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11:11 31.01.2014
Besuchermagneten im Holländischen Viertel: Ob das traditionelle Tulpenfest in diesem Jahr stattfindet, ist noch nicht klar. Für den Töpfermarkt, der ebenfalls tausende Gäste ins pittoreske Quartier zieht, gibt es noch keine Absage.
Besuchermagneten im Holländischen Viertel: Ob das traditionelle Tulpenfest in diesem Jahr stattfindet, ist noch nicht klar. Für den Töpfermarkt, der ebenfalls tausende Gäste ins pittoreske Quartier zieht, gibt es noch keine Absage. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Die Verwaltung setzt damit nach Kritik von Kirche und Gewerkschaften eins zu eins das Brandenburgische Ladenöffnungsgesetz um, wonach Verkaufsstellen aus Anlass von besonderen Ereignissen an jährlich höchstens sechs Sonn- oder Feiertage geöffnet sein dürfen.

2013 waren es neun stadtteilbezogene Termine. Die Veranstaltungen „Faszination Motorsport“ im Stern-Center, wo die Organisatoren in Kooperation mit der Daimler AG nach Angaben der Stadt bis zu 40 000 Besucher erwarten, und das „Spielefestival“ in den Bahnhofspassagen sind erstmalig in die Verordnung aufgenommen worden.

Damit sei die Chance für eine stadtteilbezogene Freigabe von Ladenöffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen für die Landeshauptstadt vertan, kritisierte Christian Gerstädt, Vize-Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Potsdam, am Donnerstag. Das sei für den Handelsstandort „von Nachteil“ und bleibe hinter den Möglichkeiten des Ladenöffnungsgesetzes zurück. In der Landesregelung „steht mit keiner Silbe geschrieben“, dass in Kommunen oder Gemeinden nur sechs verkaufsoffene Sonntage zulässig sind, so Gerstädt. „Einer stadtteilbezogenen Freigabe steht das Gesetz nicht entgegen“, sagte der IHK-Vertreter. Diese sollte über zwei Jahre bis Ende 2014 erprobt und evaluiert werden. Das Experiment war laut Stadt jedoch vom Landesarbeitsministerium abgebrochen worden. Mit Blick auf die Freigabepraxis im gesamten Land werde deutlich, so Gerstädt, dass hier „an Potsdam ein besonderes Exempel“ statuiert werden sollte.

Die sechs Verkaufssonntage sind zudem keineswegs sicher, da das traditionelle Tulpenfest – terminiert für den 13. April – noch auf tönernen Füßen steht. Der veranstaltende Verein zur Pflege niederländischer Kultur in Potsdam war kräftemäßig an seine Grenzen gestoßen. Außerdem sind die Ehrenamtlicher mit der privatrechtlichen Haftung und dem Sicherheitskonzept überfordert. In Gesprächen mit der Stadt sollten die Probleme ausgeräumt werden, doch nach MAZ-Informationen sind wichtige Fragen wie die Risikoübernahme noch ungeklärt. Man sei auf einem guten Weg, heißt es im Verein, doch die Zeit läuft: Wenn die Probleme in den nächsten zwei Wochen mit der Verwaltung nicht geregelt werden können, sind die Vorbereitungen fürs Tulpenfest 2014 nicht mehr zu schaffen.

Von Carola Hein

SONNTAGS EINKAUFEN ANLÄSSLICH VON MÄRKTEN UND FESTIVALS IN POTSDAM

  • Sechs verkaufsoffene Sonntage wird es in diesem Jahr in der Landeshauptstadt geben:
  • 13. April aus Anlass des Tulpenfestes
  • 15. Juni zum Böhmischen Weberfest in Babelsberg
  • 7. September zum Töpfermarkt im Holländischen Viertel
  • 2. November zum Spielefestival und der Faszination Motorsport
  • 30. November (1. Advent) und 21. Dezember (4. Advent) aus Anlass der Potsdamer Weihnachtsmärkte
  • An diesen Tagen dürfen die Händler ihre Geschäfte in der Zeit von 13 bis 20 Uhr öffnen.
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