirmherrschaft“, sagt Bürgermeister Burkhard Exner (SPD), der dem Festival einen kurzen Besuch abstattet. „Die NPD hat es in diesem Jahr nicht geschafft, zur Kommunalwahl anzutreten“, diese Tatsache erntet Applaus.

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Schon bevor „Hasenscheisse“ die Bühne betreten, wird es auf dem Platz richtig voll. Über 4000 Leute feiern die Lokalmatadoren, überall wird getanzt und viele singen Songs wie „A-Moll“, „Süßwasserboys“ und natürlich „Bernd am Grill“ mit. „Hasenscheisse“ spielen auf dem Luisenplatz ihr erstes Open Air des Jahres, ebenso die Wahlberliner von „Mega! Mega!“, die den Platz mit Songs wie „Bitte bitte“, „Strobo“ und „Pro Anti“ am tanzen halten.

Den letzten Auftritt des Abends hat die Berliner Ska-Rock-Band „Ratatöska“. Um Punkt 23 Uhr gehen die Boxen auf dem Platz aus.

„Wir haben bei bestem Wetter, vielen tollen Bands und mit insgesamt über 5000 Besuchern wieder ein friedliches ,Rhythm against Rasicm’ erlebt“, sagt Veranstalter Eberhard Podzuweit.

Vergessen waren die Querelen aus dem vergangenen Jahr, als das Festival vor dem Aus stand. Hintergrund war ein Neonazi-Vorwurf gegenüber einer Potsdamer-Band, die daraufhin ihren Auftritt absagte.

Geschichte des Festivals

  • Das "Rhythm against Racism" gibt es in Potsdam seit 14 Jahren.
  • Alles begann 2001 unter dem Namen "Jung und Alt gegen rechte Gewalt"mit einer kleinen Bühne am Alten Markt und 250 Besuchern. Seit 2003 findet das Festival alljährlich auf dem Luisenplatz statt. Seither ist der 30. April der feste Veranstaltungstermin.
  • Den Namen "Rhythm against Racism" trägt die Veranstaltung seit 2005.
  • Unterstützer sind u. a. die DGB Jugend, die Stadt Potsdam, der SV Babelsberg 03, die Handwerkskammer.

Von Friederike Steemann

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