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Potsdam Schleichverkehr am Pfingstberg soll gestoppt werden
Lokales Potsdam

Potsdam: Schleichverkehr zwischen Pfingstberg und Neuer Garten soll gestoppt werden

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07:27 28.10.2021
Stau in der Alleestraße – einige Autofahrer nutzen einen Schleichweg, um dem zu entgehen.
Stau in der Alleestraße – einige Autofahrer nutzen einen Schleichweg, um dem zu entgehen. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Nauener Vorstadt

Ein Schleichweg für staugeplagte Autofahrer durch die Nauener Vorstadt soll geschlossen werden. Die Frage ist nur, wie das bewerkstelligt werden soll. Es geht um eine Abkürzung zwischen der Straße Am Neuen Garten und der B2 auf Höhe des Pfingstbergs. Bewohner und Kleingärtner der Gartensparten am Pfingstberg haben das Thema am Dienstagabend auf die Tagesordnung des Bauausschusses gebracht.

Straße Am Pfingstberg ist von Schleichweg betroffen

Demnach nutzen viele Autofahrer die Große Weinmeisterstraße, die Straße Am Neuen Garten und an deren Ende die Straße „Am Pfingstberg“, die verkehrsreiche Alleestraße, den Reiterweg und einen Teil der B2 an der Kolonie Alexandrowka zu umfahren.

Im September hat die Verwaltung die Strecke untersucht, wie Potsdams Verkehrsplaner Norman Niehoff im Ausschuss darlegte. Demnach wurde an einem Tag acht Stunden lang der Durchgangsverkehr am Pfingstberg gezählt. Das Ergebnis: Von 647 gezählten Autos, deren Kennzeichen am Neuen Garten und erneut am Ende des Schleichwegs an der B2 erfasst wurden, fuhren 128 Autos – also jedes Fünfte – durch die Abkürzung hindurch, ohne ein Ziel in der Nauener Vorstadt zu haben. Die meisten fuhren dabei von der B2 zum Neuen Garten.

Drei Varianten für die Schließung des Schleichwegs

Drei mögliche Maßnahmen wurden vorgestellt, wie der Schleichverkehr unterbunden werden könnte. Die erste Variante besteht aus Pollern an der Straße Am Pfingstberg an ihrem Anfang in der Großen Weinmeisterstraße. Das würde jedoch den gesamten Durchgangsverkehr unterbinden. Variante zwei wäre die Ausweisung eines Teils der Straße als Einbahnstraße, damit zumindest die häufiger genutzte Schleichroute nach Süden zum Neuen Garten unmöglich gemacht wird.

Die dritte Variante wäre die Ausweisung der Straße zum verkehrsberuhigten Bereich und ein Umbau mit Engstellen. Dann würde die Strecke als Abkürzung „unbequemer“, aber nicht für die Anlieger geschlossen. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, will die Verwaltung im ersten Quartal 2022 mit den Anrainern sprechen

Die Stadt ist derzeit zudem dabei eine generellen Untersuchung der bekannten Schleichwege im Stadtgebiet durchzuführen und Maßnahmen dagegen zu erstellen, so Niehoff.

Von Peter Degener