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Potsdam Demos und Tote: Potsdam bekommt eine Gedenktafel zum Kapp-Putsch 1920
Lokales Potsdam

Potsdam bekommt eine Gedenktafel zum Kapp-Putsch 1920

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16:59 19.10.2020
Der Kapp-Putsch 1920 in Berlin. Quelle: picture alliance / akg-images
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Innenstadt

Am 20. Oktober holt Potsdam die für März geplante Enthüllung einer Gedenktafel zum Kapp-Lüttwitz-Putsch nach. Um 17.30 Uhr wird am Steubenplatz daran erinnert, wie Militärs um General Walther von Lüttwitz die Weimarer Republik stürzen und unter Wolfgang Kapp eine antidemokratische Regierung einsetzen wollten. Der Umsturzversuch konnte vor allem mit dem größten Streik in der deutschen Geschichte verhindert werden und zwang die Putschisten binnen Tagen zur Aufgabe.

Vier Tote bei Demonstration in Potsdam

Die zum Teil heftigen Auseinandersetzungen forderten auch in Potsdam Tote und Verletzte. Bei einer Demonstration am 16. März 1920 wurden vier Potsdamer Bürger von der Wachtruppe des Stadtschlosses erschossen und elf verletzt. Damals forderten SPD und USPD der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung einen Gedenkstein für die Opfer. Dies wurde abgelehnt.

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Blick auf den Steubenplatz. Quelle: Bernd Gartenschläger

100 Jahre später gedenkt die Stadt nun der Opfer. Die Enthüllung war bereit für den März vorgesehen. Der Termin wurde aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

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Von den dramatischen Ereignissen in der Weimarer Republik berichtet um 18 Uhr der Autor Matthias Grünzig in einem Vortrag im Potsdam-Museum. Er betrachtet vor allem die Potsdamer Ereignisse im März 1920. In einer anschließenden Podiumsdiskussion vertieft er mit Achim Saupe vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung und Gerd Bauz von der Martin-Niemöller-Stiftung das Thema.

Von MAZonline/axe