Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Darüber spricht Potsdam am heutigen Donnerstag
Lokales Potsdam

Potsdam am Donnerstag: Das ist heute wichtig, 4. November 2021

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:33 04.11.2021
Das fertige Denkmal für die Demokratiebewegung wird heute eröffnet, Bolia bringt skandinavisches Desgin nach Potsdam und in der Uranie geht es um die Potsdamer Architekturgeschichte.
Das fertige Denkmal für die Demokratiebewegung wird heute eröffnet, Bolia bringt skandinavisches Desgin nach Potsdam und in der Uranie geht es um die Potsdamer Architekturgeschichte. Quelle: Julius Frick (2)/ Hajo von Cölln
Anzeige
Potsdam

Guten Morgen! Hier das Wichtigste vom Tage in Potsdam und einige Veranstaltungsempfehlungen der Redaktion. Kommen Sie gut durch den Tag – und nehmen Sie einen Regenschirm mit!

Wie ist die aktuelle Corona-Lage in Potsdam?

Wie gestern berichtet ist die Corona-Lage in Potsdam aktuell alles andere als beruhigend. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Potsdam lag am Mittwoch bei 133,4 – im Durchschnitt. Betrachtet man nur die die Sieben-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen in Potsdam, wird deutlich, wie angespannt die Corona-Lage in Potsdam derzeit ist: Nach Recherchen von Analyst Sebastian Mohr vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation liegt diese aktuell bei 294,1 und damit nur knapp unter der 300er-Marke. Mohrs Recherchen zufolge weist in Potsdam die Altersgruppe 60- bis 79-Jährigen derzeit den besten Inzidenz-Wert aus: 64,7.

Corona ist auch ein Thema beim SV Babelsberg 03. Nachdem sich mehrere Spieler mit dem Virus infiziert haben, wurde das für Freitagabend geplante Heimspiel gegen den SV Eilenburg vorsorglich abgesagt.

Immer aktuell am Morgen: Das MAZ-Corona-Update für Potsdam

Was wird heute in Potsdam wichtig?

Leuchtende Erinnerung: Heute ist es also soweit: Das Denkmal für die Potsdamer Demokratiebewegung ist fertig. Bereits im vergangenen Jahr wurden Stahlplatten mit einem Schriftzug in den Boden eingelassen, doch es fehlte der Clou: Ab heute wird das Denkmal auf dem Luisenplatz im Dunkeln leuchten. Möglich macht das ein Kunstharz, dass der Künstler in den Platten verarbeitet hat. Heute wird das Denkmal mit den vielen Fußabdrücken offiziell übergeben.

LESETIPP: Neue Männer braucht das Land“: Wie ein Protest-Plakat vom 4. November 1989 jetzt Geschichte schreibt

Ruhiges Plätzchen: Vor rund zwei Woche wurde die Eröffnung noch vom Winde verweht, heute soll es jedoch mit der Einweihung klappen – wenn die Eröffnung – siehe unten – nichts ins Wasser fällt: Die Bornimer Feldflur erhält einen neuen, überdachten Rastplatz für Wanderer und Radler: „Bellevue Augustenruh“ wird Spaziergängern künftig an der nördlichen Lindenallee kurz vor dem Abzweig zum Lerchensteig einen Platz zum Ausruhen bieten. Der Rastplatz geht auf die Initiative von Werner Stackebrandt zurück. Er beantragte Geld für den Ort im Rahmen des Bürgerbudgets für Potsdam. Die Jury folgte seinem Vorschlag. Für Werner Stackebrandt ist klar: Augustenruh ist an einem der schönsten Orte der Bornimer Feldflur entstanden. „Den Reiz dieses Ortes erkannte bereits Peter Joseph Lenné, als er den Landschaftsplan für diese einmalige Feldflur erarbeitete“, heißt es in der Einladung zur Eröffnung.

Gegen das Vergessen: Heute vor genau zehn Jahren flog das mörderische Neonazi-Trio NSU auf: Jahrelang ermordeten Uwe Mundlos, Uwe Bönhardt und Beate Zschäpe zahlreiche Menschen mit Migrationshintergrund – bis zum 4. November 2011. Nach dem Tod ihrer beiden Freunde, wurde Beate Zschäpe verhaftet und ihr der Prozess gemacht. Sie wurde zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt. Heute soll in Potsdam den Opfern der Rechtsterroristen gedacht werden. Zudem soll heute ab 16 Uhr mit einem aufgestellten Wohnwagen – Mundlos und Bönhardt starben in einem Wohnmobil – in Potsdam an die Taten und die „mangelhafte Aufklärung“ erinnert werden. Um 17 Uhr startet die Demonstration am Brandenburger Landtag am Alten Markt in Potsdam.

Keine Verhandlung: Weiterhin ausgesetzt bleibt der Mordprozess gegen die Pflegerin, die beschuldigt wird, im Frühjahr vier schwerst behinderte Menschen im Thusnelda-von-Saldern-Haus, einer Einrichtung des Oberlinhauses in Babelsberg, getötet und zwei weitere Personen schwer verletzt zu haben. Grund für die abgesagten Verhandlungstermine ist ein Corona-Verdacht bei einem der Prozess-Beteiligten. Bisher konnte nur der erste Prozesstag wie geplant stattfinden. Dabei hatte sich die Angeklagte erstmalig geäußert – jedoch nur zu ihrer Person, zu den Taten schwieg sie. Doch diese Aussage hatte es in sich.

Neue Designwelt: Bolia, der Spezialist für neues skandinavisches Design, zieht an die Brandenburger Straße. Damit bekommt Potsdam die erste Bolia-Filiale in Ostdeutschland überhaupt. Heute ist „grand opening“ auf dem Broadway in Potsdam angesagt, wie Bolia auf seiner Homepage schreibt. Der Bolia-Store öffnet heute Morgen um 10 Uhr. Auf dem Broadway wird es dann „das gesamte Bolia-Sortiment geben und auch ein Bolia-Design-Atelier mit einen Kaffeebereich“, so eine Sprecherin gegenüber der MAZ.

Was kann man heute in Potsdam unternehmen?

Potsdams Antlitz im Wandel: Wie sich Potsdams Antlitz wandelte Heute um 18 Uhr setzt die Urania Potsdam ihre Vorlesungsreihe „Potsdamer Architekturgeschichte“ fort. Dieses Mal spricht die Architekturhistorikerin Karin Flegel, Honorarprofessorin an der Fachhochschule Potsdam, über Kriegszerstörung, Wiederaufbau und Architektur in der DDR. Der Zweite Weltkrieg und eine Abrisswelle in den 50er- und 60er-Jahren einschließlich der ideologischen Abrissentscheidungen zu Stadtschloss und Garnisonkirche bestimmte das Antlitz von Potsdam auf Jahrzehnte. Wohnungsknappheit und Mangelwirtschaft hinterließen Spuren in Architektur und Städtebau. Die Bauten der DDR, ob für Wohnungen oder im öffentlichen Raum, werden in der Geschichte eine kleine, aber bemerkenswerte Rolle spielen. Weitre Informationen unter www.urania-potsdam.de.

Live-Webcam: So verändert sich Potsdams Mitte

Vernissage im Rathaus: Ab heute ist im Stadthaus in Potsdam die Ausstellung „„Erzähl-Galerie“ zu sehen. In fünf Monaten wurden elf Porträts, sogenannte „Friedensgesichter“ von Migranten, die in Potsdam und Umgebung leben, von der Künstlerin Katrin Seifert mit Ölfarben gemalt. Jedes Porträt ist mit einem selbst bemalten Rahmen geschmückt. Eine selbst geschriebene Geschichte der Gezeigten ergänzt die Porträts. Dabei geht es um Befindlichkeiten im Hier und Jetzt, durch das Leben in Brandenburg und im Frieden, kurz „Friedensgeschichten“. Für das Rathaus wurden spezielle Druckausgaben auf Ink-Papier hergestellt, ohne die Originalgröße der Ölportraits zu verkleinern. Die Ausstellung kann heute erstmal– corona-bedingt – live stattfinden.

Über das Frausein: Ist die Zweiteilung der Geschlechter noch gültig? Dieser Frage geht Marie-Luise Raters, Philosophie-Professorin an der Universität Potsdam auf Einladung der Volkshochschule Potsdam nach. Als Leitgedanke gilt der berühmte Satz von Simone de Beauvoir: „Man wird zur Frau nicht geboren, sondern gemacht“ aus ihrem Werk „Das andere Geschlecht“. Raters skizziert die Grundgedanken des Buches vor dem Hintergrund der Philosophie von Jean-Paul Sartre, der modernen feministischen Philosophie und der Biografie der französischen Philosophin. Der Online-Vortrag findet von 17.30 bis 19 Uhr statt und kostet 8 Euro (keine Ermäßigung). Die Zugangsdaten erhalten die Teilnehmenden nach der Anmeldung unter vhsinfo@rathaus.potsdam.de. Weitere Informationen unter https://vhs.potsdam.de.

Gegen den Hass: Die Volkshochschule Potsdam bietet heute ein kostenloses Seminar für „Argumentationstraining gegen Hass im Netz“ an. Das Online-Training „Hate Speech im Netz und digitale Zivilcourage“ richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren. Die Teilnehmenden lernen Strategien digitaler Zivilcourage kennen. Unter anderem wird in einem Online-Rollenspiel trainiert, wie man Hasskommentaren effektiv entgegen treten kann. Beginn ist um 18 Uhr. Weitere Informationen unter https://vhs.potsdam.de.

„Potsdam ganz nah“ erleben – zweimal wöchentlich

Alle News für die Landeshauptstadt schon morgens in Ihrem E-Mail-Postfach – jeden Dienstag und Freitag. Jetzt anmelden!

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Im Gespräch: In der Reihe „Marion Brasch im Gespräch mit ...“ lädt die bekannte Radio-Moderatorin bekannte Gesichter aus Kunst, Kultur und Gesellschaft ein. Heute ist Jutta Wachowiak zu Gast in der Reithalle. Die 80-Jährige gehört zu den großen deutschen Schauspielerinnen der Gegenwart. Bekannt geworden ist sie durch zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen, ihre Anfänge liegen aber auch in Potsdam: Von 1963 bis 1968 war sie am Hans Otto Theater in Potsdam engagiert. Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.hansottotheater.de.

Satireshow im Waschhaus: Der preisgekörnte Satiriker Jean-Philippe Kindler ist heute Abend im Waschhaus zu Gast. In der Begründung beim letztjährigen Prix Pantheon hieß es: „Der Satiriker Kindler schafft es, sein Publikum mit seinen eigenen Gedanken zu berühren, ohne Klischees zu bemühen. [...] Kindler ist ein Kämpfer für die Gerechtigkeit, der die Worte und die Sprache liebt. Und die lieben ihn zurück“. Wir Liebesbekundungen wäre heute Zeit: Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Weitere Informationen unter www.waschhaus.de.

Damals war’s

Es ist zwar erst Anfang November, aber die Tannenbaum-Saison ist nicht mehr weit. Im Werderaner Tannenhof beispielsweise konnte man noch bis letzte Woche Tannenbäume werfen, am Montag fing dort der Tannengrünverkauf an und in wenigen Tagen wird die Weihnachtsbaum-Saison eröffnet, kündigt das Unternehmen auf seiner Homepage an. Bald stellt sich in vielen Familien also die Frage: Welcher Baum soll es werden? Wie groß muss oder darf die Tanne sein – und natürlich wie teuer? Vor genau 82 Jahren wurde das ganz einfach festgelegt. Am 4. November 1939 bestimmte der Oberpräsident der Provinz Brandenburg die Preise für Weihnachtsbäume: Eine Fichte über 70 cm bis zu 1,30 m kostete damals 1,00 Reichsmark, 1 Fichte 3-4 m 2,80 Reichsmark, eine Fichtenspitze 3-4 m 4,60 Reichsmark und eine Douglasie 1-2 m 4,75 Reichsmark. In Euro umgerechnet, anhand der offiziellen und aktuellen Umrechnungstabelle der Bundesbank, wären demnach für eine kleine Fichte 4,30 Euro fällig geworden, für eine bis zu 2 Meter hohe Douglasie wären es 20,43 Euro gewesen. Im Jahr 2021 liegen die Preise jedoch höher. Die heutige Preisliste des Werderaner Tannenhofs besagt, dass ein Nadelbaum bis 1,30 Meter zwischen 23,40 Euro und 31 Euro kostet. Bei Bäumen über 3 Meter fängt der Preis bei 85 Euro an und hört bei 280 Euro (3,8 Meter) auf.

Verkehr in Potsdam

Könnte heute alles recht reibungslos laufen auf Potsdams Straßen. Zumindest sind uns keine (neuen) Staufallen bekannt.

Wie wird das Wetter heute in Potsdam?

Es wird heute sehr wahrscheinlich etwas feuchter in Potsdam als gestern. Viel feuchter! Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits am gestrigen Abend für Potsdam eine „amtliche Warnung vor Dauerregen“ veröffentlicht. Zudem bleibt es den ganzen Tag über recht frisch: Zweistellig wird das Thermometer vermutlich nur, wenn es günstig hängt.

Von MAZonline