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Potsdam Ausnahme: Stadt erlaubt Baden im Stadtkanal
Lokales Potsdam Ausnahme: Stadt erlaubt Baden im Stadtkanal
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13:57 11.07.2019
Rennkanutin beim Sprint im gefluteten Stadtkanal. Quelle: Friedrich Bungert
Innenstadt

Das Baden im Stadtkanal soll in diesem Jahr zum Kanalsprint erstmals für offiziell geduldet werden. Das hat das Rathaus in der Antwort auf eine Anfrage der Anderen zu „ungeklärten Abwässern“ mitgeteilt.

In der Antwort heißt es: „Gebadet werden kann nur nach der jährlich stattfindenden Veranstaltung ,Potsdamer Kanalsprint’. ... Das Baden wird für einen kurzen Zeitraum in Abstimmung mit dem Veranstalter und der Polizei geduldet.“

Kanal wird geflutet

Zum 15. Kanalsprint am 1. September wird der sonst trocken liegende Abschnitt in der Yorckstraße wieder mit 5000 Kubikmetern Leitungswasser geflutet. Baden war bisher nicht gestattet.

Dem Initiator eines Bade-Flashmobs wurde im September 2016 mit Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gedroht. Ein Antrag der Linken auf Legalisierung des Badens zum nächsten Kanalsprint wurde von den Stadtverordneten im Februar 2017 abgelehnt.

Anlass der Anfrage der Anderen war die Flutung des Stadtkanals durch den jüngsten Sturzregen. Laut Stadtverwaltung wurde der Kanal „nach dem Regenereignis leergepumpt“. Das „Kärchern der Wände und eine Spülung des Kanalbetts“ seien „beauftragt“ und erfolgten „in Kürze“.

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Das Kanalbett sei nicht dauerhaft mit Wasser gefüllt, weil die Kanalsohle nach der Rekonstruktion zur Bundesgartenschau 2001 nicht in der originalen Tiefe angelegt worden sei, sondern in einem „Zwischenbauzustand“ auf Höhe des „Mittelwasserstandes“ der Havel.

Eine dauerhafte Bademöglichkeit gibt es nach Rathausangaben im rekonstruierten Stadtkanalabschnitt in der Großen Fischerstraße. Dort „besteht kein Badeverbot“, heißt es in der Antwort für Die Andere. Das Wasser habe „Havelwasserqualität, weil es direkt mit der Havel verbunden ist“.

Von Volker Oelschläger

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