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Potsdam Wetterfahne bekommt Hochsicherheitskäfig
Lokales Potsdam Wetterfahne bekommt Hochsicherheitskäfig
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17:10 09.05.2014
Letzte Arbeiten am Gitterkäfig, der die gewaltige Wetterfahne aufnehmen und vor mutwilligen Beschädigungen durch Garnisonkirchengegner schützen soll. Quelle: Peter Degener
Potsdam

Eigentlich sitzen nur Angeklagte oder Zeugen bei spektakulären Prozessen hinter Gittern oder Glas und bleiben trotzdem sichtbar. Bei der Wetterfahne der Potsdamer Garnisonkirche geht es aber um ein Kunstwerk von hohem materiellen und ideellen Wert.

Sechs Monate betrug die Bauzeit des goldenen Turmschmucks: Die Wetterfahne wird nach dem Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche auf den Turm gesetzt. Bis dahin steckt sie in einem Käfig, um das Kunstwerk vor Garnisonkirchengegnern zu schützen.

Am Samstag, dem 10. Mai, wird die originalgetreu rekonstruierte „Fahne“ ab 18 Uhr mit einem Gottesdienst begrüßt. 

Die Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Kirche hat mit Mitteln eines Vermächtnisses und weiteren Spenden das große Einzelbauteil bei der Firma Fuchs + Girke in Ottendorf-Okrilla im sächsischen Landkreis Bautzen wiederherstellen lassen.

Die acht Meter hohe Fahne wird links am Baufeld stehen, wo Fuchs + Girke einen Hochsicherheitskäfig aufgebaut hat, hinter dessen Gittern das Objekt sicher sein soll vor Angriffen. Die bereits ausgestellten sandsteinernen Turmelemente waren ja schon mehrfach durch Farbschmierereien beschädigt worden.

Prächtiger Turmschmuck

Sechs Monate betrug die Bauzeit des goldenen Turmschmucks. Die Wetterfahne wird nach dem Wiederaufbau der Kirche auf den 88 Meter hohen Turm gesetzt. Ihr Fundament wird dann das große Nagelkreuz bilden, das vor der Kirche auf ihre Zugehörigkeit zur Internationalen Nagelkreuzgemeinschaft hinweist.

Laut Fördergesellschaft lädt die Fahne „zu genauer Betrachtung, zu Auseinandersetzung und zur Deutung ein“. An ihr sind – wie auch auf dem Original – eine Sonne, ein zu ihr strebender Adler, eine Krone und die Initialen Friedrich Wilhelms I. zu sehen.

Adler-Sonne-Darstellungen gehören zur christlichen Bildtradition: Der Adler ist ein Symbol des christlichen Glaubens, der zur Sonne, zu Gott aufstrebt. Die Kombination aus Adler und Sonne verweist auf die Beziehung zwischen Mensch und Gott. Den öffentlichen Dankgottesdienst in der Kapelle der Garnisonkirchebaustelle in der Breiten Straße 7 halten Pfarrerin Cornelia Radeke-Engst und Kantorin Maren Schneider.

Von Rainer Schüler

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