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Potsdam Winteroper in diesem Jahr erneut in der Friedenskirche
Lokales Potsdam Winteroper in diesem Jahr erneut in der Friedenskirche
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00:25 19.05.2019
Gewährt der Winteroper auch in diesem Jahr noch einmal Asyl: die Friedenskirche. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Eigentlich wollte sich Alexander Hollensteiner im vergangenen Dezember schon in den Weihnachtsurlaub verabschieden. Da klingelte noch einmal das Telefon. Mit dem letzten Anruf vor den Festtagen erfuhr der Geschäftsführer der Kammerakademie, dass er die Planungen für die diesjährige Winteroper umschmeißen muss.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) teilte Hollensteiner mit, dass sich die Sanierungsarbeiten am Schlosstheater im Neuen Palais weiter verzögern (MAZ berichtete). Die lange geplante Rückkehr der Winteroper in das Haus, in dem sie zuletzt 2013 aufgeführt wurde, war damit geplatzt. „Für solch eine Rückkehr nach langer Zeit plant man natürlich Spektakuläres“, sagt Hollensteiner, „und eigentlich braucht es zwei, drei Jahre Vorbereitungszeit.“

Premiere der Winteroper ist in diesem Jahr am 22. November

Die bleibt nun nicht mehr. Die Premiere der diesjährigen Winteroper ist am 22. November. Doch die Kammerakademie und das Hans-Otto-Theater haben Glück: Wie bereits bei den letztjährigen Winteropern gewährt die Friedenskirche kurzfristig Asyl. Und vor allem blieben der britische Dirigent Trevor Pinnock und der junge britische Regisseur Frederic Wake-Walker dem Projekt treu – obwohl sie nun ein komplett anderes Stück für ein komplett anderes Haus planen müssen. Statt Mozarts „La clemenza di Tito“, wie es in der Saisonbroschüre schon angekündigt worden war, gibt es in diesem Jahr nun ein Experiment: Franz Schuberts unvollendeter „Lazarus“ soll mit Claude Viviers „Lonely Child“ verschmolzen werden – und ein „Ritual, eine persönliche Reflektion über Tod, Verzweiflung und Auferstehung werden“, sagt Regisseur Wake-Walker.

Führt in diesem Jahr Regie bei der Winteroper: der Brite Frederic Wake-Walker. Quelle: Handout

Es ist verständlich, dass Schuberts Stück über die biblische Figur des Lazarus, der von Jesus von den Toten erweckt wurde, besser in eine Kirche passt als eine Mozart-Oper über Macht und Intrigen. Glaubt man Wake-Walker ist diese Winteroper sogar ein Glücksfall: „Ich darf es eigentlich gar nicht sagen. Aber ich mag es sogar, dass wir nun in einer Kirche sind“, sagt der Regisseur. „Dort ist das Publikum aufmerksamer und wacher.“

Alexander Hollensteiner würde sich trotzdem freuen, wenn er die nächste Winteroper wieder länger im Voraus planen könnte. Im Juni soll es Gespräche mit der Schlösser-Stifung darüber geben, wann die Winteroper ins Schlosstheater zurückkehren kann.

Die Winteroper wird zwischen dem 22. und dem 30. November sechs Mal aufgeführt. Der Vorverkauf startet am 1. September.

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Von Ansgar Nehls

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