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Potsdam Darüber spricht Potsdam am heutigen Mittwoch
Lokales Potsdam

Potsdam am Mittwoch: Das ist heute wichtig. News und Termine für den 30. Juni 2021.

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05:18 30.06.2021
In Babelsberg Nord bleibt die Dusche kalt, die Bibliothek öffnet wieder an fünf Tagen und der Polizeipräsident berichtet über die aktuelle Kriminalitätslage und die Entwicklung der Verkehrsunfälle.
In Babelsberg Nord bleibt die Dusche kalt, die Bibliothek öffnet wieder an fünf Tagen und der Polizeipräsident berichtet über die aktuelle Kriminalitätslage und die Entwicklung der Verkehrsunfälle. Quelle: Patrick Seeger
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Potsdam

Guten Morgen! Wissen Sie, was heute vor genau 270 Tagen war? Der 3. Oktober 2020. Klingt jetzt nicht ganz so spektakulär, aber an jenem 3. Oktober 2020 war es das letzte Mal der Fall, dass niemand aufgrund einer Coronavirus-Infektion in einem Potsdamer Krankenhaus behandelt wird. Und erst jetzt, 270 Tage später, sind wir in der selben Situation: Derzeit gibt es keinen Corona-Patienten in einem der Potsdamer Krankenhäuser, teilte die Stadtverwaltung gestern mit. Null!

Die aktuelle Corona-Lage in Potsdam

Das ist also eine erfreuliche Nachricht und die guten Nachrichten reißen nicht ab. Die Corona-Lage in Potsdam ist an sich nämlich weiter stabil. Zwar wurde ein neuer Corona-Fall zum Anfang der Woche in Potsdam registriert, die Gesamtzahl stieg somit auf 7103, aber dieser minimale Anstieg hatte nur minimale Auswirkungen auf die Sieben-Tage-Inzidenz in Potsdam. Der Inzidenz-Wert ist um 0,6 auf 1,7 gestiegen.

News und Termine

Wohnen und gastronomisches Angebot im Park: Bekanntlich wird derzeit die Meierei am Kuhtor im Park Sanssouci umfassend saniert. Ziel ist es, in dem Gebäude eine Wohnnutzung zu ermöglichen – und eine Sommer-Gastronomie. Details zum Bauvorhaben werden heute vorgestellt. Wie teuer das ist und was genau dort gemacht wird, erfahren wir heute Vormittag. nterDie Baumaßnahmen umfassen die Fassaden und Dächer, alle Innenräume sowie die technische Gebäudeausrüstung. Ermöglicht werden die Instandsetzungsarbeiten durch das Sonderinvestitionsprogramm 2 für die preußischen Schlösser und Gärten (SIP 2, Masterplan), das der Bund (Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien) sowie die Länder Brandenburg (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur) und Berlin (Senatsverwaltung für Kultur und Europa) für die Jahre 2016 bis 2030 für die Rettung bedeutender Denkmäler der Berliner und Potsdamer Schlösserlandschaft aufgelegt haben. Wir möchten Ihnen das Sanierungsvorhaben am Mittwoch, dem 30. Juni 2021, 11:00 Uhr, vor Ort vorstellen.

Von drei auf fünf: Die Stadt- und Landesbibliothek sowie die Zweigbibliotheken stehen vor dem nächsten Öffnungsschritt. Ab heute ist die Hauptbibliothek nicht nur an drei, sondern an fünf Tagen in der Woche für Besucher geöffnet. Die Zweigbibliothek am Stern ist an drei Tagen und die Zweigbibliothek in der Waldstadt ist nun an zwei Tagen für ihre Nutzerinnen und Nutzer da. Ab August sind weitere Öffnungsschritte geplant. Alle Informationen unter www.bibliothek.potsdam.de.

Verbrechen und Unfälle: Nachdem im vergangenen Jahr das traditionelle Pressefrühstück des Polizeipräsidenten aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen musste, hat Brandenburgs Polizeipräsident Oliver Stepien heute zum Austausch nach Potsdam geladen. Wir erwarten Auskunft zur aktuellen Kriminalitätslage und zum Verkehrsunfallgeschehen – auch in Potsdam.

Nichts für Warmduscher: Die Energie und Wasser Potsdam (EWP) arbeitet zurzeit an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet an der weiteren Stabilisierung und Erweiterung der Fernwärmeversorgung. Dafür muss punktuell die Fernwärmeversorgung unterbrochen werden, was zur Folge hat, dass, was bei den derzeitigen Temperaturen sicher verschmerzbar ist, die Heizung nicht funktioniert und, das ist jedoch nichts jedermanns Sache, die Dusche kalt bleibt. Heute trifft es von 5:30 Uhr bis 15:00 Uhr Teile von Babelsberg Nord. In folgenden Straßen kann die morgendliche Dusche wirklich sehr erfrischend werden: Flotowstraße, Gluckstraße, Großbeerenstraße, Hubertusdamm, In der Aue, Jagdhausstraße , Patrizierweg , Steinstraße und Wildeberstraße. Alle anderen sollten sich jedoch nicht zu freuen, in den kommenden Tagen sind weitee Stadtteile betroffen – und durchaus noch länger als heute.

Lese-Tipp aus der MAZ-Serie „Potsdam ganz nah“: Die Verwandlung der Potsdamer Innenstadt in Zahlen – eine Analyse. Alle Texte der Serie gibt es unter https://potsdam.maz-online.de. Und wer möchte bzw. sich etwas in der Potsdamer Innenstadt auskennt, kann hier sogar einen von drei Amazon-Gutscheinen gewinnen.

Sommerferien voraus! Was könnte es Schöneres geben, als eine Bootstour rund um Potsdam? Die MAZ ist auf Entdeckertour. Mit Motor, mit Segel, mit dem Paddel. Mit Kajüte und ohne. Historisch und modern. Marke Eigenbau und aus der Werft. Aus Holz, aus Plastik, aus Metall. Gefaltet und aufgeblasen. Gekauft, geerbt, geliehen. – Die Havel rund um Potsdam ist das Revier unzähliger Boote. Für unsere Sommerserie „MAZ an Bord“ suchen wir Menschen, die gern auf dem Wasser sind: in der Freizeit oder auch zum Arbeiten. Wer nimmt uns mit? Wer verrät die schönsten Routen und lauschigsten Liegeplätze? Sie machen lange Touren mit ihrem Boot oder fahren nur mal zum Angeln raus? Sie laden zu Partys an Bord ein – oder genießen Sie lieber die Ruhe? Sie schippern familienfreundlich? Oder sind Sie Abenteurer? Sie sind auf dem Boot groß geworden oder Anfänger? Sie sind sportlich unterwegs oder gemütlich? Dann laden Sie uns gern ein! Die MAZ stellt Potsdamer und ihre Boote vor. Sie wollen dabei sein – oder kennen jemanden, der unbedingt dabei sein sollte? Dann melden Sie sich gern! Sie erreichen uns unter 0331/28 40 280 und per E-Mail an potsdam-stadt@maz-online.de – Stichwort „MAZ an Bord“.

Apropos Wasser: Den Aufruf der Stadt zur Unterstützung bei der Wässerung von Straßenbäumen und Bäumen auf öffentlichen Grünflächen wollen wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen.Die anhaltende Trockenheit macht sich in Potsdam bemerkbar, die Bäume leiden darunter. Also Wasser marsch!

Was kann man heute in Potsdam unternehmen?

Geheimnisse des Universums: Wie in den vergangenen Tagen hat das Urania-Planetarium auch heute wieder ein umfangreiches Programm: Bereits um 11 Uhr können alle Kinder ab 5 Jahren dabei helfen, die Sternenfee Mira aus der Höhle des bösen Zauberers Urax zu befreien. An ihrer Seite sind die Geschwister Lilly und Tom, die auf einer Zauberwolke durchs Universum fliegen. Alles fängt mit einer geheimnisvollen Sternschnuppe an. Um 14 Uhr geht es um die Kinder Mark, Nina und Tim. Die drei beobachten den Sternenhimmel und suchen nach Sternbildern als das Raumschiff Observer die Kinder zu sich an Bord beamt und mit ihnen eine spannende Reise durch das Sonnensystem unternimmt. Der 360°-Grad-Film ist ebenfalls für Kinder ab 5 Jahren empfohlen. Etwas älter sollten die Zuschauer bei der live moderierten Reise zu den Planeten unseres Sonnensystems sein. Der Trip wird für Kinder ab 12 Jahren empfohlen und geht von der glutheißen Venus bis in das eisige Reich des Neptun. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, welche Himmelskörper vielleicht bewohnbar sind.

Heckentheater am Neuen Palais: Auf dem Spielplan der Theatergruppe Poetenpack steht heute das Stück „Ab in die Sommerfrische“, eine Komödie von Carlo Goldoni. Das Potsdamer Ensemble holt diese boshafte Satire aus dem 18. Jahrhundert über die Dekadenz der feinen Gesellschaft, die sich alljährlich aufs Land in den Urlaub verzieht, in die Gegenwart der exotische Luxusreisen. Ein herzhafter Spaß ist zu erwarten. Premiere ist am 30. Juni. Gespielt wird bis Ende Juli. Weitere Infos unter theater-poetenpack.de.

Open-air-Konzert: Sie haben gestern Fußball geguckt und es daher nicht zum Konzert von Jeremias ins Waschhaus geschafft? Haben Sie ein Glück: Heute findet das zweite Konzert der Band statt. Die Newcomer präsentieren ihren „Disko-Funk“ ab 19 Uhr. Alle weiteren Informationen über etwaige Corona-Regeln und zum Ticketkauf unter www.waschhaus.de.

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Damals war’s: Riesenschritt ins Barberini

Ein Jahrhundert, zwei Diktaturen — vereint in einer fünf Meter hohen Plastik. Software-Milliardär Hasso Plattner hatte den von Wolfgang Mattheuer (1927-2004) geschaffenen „Jahrhundertschritt” für seine Kunstsammlung erworben. Im September 2012 wurde die berühmte Plastik im Hof des Kutschstall-Geländes vor Hunderten Schaulustigen enthüllt — auf einem Areal, das Plattner gehört. Der Leipziger Galerist Karl Schwind, der ein enger Freund Mattheuers war, bezeichnete den Künstler als „Moralisten, der Denkanstöße gegeben hat”. Die kritische Haltung Mattheuers gegenüber der DDR habe ihn in der Bevölkerung populär gemacht. Als der „Jahrhundertschritt” 1985 bei der elften Kunstausstellung des Bezirks Leipzig präsentiert wurde, war ein Kulturfunktionär sicher: „Da hat er uns einen ordentlichen Sprengsatz untergeschoben” — zeigt doch der rechte Arm der Skulptur den Hitlergruß, die linke Hand ist zur proletarischen Faust geballt. Die Plastik, von der mehrere Abgüsse existieren, erinnert somit an beide Diktaturen des 20. Jahrhunderts, soll zu Diskussionen anregen.

Hasso Plattner neben der zuvor enthüllten Skulptur "Der Jahrhundertschritt" von Wolfgang Mattheuer aus dem Jahr 1984. Das Kunstwerk wurde von Plattner für seine geplante Kunstgalerie, aus der dann das Barberini wurde, erworben und zunächst im Kutschstall-Innenhof aufgestellt. Quelle: Christel Köster

Als Plattner schließlich das Museum Barberini bauen ließ, war auch die Zeit des „Jahrhundertschritts“ am Kutschstall abgelaufen. Die Skulptur bekam noch eine Verjüngungskur in der Berliner Kunstgießerei Krepp und dann am 1. Juli 2016 war es soweit. Die Bronzestatue „Der Jahrhundertschritt“ schwebte exakt um 11.30 Uhr über den Alten Mark über das Baberini hinab in den Innenhof des Museums. Nach einer Viertelstunde war es auch schon vorbei und der 700-Kilo-Koloss hatte seinen endgültigen Platz gefunden – mit Blickrichtung zur Havel.

Anekdote am Rande: Im Mai 2017 hatte ein Berliner die Skulptur mit roter Farbe beschädigt. Der 74-Jährige hatte an der Plastik ein etwa 20 Meter langes rotes Kreppband – was nichts zu tun hat mit der oben genannten Gießerei – befestigt. Weil es regnete, färbte das Rot den Sockel der Skulptur und die Marmorplatten im Umfeld. Als die Polizei den Mann stellte, gab er gegenüber den beamten an, dass er eine „Kunstaktion“ vorhatte. Die Färbung habe er jedoch nicht gewollt, der Regen sei dazwischengekommen. Nach der „Tat“ hatte er Museumsmitarbeitern dann geholfen, Farbspuren zu entfernen. Auf eine Anzeige verzichtete das Museum.

Verkehr in Potsdam

Wer alle Sommerbaustellen (z.B. die Vorarbeiten zur Vollsperrung der Behlertstraße) und die großen Dauer-Baustellen in Potsdam auf dem Schirm hat, der kommt heute gut durch Potsdam. Neue Stau-Fallen sind uns nicht bekannt.

Links abbiegen verboten: Von der Gutenbergstraße kommt man nicht mehr direkt zur Glienicker Brücke. Quelle: Julius Frick

Das Wetter heute in Potsdam

Sehen wir es positiv: Es wird nicht ganz so heiß und drückend, die Temperaturen werden heute die 30-Grad-Marke voraussichtlich nicht erreichen, sondern deutlich drunter bleiben. Dass heute auch sehr, sehr wahrscheinlich Regen fällt, verbuchen wir auch auf der Positiv-Seite. Von daher: Wird ein prima Tag. Bleiben Sie gesund.

Von MAZonline