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Potsdam Potsdam als Olympia-Standort im Gespräch
Lokales Potsdam Potsdam als Olympia-Standort im Gespräch
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09:14 09.12.2014
Das Karl-Liebknecht-Stadion als Olympia-Spielstätte? Quelle: Michael Hübner
Potsdam

Wird Potsdam zum Frauenfußball-Olymp? Zumindest liegt es im Bereich des Möglichen. Sollten nämlich die Sommerspiele in den Jahren 2024 oder 2028 tatsächlich in Berlin ausgetragen werden, könnte der Medaillen-Wettbewerb im Frauenfußball auch in Potsdam ausgetragen werden.

Das geht aus einer Antwort von Sportminister Günter Baaske (SPD) auf eine Kleine Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag hervor. Eine Spielstätte ist nicht genannt. Cottbus ist als Austragungsort ebenfalls im Rennen.

Potsdam mit seinem Champions-League-Verein 1. FFC Turbine Potsdam und Trainerlegende Bernd Schröder zählt zu den Aushängeschildern des deutschen Frauenfußballs. Schon zu DDR-Zeiten waren die Kickerinnen auf internationalem Niveau vorne dabei. Etliche ehemalige Spielerinnen von Turbine konnten sich schon mit Medaillen schmücken. Seit Atlanta 1996 gehört der Frauenfußball zu den olympischen Wettbewerben. Der Lorbeer für die Sportlerhochburg Potsdam ist allerdings noch nicht in trockenen Tüchern. "Das sind noch keine rechtsverbindlichen Entscheidungen für Standorte", betonte Ministeriumssprecher Stephan Breiding gestern. Schließlich stehen etliche Fragezeichen vor dem endgültigen Zuschlag für das sportliche Großereignis in der Bundeshauptstadt.

Der Berliner Senat hat am 26. August ein Konzept zur Interessensbekundung Berlins für die Olympischen und Paralympischen Spiele beschlossen. Es sieht vor, Spiele mitten in der Hauptstadt stattfinden zu lassen. Aber auch im Umland sollen einzelne Disziplinen ausgetragen werden. Demnach würden in Brandenburg die Sportarten Fußball, Golf, Reiten, Straßenradsport und die Wassersportarten Kanurennsport und Rudern ausgetragen werden. Potsdam ist auch als Schauplatz für die Wettbewerbe im Dressurreiten genannt. Der Deutsche Olympische Sportbund will allerdings erst im März 2015 entscheiden, ob er sich mit Berlin oder Hamburg um Olympische Spiele bewirbt. Bis dahin will man auch in der Mark noch nicht in konkrete Planungen gehen.

Interview mit Turbine-Trainer Bernd Schröder

„Die Spiele sind immer noch das Größte“

MAZ: Olympischer Fußball in Potsdam – was würde das für Sie bedeuten?
Bernd Schröder: Ich begrüße alles, was olympisch ist. Die Spiele sind immer noch das Größte. Alles, was damit zusammenhängt, adelt unseren Sport und unsere Stadt. Sollte es klappen, würden wir es als hohe Auszeichnung und Verpflichtung auffassen.

Aber wäre Potsdam als Austragungsort für so einen Wettbewerb überhaupt „olympiareif“?
Schröder: Im Moment kann man sicher sagen, dass noch viel zu tun wäre, weil der internationale Standard ja auch ständig steigt: Elektronische Anzeigetafeln, Videoleinwände, Parkplätze. Es ist noch viel im Umfeld zu machen. Für Olympische Spiele ist der Standard ständig in Bewegung und steigend.

Müsste die Stadt selbst in die Tasche greifen für eine Spielstätte – egal, ob es jetzt das Liebknecht-Stadion wäre oder ein Neubau oder etwas Temporäres? Oder käme das aus Fördertöpfen?
Schröder: Natürlich würden Bundesmittel fließen bei so einem Ereignis. Aber auch Potsdam müsste sicher einen entsprechenden Beitrag leisten. Ohne das geht es einfach nicht. Man kriegt schließlich nichts geschenkt. Allerdings wäre es auch kein rausgeschmissenes Geld, weil die Nachhaltigkeit der Anlagen gewährleistet wäre.

Von Ildiko Röd

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