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Potsdam Die Sockelsanierung am Neuen Palais ist fertig
Lokales Potsdam Die Sockelsanierung am Neuen Palais ist fertig
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18:44 15.05.2019
Auch die 172 Figuren auf dem Sockel rund um das Neue Palais sind abgenommen, restauriert und wieder aufgesetzt worden. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Sockelgeschoss und dem Figurenensemble des Neuen Palais sind vollständig abgeschlossen. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) stellte die Ergebnisse der Arbeiten am Mittwoch vor. Für die ursprüngliche geplante Summe von insgesamt 15,75 Millionen Euro hat die SPSG seit 2014 in drei Abschnitten den gesamten Unterbau des Schlosses restauriert – und vor allem trockengelegt.

Weil der Boden unter dem Palais sumpfig ist, wurde das Schloss einst auf einem Sockel errichtet. Wer es betreten will, muss deswegen seit jeher die Sandsteinstufen auf das Podest hinaufsteigen. Das darunter liegende Sockelgeschoss ist nun komplett überarbeitet worden – um die wertvollen Innenräume im Palais vor Feuchtigkeit zu schützen. „Die gesamte Konstruktion war völlig desolat“, sagt Projektleiterin Heike Zeymer. „Es war höchste Zeit, dass etwas getan wurde“.

Drei Kilometer Treppenstufen wurden aus- und wieder eingebaut

Bei den Arbeiten habe man versucht zu erhalten, was zu erhalten war. Viel war das allerdings nicht. Unterhalb der Stufen und Sandsteinplatten wurde eine eigene Betonebene eingezogen, um das Gebäude abzudichten. Die Gewölbe im Untergrund sind entkernt und werden nun mit einem Spezialsystem eigens belüftet. Sie bleiben ungenutzt, um die Belüftung und den Brandschutz nicht zu gefährden. Insgesamt wurden bei den Arbeiten 3000 Quadratmeter Natursteinplatten und mehr als drei Kilometer Treppenstufen aus- und im Nachhinein wieder eingebaut.

Finanziert wurde das gesamte Projekt durch den sogenannten Masterplan. Dieses Sonderinvestitionsprogramm des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg stellt seit 2008 insgesamt 155 Millionen Euro für den Erhalt der Berliner und Potsdamer Schlösserlandschaft bereit. Mit dem Abschluss der Arbeiten am Neuen Palais ist der erste Masterplan abgeschlossen.

Auch die 172 Skulpturen sind restauriert

Er finanzierte auch die Restaurierung der 172 Skulpturen, die Friedrich der Große im Jahr 1766 rund um das Schloss auf dem Sockel aufstellen ließ. Die 2,20 Meter bis 3,50 Meter hohen Figuren der griechischen Mythologie wurden seit dem Sommer 2013 in Gruppen abgenommen, zwischengelagert und durch mehrere externe Firmen unterschiedlich aufwändig restauriert. Abhängig davon, wie stark die Schäden durch die natürliche Witterung oder durch Pfusch bei früheren Sanierungen in den 1930er Jahren war, kostet die Restaurierung einer Figur zwischen 1000 und 6000 Euro.

Weil die Skulpturen in den vergangenen zweieinhalb Jahrhunderten immer wieder mal restauriert oder durch Kopien ersetzt wurden, sind sie heute unterschiedlich hell. „Je älter die Sandsteinfiguren sind, desto dunkler werden sie“, sagt die Direktorin der Restaurierungs-Abteilung der SPSG, Kathrin Lange, die den gesamten Prozess der Figurensanierung begleitete.

Als nächstes wird das Dach saniert

Das Neue Palais ist der größte Schlösserbau im Park Sanssouci und wurde einst als Sommerresidenz und Unterkunft für die Gäste Friedrich des Großen konzipiert. Es gehört mit der fast vollständig erhaltenen Originalausstattung und Bausubstanz zu den wertvollsten Schlossanlagen der Welt. Nach den abgeschlossenen Arbeiten am Sockelgeschoss des Schlosses soll in den kommenden Jahren noch das Dach saniert werden.

Zudem wird ein Aufzug installiert, um das Schloss leichter barrierefrei zugänglich zu machen. Das Schlosstheater im Südflügel des Gebäudes wurde zudem bereits im Jahr 2014 wegen Sanierungsarbeiten im Dachstuhl geschlossen. Zur Zeit wird der Brandschutz in den Räumen verbessert und das Theater wird von giftigen Holzschutzmitteln befreit. Im Sommer 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Von Ansgar Nehls

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