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Potsdam Brot, Bier und Bienenhonig aus Potsdam in Berlin
Lokales Potsdam Brot, Bier und Bienenhonig aus Potsdam in Berlin
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11:51 15.01.2019
Sven Müselers Brotladen aus der Brandenburger Vorstadt ist erstmals Potsdam auf der Grünen Woche in Berlin vertreten.
Sven Müselers Brotladen aus der Brandenburger Vorstadt ist erstmals Potsdam auf der Grünen Woche in Berlin vertreten. Quelle: Rainer Schüler
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Uetz

Zum elften Mal in Folge stellen sich Potsdamer Unternehmen aus der Stadt und dem ländlichen Raum vom 18. bis 27. Januar auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin vor. Sie präsentieren ihre Produkte am Gemeinschaftsstand „Potsdams ländlichen Raum entdecken und genießen“ (Stand-Nr. 152) in Bühnennähe in der Brandenburg-Halle 21a. Von den 19 Kooperationspartnern der Landeshauptstadt bei der IGW 2019 sind elf Aussteller aktiv am Gemeinschaftsstand vertreten, abwechselnd.

Vier Neue kommen zur Messe

Dabei freut sich Oberbürgermeister Mike Schubert über vier neue Unternehmen, die die Chance nutzen wollen, weit übers Stadtgebiet bekannt zu werden: Müseler’s Brotladen, die Erzeugergemeinschaft „Potsdamer Stadtrandbienen“, die Fleischerei Pirsch und – nach einer Pause im vergangenen Jahr – auch wieder der Lavendelhof Marquardt.

Bäckermeister Sven Müseler aus der Geschwister-Scholl-Straße wird vor allem Brot nach Berlin bringen: „Das ist meine Spezialität und meine Leidenschaft“, sagt der Mann, der von sich behauptet „DAS Brot“ in Potsdam zu backen. Aber auch drei Sorten Kuchen nimmt er am 22. und 23. Januar mit. „Da werden wir wohl zweieinhalb bis drei Stunden mehr backen am Tag, um den Bedarf zu erfüllen“, sagte er der MAZ am Montag in Uetz, wo sich die Potsdamer Aussteller der Berliner Agrarmesse präsentierten: „Wenn es alle ist, ist es alle, und wir machen mehr für den zweiten Tag.“

Exotische Brotsorten auch im Alltag

Walnusskracher, Kürbiskernkruste, Kartoffelbrot mit Speck und Zwiebeln, Rote-Beete-Brot –das klingt exotisch, ist aber auch im Alltag bei Müseler’s zu kaufen.

Die Erzeugergemeinschaft „Potsdamer Stadtrandbienen“ mit drei Mitgliedern aus Paaren und Uetz stellt verschiedene Honigsorten vor, auch Waldhonig. Als spezielle Messekreation wurden Nuss-in-Honig-Pralinen entwickelt. Der fast schneeweiße Rapshonig ist dafür eine ungewöhnliche Erscheinung.

Das Angebot der Fleischerei Pirsch aus der Brandenburger Vorstadt reicht von der hausgemachten Märkischen Wildknacker und der Knoblauchwurst über Wacholder-Rum-Salami und Schlackwurst bis hin zur Wildleberwurst. Inhaber Torsten Pirsch setzt voll auf Schwäbisch-Hällisches Schweinefleisch und Fleisch aus der Region.

Der 200. Geburtstag Theodor Fontanes inspirierte den Lavendelhof Marquardt, neben Lavendelprodukten, Himbeer-Rosen-Likör und Fruchtaufstrichen auch einen „Fontane-Gugelhupf“ anzubieten.

Neue Biere aus dem Forthaus Templin

Anknüpfend an das Konzept aus dem vergangenen Jahr wird die Braumanufaktur Forsthaus Templin an den ersten drei Messetagen am Potsdamer Gemeinschaftsstand frische Bio-Biere ausschenken und sich zeitweise am Nachbarstand des Vereins zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien und regionaler Strukturen e.V. präsentieren. Bierkenner und -sammler dürften sich um das Ausnahmebier „Imperial 1834“ reißen – ein in der Schaubrauerei Paaren/Glien nur vier Mal im Jahr durch Azubis gemachtes Bier, das orgiginalgetreu vermehrte „grannenabwerfende Imperialgerste“ aus der Mitte des 19. Jahrhunderts verwendet; das Bier wird in einer „Pfanne“ aus dem Jahr 1834 gebraut, dem Jahr, als im Forsthaus Templin erstmals das Gasthaus öffnete.

Die Braumanufaktur und das Jugendhaus Oase der Hoffbauer-Stiftung Hermannswerder erhalten nach dem trotz Micker-Ernte erfolgreichen Jahr 2018 am ersten Messetag noch einmal die Gelegenheit, ihr gemeinsames Kooperationsprojekt rund um den Apfel vorzustellen. Dieser Saft ist ein hundertprozentiges Bio-Produkt und dank deutlich besserer Ernte auch wieder in größerer Menge verfügbar als letztes Jahr.

Messe ist Chance, bekannter zu werden

Alle Partner am Gemeinschaftsstand nutzen mit einer Präsentation die Chance, die Messebesucher auf die vielseitigen Angebote und Produkte vor Ort aufmerksam zu machen und neue Kunden zu werben. Bei der IGW 2019 sind auch die langjährigen Partner Obstgut Marquardt GbR, die Heinz Sielmann Stiftung, Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide, der Landschaftspflegeverein Potsdamer Kulturlandschaft e.V., Gartenbau Buba und die Foerster Stauden GmbH dabei. Heidi Kleinert wird als Vertreterin der Obstgut Marquardt GbR ihr 21. Kochbuch vorstellen, diesmal über „Wurzelgemüse“. Natürlich wird wieder für die Selbsternte und einen Einkauf regionaler Produkte in der Obstscheune Marquardt geworben.

Potsdam-Tag am 20. Januar

Am Sonntag, dem 20. Januar, ist „Potsdam-Tag“. Die Landeshauptstadt lädt am Nachmittag zu einem unterhaltsamen Bühnenprogramm in die Brandenburg-Halle 21a ein. Es bietet einen Mix aus Musik, Tanz, künstlerisch-sportlicher Darbietung und Interviews zwischen 15.30 und 18 Uhr. Den musikalischen Auftakt übernimmt die Arnold Hänsch Jazzband. Anschließend wird Oberbürgermeister Mike Schubert im Eröffnungsinterview zum diesjährigen Messeauftritt der Landeshauptstadt und zu weiteren Veranstaltungen und Projekten in Potsdam Rede und Antwort stehen.

Das Jahr 2019 steht in Brandenburg ganz im Zeichen des 200. Geburtstages Theodor Fontanes. In seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschreibt er auch mehrere Potsdamer Ortsteile, Uetz etwa – damals noch ein abgeschiedener Ort erhabener Stille.

Die Stadt ist nach Norden gewachsen

Im Jahre 2003 wurde das Stadtgebiet Potsdam in Richtung Nordwesten erweitert. Seit 16 Jahren sind Fahrland, Neu Fahrland, Golm, Groß Glienicke, Marquardt, Satzkorn und Uetz-Paaren Ortsteile der Landeshauptstadt Potsdam, durchaus nicht alle freiwillig. Immerhin seit elf Jahren gibt es eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Unternehmen aus dem ländlichen Raum im Rahmen der Internationalen Grünen Woche.

Das Kindermusiktheater Buntspecht wird das Publikum mit Ausschnitten aus dem Stück „Die Schatzinsel“ begeistern. Die „Bürgel-Dancing-Stars“ der Grundschule Bruno-H.-Bürgel freuen sich schon darauf, ihre Tänze den Besuchern der Brandenburg-Halle professionell darzubieten.

Zur Grünen Woche in Berlin vom 18. bis 27. Januar präsentiert sich die brandenburgische Landeshauptstadt als Region der Nahrungsgüterwirtschaft. Es gibt Leckereien, die es so sonst nirgends gibt.

Zum Abschluss des Programms ist der Auftritt der Red Eagles Cheerleader, der „jüngsten“ Gruppe des SC Potsdam e.V. geplant. Die sportlichen und akrobatischen Leistungen sollen zum Ausklang des Messetages zum Verweilen in der Brandenburg-Halle einladen.

Buntes Bühnenprogramm für die Gäste

Am Sonntagnachmittag gestaltet die Landeshauptstadt nicht nur einen Teil des Bühnenprogramms, sondern besetzt auch das pro agro-Kochstudio in der Brandenburg-Halle 21a. Spitzenkoch Andi Stagen aus dem Restaurant „Lemon“ im Kongresshotel Potsdam am Templiner See, der vergangenes Jahr das Qualitätssiegel „Potsdamer Gastlichkeit 2017/18“ erkämpft hat, bereitet das 3-Gänge-Menü „Kulinarischer Weg von Theodor Fontane“ zu. Angeboten werden ein Pastinaken-Schaum-Süppchen, Wild-Jagdwurst und Rehrücken an buttrigem Rosenkohl, vollendet mit einer kräftigen Jus. Zum Abschluss wird ein Überraschungsdessert gereicht.

Es werden vorwiegend regionale Zutaten für die Zubereitung genutzt. So liefert die Sielmanns Naturlandschaft in der Döberitzer Heide die Wild-Jagdwurst und das Fleisch für den Hauptgang des Menüs.

Programmübersicht auch schriftlich

Eine Gesamtübersicht mit Angaben zu allen Grüne-Woche-Partnern, zum Bühnenprogramm und zur Besetzung des pro agro-Kochstudios am 20. Januar bietet der Grüne Woche Flyer 2019. Er ist bereits vor Messebeginn im Bereich Wirtschaftsförderung in Potsdam erhältlich. Die detaillierten Informationen, z.B. welcher Aussteller aktiv an welchem Messetag am Stand 152 vertreten sein wird, können auch dem Programmflyer des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg für die Brandenburg-Halle 21a zur IGW 2019 entnommen werden. Dieser ist bereits unter www.mlul.brandenburg.de veröffentlicht. Durch die Beibehaltung des Marktplatzcharakters wird es den Ausstellern der Brandenburg-Halle wieder ermöglicht, die große regionale Produktvielfalt an insgesamt 79 Messeständen zu präsentieren.

Von Rainer Schüler

MAZ-Service

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