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Potsdam Darüber spricht Potsdam am heutigen Montag
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Potsdam am Montag: Das ist heute wichtig. News & Termine für den 31. Mai 2021

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16:05 31.05.2021
Heute beginnt der Präsenzunterricht in den Grundschulen wieder, eine Baustelle wird vermutlich für Stau sorgen und die Verkehrswacht sucht ehrenamtliche Helfer.
Heute beginnt der Präsenzunterricht in den Grundschulen wieder, eine Baustelle wird vermutlich für Stau sorgen und die Verkehrswacht sucht ehrenamtliche Helfer. Quelle: dpa
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Potsdam

An den Grundschulen wird es voll. Am heutigen Montag beginnt in Potsdam wieder der Normalbetrieb der Grundschulen. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche liegt in Potsdam seit dem 23. Mai stabil unter 50.

Am morgigen Dienstag sollen dann auch die Kitas wieder in den uneingeschränkten Regelbetrieb gehen. Eine Woche später, ab dem 7. Juni, ist der Normalbetrieb in den weiterführenden Schulen geplant. Auch der Hortbetrieb werde wieder möglich. Dann ist kein Anspruch auf Notbetreuung mehr möglich, um Kinder in den Hort zu bringen.

Wie vor Ausbruch der Corona-Seuche wird die Situation für die Kinder und Jugendlichen aber nicht sein. Denn es handelt sich um einen Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Das heißt, die Maskenpflicht drinnen und draußen bleibt bestehen, auch die Testpflicht. Ohne Nachweis gibt es Distanzunterricht. Wandertage und Exkursionen sind erlaubt, mehrtägige Klassenfahrten dagegen untersagt. Ziel ist es, den permanenten Präsenzbetrieb bis zu den Sommerferien durchzuhalten. Erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 würde sich das durch die bundesweite sogenannte Corona-Notbremse wieder ändern.

Die Lockerungen werden jedoch nicht überall mit Begeisterung gesehen. Lehrer- und Schülervertreter kritisierten letzte Woche den Beschluss. „Mit der Öffnung riskiert die Landesregierung die Gesundheit der nicht vollständig geimpften Lehrer und der noch nicht geimpften Schüler“, kritisierte der Pädagogenverband Brandenburg. Ähnlich äußerte sich der Landesschülerrat. Offen ist, wann Schüler geimpft werden können. Dafür werde es anders als angekündigt keinen zusätzlichen Impfstoff vom Bund geben, sagte Woidke.

Die aktuelle Corona-Lage in Potsdam

Die aktuelle Corona-Lage in Potsdam ist derzeit stabil. Die Fallzahlen sind von Tag zu Tag, die Sieben-Tage-Inzidenz in Potsdam mit aktuell 16,6 so niedrig wie zuletzt Mitte Oktober 2020. Auch die Zahl der Corona-Patienten, die aufgrund ihrer Covid-19-Erkrankung in einem der Potsdamer Krankenhäuser behandelt werden müssen, ist in den vergangenen Tag erfreulicherweise stark zurückgegangen. Aktuell sind 8 Menschen auf stationäre medizinische Hilfe angewiesen – so wenige wie seit dem 20. Oktober 2020 nicht mehr. So wie in Potsdam sieht es im gesamten Land Brandenburg aus. Brandenburgs Krankenhäuser müssen keine Betten mehr für Covid-19-Patienten freihalten. Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen sei die entsprechende Allgemeinverfügung vom März ab Dienstag außer Kraft gesetzt, teilte das Gesundheitsministerium am gestrigen Sonntag in Potsdam mit. Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft (parteilos) sprach von einer wieder entspannten Lage auf den Intensivstationen brandenburgischer Krankenhäuser. „Damit ist auch der Bedarf an Intensiv- und Beatmungskapazitäten für die Covid-19-Versorgung zurückgegangen“, fügte er hinzu. Angesichts dieser Lage sei eine Bettenreserve nicht mehr erforderlich.

News, Tipps und Termine für den heutigen Montag

Ehrenamtliche gesucht: Die Verkehrswacht in Potsdam sucht neue Ehrenamtliche für den Standort an der Pirschheide, die beispielsweise Kindern das richtige Verhalten im Verkehr nahebringen, die Radfahrausbildung für Grundschüler begleiten oder Pkw-Fahranfänger sowie ältere Autofahrer helfen. Für das freiwillige Engagement gibt es sogar eine Aufwandsentschädigung. Interessenten können sich telefonisch unter der 0331/ 97 16 07-0 melden oder auf der Website www.verkehrswacht-potsdam.de informieren.

Haus zu verkaufen: Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, soll das Haus in der Babelsberger Wohnhaus 52 ab heute heute offiziell zum Verkauf angeboten werden. Der Sanierungsträger Stadtkontor wird die Immobilie in einer Konzeptvergabe ausschreiben. Wie im Bauausschuss bekannt gegeben wurde, soll das verfallene und teils bewohnte Denkmal unter Schutz der verbliebenen Mieter veräußert werden. Auch eine Vergabe nach Erbbaurecht ist angeblich möglich.

Daumen drücken: Heute beginnt die 1. Finalrunde im 50. Bundeswettbewerb Gesang in den Sparten Musical/Chanson. Mit dabei ist Paul Sies. Der gebürtige Leipziger, Jahrgang 1994, studierte in Berlin Literatur und Philosophie und absolvierte von 2015 bis 2019 sein Schauspielstudium an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater. Seit der Spielzeit 2019/20 ist Paul Sies Ensemblemitglied am Hans-Otto-Theater (HOT) in Potsdam. Dass er singen kann, hat er bereits unter Beweis gestellt – und ist auch auf seinem YouTube-Kanal zu hören. Heute um 10.30 Uhr hat er zehn Minuten Zeit, die Jury von seinem Talent zu überzeugen. Die Finalrunde wird live gestreamt.

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Volleyball am Neuen Palais: Der Hochschulsport der Universität hat ein neues Angebot für Potsdamer Bürger entwickelt. Auf dem Unicampus Am Neuen Palais wurde eine öffentlichen Beachvolleyballanlage errichtet, die heute in Betrieb gehen wird. „Wir freuen uns sehr, der Stadt mit unserem ‚beachFIT‘ eine attraktive Outdoor-Alternative zur sportlichen Bewegung bieten zu können“, sagt Robert Deparade, stellevertretender Leiter des Hochschulsports Potsdam. Das „beachFIT“ ist eine Beachvolleyballanlage mit sieben Feldern, die bis in den Herbst hinein an sieben Tagen in der Woche geöffnet sein wird, sofern es das Wetter und das aktuelle Infektionsgeschehen zulassen. Geboten wird auf der Anlage ein breites Programm für unterschiedliche Bedürfnisse.

Jahresbericht wird vorgestellt: Wie ist es um die Chancengleichheit und Vielfalt in Potsdam bestellt? Was hat sich in der Vergangenheit getan? Auf welchem Stand sind wir jetzt, was muss sich in Zukunft ändern und welche Projekte sind geplant? Das alles wird uns heute Mittag Martina Trauth, Leiterin des Büros für Chancengleichheit und Vielfalt, gemeinsam mit der Beauftragten für Menschen mit Behinderung, Tina Denninger, der Beauftragten für Migration und Integration, Magdolna Grasnick, und Stefanie Buhr, Koordinatorin für Kinder- und Jugendinteressen, vorstellen.

Bilderrätsel: Die Auflösung

Haben Sie das neue Potsdam-Bilderrätsel von Sonntagmorgen gesehen? Jetzt kommt Ihre letzte Chance, es selbst zu enträtseln, denn nun folgt die Auflösung:

Das Potsdam-Bilderrätsel der MAZ. Wo ist das in Potsdam? Folge 8 Quelle: Peter Degener

Jan Amos Comenius sitzt nachdenklich vor der Friedrichskirche auf dem Weberplatz in Babelsberg. 1995 wurde die Bronzefigur des tschechischen Reformpädagogen dort enthüllt. Sie steht für die rund 30.000 verfolgten protestantischen Familien aus Böhmen, die in der Zeit des 30-Jährigen Kriegs ihr Land verlassen mussten. Comenius, nach dem in Potsdam auch eine Schule und eine Kita benannt sind, war Theologe, lebte von 1592 bis 1670. Gewürdigt wird heute sein Einfluss auf die Erziehung.

Das Comenius-Denkmal vor der Friedrichskirche auf dem Weberplatz in Babelsberg. Quelle: Peter Degener

Sein Ziel: Jeder Mensch sollte ungeachtet seines Alters, Geschlechts, Vermögens und Standes von allen Wissensbereichen die Grundlagen erlernen. Er forderte eine öffentliche Schule für alle und Unterricht in der Muttersprache. Mancher Fürst beauftragte ihn mit der Reform des Schulwesens. Preußen gehörte zwar nicht dazu, dennoch steht das Comenius-Denkmal auf dem Weberplatz richtig. Denn dort durften sich dank König Friedrich II. protestantische böhmische Weber, die in ihrer Heimat noch immer wegen ihres Glaubens verfolgt wurden, ansiedeln. Sie gründeten die Kolonie Nová Ves, was tschechisch ist und „Neues Dorf“ bedeutet. Es war der Ursprung von Nowawes, einem der Siedlungskerne des heutigen Stadtteils Babelsberg. (Rätsel: Peter Degener)

Damals war’s: Das Interhotel entsteht

Am 31. Mai 1967 wurde der Grundstein für das 62 Meter hohe Interhotel am Lustgarten gesetzt. Das heutige „Mercure“ war das zehnte Interhotel der DDR. Eröffnet wurde es am 1. Mai 1969. Das damalige Interhotel Potsdam hatte in 17 Etagen mehr als 420 Gästezimmer. Im Sockel waren der Empfangsbereich, ein Großteil der Gastronomie und ein Intershop untergebracht. Im Dachgeschoss gab es ein „Café Bellevue”, das tagsüber zum Imbiss mit Weitblick einlud und nachts zur höchst gelegenen Tanzbar der Stadt wurde. Das Hotel beschäftigte damals 400 Mitarbeiter – rund 50 Jahre später waren es noch über 80.

Grundsteinlegung für das Interhotel zwischen Hafen und Alter Markt (heute: Mercure) am 31. Mai 1967. Quelle: MAZ-Archiv/ Annelies Jetsch

Zum Mythos des Interhotels gehörte eine komplett von der Defa angemietete Etage. Zu den prominenten Gästen des Hauses zählten Zsa Zsa Gabor, Audrey Landers, Bernhard Wicki und der sowjetische Regisseur Juri Oserow. Für besondere Besucher hielt das Hotel sogar eine hauseigene Motoryacht bereit. In der Nachwendezeit wurde das Hotel mehrfach umgebaut. So wurde 1994 das Panoramacafé geschlossen. 2002 wurden die Räume unterm Dach zur Konferenz- und Veranstaltungsetage umgebaut. Im Jahr 2012 gab es eine kontroverse Diskussion über einen möglichen Abriss des Hotels. Hasso Plattner hatte angekündigt, in Potsdam eine Kunsthalle zu bauen. Als Standort kam der Lustgarten, genauer der Platz an dem das Mercure steht, ins Spiel. Plötzlich war Potsdam zweigeteilt. Es gab sogar eine Demonstration auf dem Alten Markt bei dem sich auch TV-Moderator Günther Jauch, Modeschöpfer Wolfgang Joop oder Schauspielerin Nadja Uhl in die Debatte einmischten. Das Ende der Diskussion ist bekannt: Das Mercure steht noch und Hasso Plattner ließt das Palais Barberini am Alten Markt wieder aufbauen und als Kunstmuseum neu erstehen.

Im Januar 2014 wurde das Café in der obersten Etage für ein Wochenende als besonderer Aussichtspunkt zur Eröffnung des Landtags im wieder aufgebauten Stadtschloss am Alten Markt reanimiert – 2500 Gäste kamen in die eigens geöffnete 17. Etage, um den Blick über die Stadt zu genießen. Ein Ereignis, das die Potsdamer nachhaltig beeindruckt hatte. Unter dem Motto „In der 17. hat man noch Träume“ lebten daher am 3. September 2016 das Café Bellevue und die Bar noch einmal auf. Angestoßen hatten das Event Ingo Opitz, Claudia Thom-Neumann und Ronny Rammelt. 1300 Besucher – darunter viele ehemalige Mitarbeiter und Gäste – kamen und feierten ein rauschendes Fest bis tief in die Nacht. Wenige Male wurde über der Stadt noch gefeiert, aber mittlerweile gehört der Bar-Betrieb wieder der Vergangenheit an.

Party-Stimmung in der 17. Etage Quelle: Bernd Gartenschläger

Es gab auch Überlegungen seitens der Stadt, das Mercure zu kaufen. Diese wurden aber wieder verworfen. Kurz: Die Jahre seit 1999 als die Sanierungssatzung „Potsdamer Mitte“ erlassen wurde, waren unruhig nicht einfach für die Hotelbetreiber, wie der damalige Hotel-Direktor Marco Wesolowski – bevor er 2018 seinen Posten und die Stadt verließ. Und dann kam 2020 Corona. Während der Coronakrise war das Hotel wie ausgestorben – nur die Wasserhähne liefen. Im Januar kündigte das Landesamt für Denkmalpflege an, die Aufnahme des Mercure-Hotels in der Potsdamer Innenstadt in die Denkmalliste zu prüfen. Wieder gibt es eine heiße Diskussion über die Zukunft des Hotels.

Das Hotel heute: Mittlerweile hat das Mercure einen neuen Schriftzug, an der Fassade wurde ansonsten seit Jahren nichts gemacht. Das ist untersagt. Quelle: MAZ

Der Verkehr in Potsdam

Kann man die Sperrung der Langen Brücke und die daraus resultierenden Verkehrsbeeinträchtigungen diese Woche noch toppen? Könnte sein. Geplant ist nämlich, dass die Schopenhauerstraße zwischen Weinbergstraße und Hegelallee für eine Woche halbseitig gesperrt wird. Grund sind eine Baustelle und gleichzeitige Sanierungsarbeiten. Besonders für Autofahrer mit dem Ziel Innenstadt gibt es daher nun für sechs Tage die Möglichkeit andere Ansichten von Potsdam kennenzulernen: Der stadteinwärtige Verkehr wird über die Pappelallee und weiter auf die B2 umgeleitet. „Es besteht Staugefahr auf der Umleitungsstrecke“, warnte die Stadtverwaltung bereits im Vorfeld.

Die Baustelle hat zudem Auswirkungen auf die Buslinie 697. In Richtung Neukladower Allee verkehrt diese ab der Haltestelle Schloss Sanssouci/Bornstedter Straße über Voltaireweg, Reiterweg, Russische Kolonie und von dort weiter planmäßig. Mit anderen Worten: Die Haltestellen Friedenskirche, Mauerstraße, Rathaus und Reiterweg/Alleestraße werden nicht angefahren.

Und bevor wir es vergessen: Die Lange Brücke mag wieder frei sein, die Arbeiten an der „polizeilich geführten Unfallhäufigkeitsstelle“ auf der Breite Straße vor dem Landtag sind aber noch nicht beendet. Es wird weiterhin an der „Griffigkeit der Fahrbahndecke“ gearbeitet. Bis Mittwoch steht daher jeweils von 9 bis 15 Uhr vor dem Landtag in jeder Richtung nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Bauarbeiten an der Meierei: Von heute an bis zum 15. Juni 2021 wird im letzten Abschnitt der Potsdamer Lennéstraße zwischen Wendehammer und dem Eingang Kuhtor zum Park Sanssouci die Fahrbahn verengt und für den Fahrzeugverkehr teilweise gesperrt. Am Kuhtor ist in diesem Zeitraum nur eine der beiden schmalen Seitentüren geöffnet. Grund dafür sind notwendige Bauarbeiten an den Hausanschlüssen der Meierei am Kuhtor und der Parkgärtnerei Sanssouci. Auch während der anschließenden – ab Mitte Juni 2021 beginnenden – Baumaßnahmen an der Meierei am Kuhtor ist in den kommenden zwei Jahren mit vorübergehenden Einschränkungen zu rechnen.

Vor allem gilt ab heute mehr denn je erhöhte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. Wie eingangs erwähnt, wird heute wieder der Präsenzunterricht an den Grundschulen aufgenommen. Es werden daher weitaus mehr junge Schüler und Schülerinnen unterwegs sein – und die haben sich vermutlich jede Menge zu erzählen und der Straßenverkehr könnte dabei in den Hintergrund geraten.

Das Wetter heute in Potsdam

War das ein Wetterchen gestern? Traumhaft! Und alles deutet daraufhin, dass das Wetter zum heutigen Start in die Woche genauso schön wird. Vielleicht sogar noch ein bisschen wärmer und mit weniger Wind.

Von MAZonline

30.05.2021
30.05.2021