Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Darüber spricht Potsdam am heutigen Montag
Lokales Potsdam

Potsdam am Montag: Das ist heute wichtig, 29. November 2021

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:34 29.11.2021
Montag, 29. November in Potsdam.
Montag, 29. November in Potsdam. Quelle: MAZ
Anzeige
Potsdam

Guten Morgen an diesem letzten Montag im November! Heute ist der 29. November – der 333. Tag im Jahr.

Die aktuelle Corona-Lage in Potsdam

944 Infektionen zwischen Montag und Sonntag letzter Woche wurden in Potsdam gezählt, so viele, wie noch nie. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 493,7. Im Bergmann-Klinikum ist es erneut zu einem Ausbruch gekommen, Klinikchef Hans-Ulrich Schmidt fürchtet aber vor allem die Explosion der Infektionszahlen. Seine Prognose ist düster.

News und Termine

Spontane Impfung gefällig? Heute gibt es Erst-, Zweit- und Drittimpfungen im Treffpunkt Freizeit zwischen 11 und 17 Uhr.

Bundesverdienstkreuz gefällig? Stellen Sie sich hinten an, heute ist erst einmal Professor Hans-Wolfgang Hubberten dran, der ehemaligen Leiter der Potsdamer Forschungsstelle des Alfred-Wegener-Instituts. Er erhält um 15 Uhr in der Wissenschaftsetage des Bildungsforums das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für seine langjährigen Verdienste um den Ausbau der deutsch-russischen wissenschaftlichen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der klimarelevanten Erforschung des Permafrostes.

Was kann man heute in Potsdam unternehmen?

Auf Walisch: „Der Gesang des Wals“, ein audiovisuelles und interaktives Konzert zum Abtauchen, empfohlen für Kinder bis 3 Jahren. Nikolaisaal Potsdam, los geht’s um 10.30 Uhr.

Aufhübschen: Von nützlich über dekorativ bis lecker: Bei gemütlicher Atmosphäre kommen Familien zusammen und lassen ihren künstlerischen Ideen freien Lau bei „Kreativ sein – Kunst machen“ im Staudenhof. Start ist 16 Uhr.

Die Auflösung des Bilderrätsels

Haben Sie das neue Potsdam-Bilderrätsel gesehen? Jetzt kommt Ihre letzte Chance, es selbst zu enträtseln, denn unter dem Foto folgt die Auflösung:

Das Potsdam-Bilderrätsel der MAZ. Wo ist das in Potsdam? Folge 34 Quelle: Peter Degener

Golden glänzt das Wort „Liebe“ auf dem dunklen Stein. Wie die zwei Tafeln mit den christlichen Geboten flankieren hier Sandsteinblöcke mit Bibelzitaten das Eingangsportal der Heilandskirche von Sacrow. Seit 1844 steht diese im Schilf am Ufer der Havel. Nach Skizzen König Friedrich Wilhelms IV. schuf Hofarchitekt Ludwig Persius den Entwurf der Kirche.

Die Heilandskirche in Sacrow. Zu beiden Seiten des Eingangs gibt es steinerne Wände mit Bibelzitaten. Quelle: Varvara Smirnova

Die Vergoldung der „Liebe“ ist höchstwahrscheinlich ein nachträgliches Detail – doch angesichts der Beliebtheit gerade dieser Kirche für Hochzeiten ein besonders passendes. Die Kirche, die wie ein Schiff das Ufer schmückt und in ihrem Siegel als ihren Standort „in portu sacro“ – im heiligen Hafen – nennt, führt auch in den Hafen der Ehe.

Die Heilandskirche befand sich während der Deutschen Teilung mitten im Niemandsland zwischen Ost und West. Der Todesstreifen verlief direkt an ihr entlang. Quelle: MAZ/Paul Glaser

Nicht immer konnten die Menschen von hier in ein neues Leben aufbrechen. Zwischen 1961 und 1989 befand sich die Heilandskirche inmitten des Niemandslands zwischen Ost und West. Der Todesstreifen der Berliner Mauer führte durch den Sacrower Park direkt an ihr vorbei. Mancher Grenzsoldat, der dort seinen Dienst tat, verewigte sich neben den Sandsteinen in den Backsteinmauern der Kirche mit Name, Einheit und Datum verewigten. Sie waren allerdings weder die ersten, noch die letzten, die hier ein Zeichen setzten. Vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichen einige Jahreszahlen auf der Fassade. „Die Liebe höret nimmer auf“, heißt es in ihrem Hohelied. (Rätsel: Peter Degener)

Damals war’s

Am 29.November 2007 begann mit dem symbolischen ersten Spatenstich der Bau des Porta-Möbelhauses und des Boss-Möbeldiscounts an der Straße Zum Kirchsteigfeld. Diesen Stadtteil haben wir uns im letzten Teil unserer großen Serie „Potsdam ganz nah“ genauer angesehen.

Bis Anfang der 1970er-Jahre prägten Äcker, Felder und kleine Siedlungen den Südosten Potsdams. Dann entstanden dort drei der größten Wohnviertel – Stern. Drewitz und eben das Kirchsteigfeld – der heutigen Landeshauptstadt mit reichlich Konfliktpotenzial.

Wie sahen das Kirchsteigfeld und die Plattenbausiedlungen Stern und Drewitz in den 1990er-Jahren aus? Wie haben sich die Potsdamer Stadtteile verändert? Wir zeigen es mit Vorher-Nachher-Fotos.

Übrigens: Mit dem Stern-Center liegt Potsdams größte Shopping-Mall ebenfalls im Süden der Stadt. Die Ansiedlung des Einzelhandelsgiganten war von Ängsten begleitet und hat eine Vorgeschichte voller Streitereien. Heute profitiert die ganze Stadt davon.

Verkehr in Potsdam

Die aktuellen Bau- und Staustellen für diese Woche bringen zwar keine neuen Sperrungen, aber an den üblichen Einschränkungen auf den Hauptmagistralen ändert sich zugleich auch nichts. Die gesamte Verkehrslage fassen wir hier zusammen.

Die Friedrich-Engels-Straße bleibt auf Höhe des Hauptbahnhofs weiter in Richtung Babelsberg gesperrt. Mindestens bis zum Jahresende dauern die Arbeiten an der neuen Tram-Wendeschleife noch an, wie das Rathaus auf Anfrage der MAZ erklärte.

Außerdem gibt es von heute an bis voraussichtlich 11. Dezember die Buslinie 603 in der Straße Am Neuen Garten umgeleitet werden: Die Linie 603 verkehrt in Richtung Höhenstraße ab der Haltestelle Am Neuen Garten/Gr. Weinmeisterstr. über Am Neuen Garten, Glumestraße, Große Weinmeisterstraße, Höhenstraße. Die Rückfahrt in Richtung Platz der Einheit beginnt am Wendedreieck Höhenstraße/Am Pfingstberg an der Ersatzhaltestelle Höhenstr. und von dort weiter über die Große Weinmeisterstraße. Ab der Haltestelle Langhansstr./Gr. Weinmeisterstr. verkehrt diese Linie wieder planmäßig.

Wie wird das Wetter heute in Potsdam?

Kalt ist es! Temperaturen von um 1 Grad Celsius, bedeckter Himmel, es bleibt trocken. Nachts sinken die Werte auf bis zu -3 Grad.

Von MAZonline