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Potsdam Darüber spricht Potsdam am heutigen Dienstag
Lokales Potsdam

Potsdam am Dienstag: Das ist heute wichtig, 30. November 2021

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07:54 30.11.2021
In Potsdam wird heute über die Zukunft von Europa diskutiert, Iren lassen die Bühne wackeln und im Oberlin-Prozess startet heute der 7. Verhandlungstag.
In Potsdam wird heute über die Zukunft von Europa diskutiert, Iren lassen die Bühne wackeln und im Oberlin-Prozess startet heute der 7. Verhandlungstag. Quelle: dpa/ MAZ-Archiv/ Julius Frick
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Potsdam

Guten Morgen. Alles, was heute in Potsdam wichtig wird auf einen Blick. Zudem wie gewohnt Veranstaltungstipp für den heutigen Dienstag in Potsdam.

Die aktuelle Corona-Lage in Potsdam

Nach der trügerischen Corona-Nullnummer am gestrigen Montag ist heute wieder mit gemeldeten Neuinfektionen in Potsdam zu rechnen. Ob die Inzidenz in Potsdam dann die 500er Marke reißt..? Wir werden es gleich erfahren. Sicher ist nur schon jetzt, dass der November 2021 in Potsdam einen traurigen Rekord aufgestellt hat. Seit Beginn der Pandemie wurden innerhalb eines Monats noch nie so viele Neuinfektionen bestätigt: in den vergangenen 30 Tagen wurden in Potsdam deutlich(!) mehr neue Corona-Fälle gezählt als im ganzen halben Jahr zuvor.

CORONA-UPDATE: So viele neue Fälle wie noch nie zuvor an einem Dienstag – die Sieben-Tage-Inzidenz in Potsdam auf Höchstwert: 535,9.

LESETIPP: Das Geschäft mit gefälschten Corona-Impfnachweisen boomt. Potsdamer Apotheker berichten von diversen Betrugsfällen. Doch sie wissen auch, worauf sie achten müssen. Mancher Impfausweis ist schon auf den ersten Blick verdächtig.

News und Termine

HOT aufm „Broadway“: Heute Mittag eröffnet Noosha Aubel, Potsdams Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, gemeinsam mit der Intendantin Bettina Jahnke einen „Pop-Up-Store“ des Hans Otto Theaters auf der Einkaufsmeile in der Potsdam Innenstadt. Sein Zuhause findet der „Pop-Up-Store“ in der Brandenburger Straße 19.

Siebter Verhandlungstag: Vor dem Landgericht Potsdam geht der Prozess um die Tötung von vier behinderten Menschen in die nächste Runde. An der vorherigen Verhandlungstagen ging es unter anderem auch um die, laut Zeugenaussagen, „katastrophalen“ Zustände auf der Pflegestation. Heute Morgen werden Arbeitskollegen der Angeklagten im Zeugenstand erwartet.

Die Verhandlungstage im Oberlin-Prozess

Zehn Verhandlungstage waren zunächst für das Strafverfahren gegen die Pflegerin Ines R. (52) angesetzt. Doch schon direkt nach dem Auftakt musste das Gericht drei Verhandlungstage pausieren – einer der Schöffen war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Inzwischen wurden neue Termine ergänzt – nach aktuellem Stand ist mit einem Urteil am 16. Dezember zu rechnen.

1. Verhandlungstag: Das sagt die Angeklagte am ersten Prozesstag

2. Verhandlungstag: Angeklagte hatte düstere Vorahnungen

3. Verhandlungstag: Vier Tote im Oberlinhaus Potsdam: Wäre die Bluttat zu verhindern gewesen?

4. Verhandlungstag: Prozesstag beginnt mit Aussage einer Psychiaterin

5. Verhandlungstag: Die Mordopfer aus dem Oberlinhaus: Das sind ihre Geschichten

Was kann man heute in Potsdam unternehmen?

Hohenzollern-Debatte: Der dritte Teil der Hohenzollern-Diskussionsreihe im Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam steht heute an. Diesmal beleuchtet eine Expertenrunde, wie Adelsfamilien ihr Image pflegten – selbst nach der Entmachtung. Auf der Plattform Zoom diskutieren vom 18.30 bis 20 Uhr Experten und Expertinnen darüber, wie Herrscherhäuser wie die einstige deutsche Kaiserfamilie auch nach ihrer politischen Entmachtung ihrer Umwelt eine eigene herausgehobene Stellung glaubhaft machen konnten. In diesem Kontext war Geschichtspolitik ein wichtiges Instrument zur Mobilisierung von Anhängern und zur Legitimation der eigenen Positionen. Weitere Informationen und Anmeldung unter https://zzf-potsdam.de.

Die Zukunft unseres Kontinents: Im Kulturhaus Babelsberg in der Karl-Liebknecht-Straße stellt Martin Speer, Autor und Verfechter eines bürgernahen Europas, einige der 95 Thesen vor, die er gemeinsam mit Vincent-Immanuel Herr entwickelt hat, um den alten Kontinent für die Zukunft zu rüsten. Danach kann und soll diskutiert werden. Die (kostenfreie) Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Europas Zukunft – Brandenburg redet mit“ statt. Beginn ist um 18.30 Uhr. Weitere Informationen und der Link zur (benötigten) Anmeldung unter www.europa-brandenburg.eu.

Stepptanz durch die irische Geschichte: Im Nikolaisaal steppt heute vielleicht nicht der Bär, aber dafür wirbelt und „klickt“ eine Auswahl der besten irischen Stepptänzer und Stepptänzerinnen über die Bühne. Wer sich auf eine „irisch frische und lebensfrohe“ Zeitreise durch das Irland der letzten 200 Jahre begeben will, sollte heute Abend um 19.30 Uhr in den Nikolaisaal kommen – Impf- oder Genesenen-Nachweis vorausgesetzt. Die Veranstaltung fällt unter die (verschärfte) 2G-Regel im Nikolaisaal. Weitere Informationen unter www.nikolaisaal.de.

Kino im Filmmuseum: Wer nachmittags Lust und Zeit hat ins Kino zu gehen, sollte sich heute die Vorführung von „Ich war neunzehn“ mit dem jungen, wenn auch nicht mehr 19-jährigen, Jaecki Schwarz auf großer Leinwand nicht entgehen lassen. Die Filmvorführung beginnt um 16.45 Uhr.

Rund zwei Stunden später läuft im Filmmuseum der aktuelle, mehrfach ausgezeichnete Film „Räuberhände“. Zu Gast ist auch Autor Finn-Ole Heinrich, auf dessen Romanvorlage der Film basiert. Darin wird von einer Freundschaft erzählt, die kurz vor einer Reise auf eine harte Probe gestellt wird. Eingeladen zum Filmgespräch ist zudem Mekyas Mulugeta, der in dem Film eine Hauptrolle spielt. Beginn ist um 19 Uhr. Mehr Informationen zu beiden heutigen Veranstaltungen unter www.filmmuseum-potsdam.de.

Damals war’s

Schon zur Zeit des Großen Kurfürsten (1620–1688) soll der Originalbaum – eine holländische Linde – in Potsdam gepflanzt worden sein. Doch erst unter seinem Ur-Enkel, Friedrich II., bekam die Bittschriftenlinde eine zunächst landesweite und später auch über Preußen hinausreichende Bedeutung und Bekanntheit. Die vom Amtszimmer des Herrschers aus gut sichtbare Linde – die Bitten wurden an die Zweige gehängt, nicht an den Stamm – überdauerte verschiedenste Herrscher, Regierungsformen und Kriege.

Die Bittschriftenlinde vor der ehemaligen Stadtschloss – vor dessen Zerstörung im Jahr 1945. Quelle: MAZ/Archiv/ Sammlung Mihan

1949 wurde sie auf Geheiß der DDR-Behörden gefällt. Kurz nach der Wende, exakt zur 1000-Jahr-Feier der Stadt Potsdam 1993, wurde am alten Standort eine neue Linde gepflanzt, gestiftet von einer Baumschule. Die Linde war damals schon mehr als 25 Jahre alt. Nach nur 15 Jahren indes musste sie noch einmal umziehen, da sie große Gefahr lief, bei den Umbauten im Landtagsumfeld, am Havelufer, in der Humboldtstraße und der Langen Brücke beschädigt zu werden.

Temporärer Umzug der Bittschriftenlinde im März 2008. Quelle: Michael Hübner

Über 50 Jahre alt ist die neue Linde mittlerweile, obwohl sie noch immer recht dünnstämmig und mit nur mittlerer Krone gesegnet ist. Der Baum verbrachte gut sieben Jahre bei „Baum und Park Landschaftsbau“ in Nuthethal, bevor er am 30. November 2015 ins Landtagsumfeld in der Potsdamer Innenstadt zurückkehrte.

Verkehr in Potsdam

Die Mitarbeiter der Stadtwerke wollten bis heute Morgen den Wasserrohrbruch in der Zeppelinstraße behoben haben. Wir hoffen jedenfalls, dass die betroffenen Haushalte wieder Trinkwasser (im Haus) haben. Ob der Rad- und Gehweg wieder normal passierbar ist, war am frühen Morgen noch nicht vollends geklärt.

Wie wird das Wetter heute in Potsdam?

Schmuddelwetter-Alarm auch heute in Potsdam: Grau, nass und kalt. Bleiben Sie gesund!

Von MAZonline