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Potsdam am Mittwoch: Das ist heute wichtig. News und Termine für den 13. 10. 2021

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05:33 13.10.2021
Was tun gegen Verschwörungserzählungen? Wer setzt sie in die Welt – und warum? Antworten gibt es heute. Zudem spielen Drachen im Theater eine Hauptrolle und Comedian Martin Sierp präsentiert (s)ein zukunftsweisendes Programm.
Was tun gegen Verschwörungserzählungen? Wer setzt sie in die Welt – und warum? Antworten gibt es heute. Zudem spielen Drachen im Theater eine Hauptrolle und Comedian Martin Sierp präsentiert (s)ein zukunftsweisendes Programm. Quelle: Foto: Friso Gentsch/dpa/ promo/ Sukmu Yun
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Potsdam

Guten Morgen! Soll er ruhig kommen, dieser Mittwoch. Bergfest – und in Potsdam ist trotz oder gerade wegen der Herbstferien einiges los. Das geht auch voll in Ordnung, denn genau heute tritt in Brandenburg die überarbeitete Fassung der aktuellen Corona-Umgangsverordnung in Kraft. Die Aktualisierung beinhaltet Anpassungen und Erleichterungen, die „aus infektiologischer Sicht angesichts der aktuellen Lage vertretbar“ sind, so Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Demnach besteht beispielsweise auch auf dem Oktoberfest im Lustgarten oder auf dem Genussmarkt am Luisenplatz weiterhin keine Testpflicht – obwohl die Corona-Zahlen in Potsdam nicht die allerbesten sind.

Die aktuelle Corona-Lage in Potsdam

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Potsdam lag gestern bei 62. Der niedrigste Wert im Oktober; Tendenz zurzeit fallend. Dagegen gestiegen ist leider die Zahl der Menschen, die in Potsdam aufgrund ihrer Corona-Infektion in einem Krankenhaus behandelt werden müssen: elf Personen werden aktuell stationär behandelt, fünf davon auf der Intensivstation.

News und Termine

Folgender Hinweis sei daher allen (bisher) Ungeimpften ans Herz gelegt: Die Stadtverwaltung Potsdam bietet heute zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz von 13 Uhr bis 18 Uhr im Freiland kostenlose Corona-Impfungen an. Die Impfungen sind ohne Terminbuchung und spontan möglich. Versichertenkarte, Ausweis und Impfausweis sollten mitgebracht werden, aber der Impfstoff werde auch anonym verabreicht, heißt es auf der Freiland-Homepage. Kinder unter 16 Jahren müssen eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten vorlegen, bei Kindern zwischen 12 und 14 Jahren muss eine erziehungsberechtigte Person anwesend sein und die Erziehungsberechtigten der Impfung schriftlich zustimmen. Weitere Informationen unter www.potsdam.de/impfen sowie www.freiland-potsdam.de.

Was kann man heute in Potsdam unternehmen?

Verschwörungserzählungen erkennen: In der Landeszentrale für politische Bildung wird heute Abend ab 18 Uhr bei einer Online-Diskussion der Frage nachgegangen, worum es in Verschwörungserzählungen geht, wie man sie erkennt und was was gegen sie hilft. Autorin und Netzaktivistin Katharina Nocun wird beleuchten, was genau Verschwörungserzählungen sind, wer sie verbreitet und mit welchem Ziel. Die Veranstaltung findet online statt. Für die Teilnahme eine E-Mail mit dem Stichwort „Webtalk Verschwörungserzählungen“ an info@blzpb.brandenburg.de schicken. Den Zugangslink wird vor Beginn der Veranstaltung zugesandt. Weitere Informationen unter www.politische-bildung-brandenburg.de.

Chronist des Holocausts: Kurz vor der Befreiung von Auschwitz gelang einem Mann aus dem Konzentrationslager bei einem der Todesmärsche die Flucht — Joseph Wulf, der nach dem Krieg einer der bedeutendsten Dokumentaristen der NS-Gewaltherrschaft wurde. Mitte der 50er Jahre kämpfte der 1912 in Chemnitz als Sohn polnischer Juden geborene Wulf, der während des Krieges Mitglied einer polnischen Widerstandsgruppe im Krakauer Getto war, für ein „Internationales Dokumentationszentrum zur Erforschung des Nationalsozialismus” im „Haus der Wannseekonferenz”. Ein Vorhaben, das zu Wulfs Lebzeiten – 1974, nach dem Tod seiner Frau, nimmt sich Joseph Wulf das Leben – von den Regierenden blockiert wird. 1962 hatte er Kontakt zu Ernst Jünger aufgenommen, mit dem er bis zu seinem Tod korrespondierte. Im Briefwechsel legten beide ihre Auffassungen zur NS-Zeit, zum Holocaust und deren Aufarbeitung dar. Im Potsdam-Museum wird heute aus dem Briefwechsel zwischen Wulf und Jünger gelesen. Die Einführung übernehmen die Herausgeber der Korrespondenz, Anja Keith und Prof. Dr. Detlev Schöttker, vorlesen wird René Schwittay, Schauspieler am Hans-Otto-Theater. Weitere Informationen unter www.potsdam-museum.de.

Highlight der Tanztage: Im Hans-Otto-Theater wird heute Abend ab 19.30 Uhr im Rahmen der Potsdamer Tanztage die Produktion „Dragons“ aufgeführt. Deutschlandpremiere! Die Zuschauer erwartet eine Mischung aus Live-Performance und holografischer Projektion der nächsten Generation asiatischer Tänzer. „Ein spannender Blick auf zeitgenössischen Tanz in der Reflexion asiatischer traditioneller Elemente“, verriet uns Sven Till, künstlerischer Leiter und Mitbegründer der Fabrik in der Potsdamer Schiffbauergasse, im Vorfeld. Weitere Informationen unter www.fabrikpotsdam.de.

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Hellsehen im Dunkeln: Martin Sierp hat den Fürsten der Finsternis, Ostradamus den Seher aus dem Osten, Lothar den Lottokönig, den tuckigen Showmaster Pascal-Hermann Henne-Gutfried, Udo Lindenberg und Pinocchio eingeladen. Leider können all diese Herren heute nicht persönlich ins Kabarett Obelisk kommen. Auf sie verzichten müssen wir jedoch nicht, denn Sierp spielt einfach alle Charaktere selbst. Vor allem hat er sich intensiv mit der Zukunft beschäftigt. Nach eigenen Angaben weiß er jetzt schon ganz genau, was die Zukunft eventuell bringen wird. Wir sind gespannt. Beginn um 19:30. Weitere Informationen unter www.kabarett-potsdam.de.

Hommage an Hoimar von Ditfurth: Die Ökofilmtour und die Deutsche Umwelthilfe widmen diesen Abend dem Journalisten, Arzt und Naturwissenschaftler Hoimar von Ditfurth. Die Hommage mit Filmen und Gespräch findet heute um 19 Uhr im Filmmuseum Potsdam statt. Vor 100 Jahren, am 15. Oktober 1921, wurde Ditfurth in Berlin geboren. In Potsdam legte er 1939 am Viktoria-Gymnasium, heute Helmholtz-Gymnasium, das Abitur ab. Von Ditfurth brachte Fragen und Probleme der Umwelt ins deutsche Fernsehen ein. Am 1. November 1989 starb er in Freiburg im Breisgau.

Damals war’s

Am 13. Oktober 1678 stirbt der Potsdamer Amtsschreiber Christoph Schmaill (geboren am 10. April 1613). Sein Grabstein ist der älteste erhaltene auf dem Bornstedter Friedhof. An der Ostwand der Bornstedter Kirche hängt er rechts, leicht verdeckt durch eine kleine Treppe, eine Sandsteinplatte. Der Grabstein ist sehr stark verwittert, so dass man die Grabinschrift kaum noch entziffern kann.

Stark verwittert: Der Grabstein von Quelle: Bernd Gartenschläger

Auf der Grabplatte wird der Mann als Öffentlicher Kaiserlicher Gerichtsschreiber, Fürstlich Brandenburgischer Amtsschreiber, Zoll- und Zinsverwalter in Potsdam bezeichnet. Geboren ist er 1613 in Baruth, Sachsen. 1640 wird er vom Kurfürst Friedrich Wilhelm zum Lehenskanzlisten bestellt. 1648 heiratet er. Der Name seiner Frau, Reyer, erklärt das „redende” Wappen eines Vogels auf dem Grabstein. 1652 kommt Schmaill nach Potsdam, wo er die einflussreichen Amtsgeschäfte übernimmt. „Ob der Leichenstein schon immer in Bornstedt gelegen hat, ist nicht genau festzustellen”, berichtete Historikerin Lehmann vor ein paar Jahren der MAZ. In dem Predigttext sei nur die Rede von einem neu gebauten Grabgewölbe. Sie vermutet aber, dass dieses Gewölbe sich auf dem Friedhof der Stadtkirche (heutige Nikolaikirche) befand. „Erst als König Friedrich Wilhelm I. 1720 den Stadtfriedhof für den Kirchenneubau auflöste, wird der Grabstein nach Bornstedt gelangt sein”, so Lehmann. Hier wurde er ein zweites Mal umgebettet, als 1882 der Rundbogen an der Ostseite der Kirche angebaut wurde. Das Grab musste abermals einem Neubau weichen, bekam dafür aber die sonst unübliche Stelle an der Kirchwand.

Verkehr in Potsdam

Wie berichtet, ist die Zahl der Baustellen in Potsdam seit Montag wieder angestiegen. Vor allem am Leipziger Dreieck ist (wieder mal) erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Eine Baustelle, die es bereits etwas länger gibt und noch einige Tage Bestand hat, taucht dagegen in der aktuellen und offiziellen Verkehrsprognose der Stadt Potsdam nicht auf, obwohl sie durchaus erhebliche Einschränkungen mit sich bringt: Die Straße Auf dem Kiewitt ist in Höhe der Eisenbahn-Brücke voll gesperrt.

Vollsperrung in der Straße Auf dem Kiewitt. Quelle: Hajo von Cölln

Für Autofahrer gibt es kein Durchkommen. Erst zum Ende der Herbstferien soll die Sperrung aufgehoben werden.

Wie wird das Wetter heute in Potsdam?

Die Wetteraussichten für diese Woche waren am Wochenende sehr, sehr trüb. Nasskaltes Herbstwetter war vorhergesagt. Kühl war es, ja, aber nass nur wenige Augenblicke am Montagabend und Dienstagmorgen. Und heute? In Potsdam wird voraussichtlich überwiegend trocken bleiben – leider auch kühl. Das Thermometer springt nur ganz knapp in den zweistelligen Bereich. Damit hat bleibt aber ein Jahrzehnte alter Rekord bestehen: Am 13. Oktober 1975 wurden nämlich 6,2 Grad Celsius in Potsdam gemessen und damit bleibt er der kälteste 13. Oktober in Potsdam seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahre 1893.

Von MAZonline

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