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Potsdam Potsdam gibt Investitionsruine zurück
Lokales Potsdam Potsdam gibt Investitionsruine zurück
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02:15 25.01.2018
NRW-Staatskanzleichef Wolfgang Clement (SPD), die Ministerpräsidenten Manfred Stolpe (Brandenburg/SPD) und Johannes Rau (NRW/SPD) sowie Potsdams Kulturdezernent Wieland Eschenburg (Neues Forum/Argus) im Februar 1992 auf dem Hof des späteren Kunstspeichers. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Die Stadt will den Persiusspeicher an der Zeppelinstraße an den früheren Eigentümer zurück verkaufen. Das hat das Rathaus am Montag auf Anfrage der Fraktion Die Andere bekannt gegeben.

Kostspielige Fehlinvestition

Das in den 1840er Jahren von Ludwig Persius für das Heeresproviantamt errichtete Gebäude zählte zu den größten Fehlinvestitionen im Begleitprogramm zu Potsdams Jubiläumsfest 1993. 3,25 Millionen Euro investierte die Stadt mit Finanzhilfe von Brandenburgs damaligem Partnerland Nordrhein-Westfalen seit 1991 in den Ankauf und Ausbau der denkmalgeschützten Immobilie neben dem heutigen Arcona-Hotel zur Kunsthalle. Dann erst stellte man fest, dass sie für die Nutzung als „Kunstspeicher“ gar nicht geeignet ist.

Nur ein Gebot

Nach einer letzten Ausstellung zum Landeskunstpreis 1998 gab es einen ersten Verkaufsversuch. Das einzige Gebot kam von den früheren Eigentümern. Ihre Offerte: Übernahme in Erbpacht für einen symbolischen Euro. Die Stadt lehnte ab. Als zusätzliches Handicap der trotz Millioneninvestition in Teilen noch immer baufälligen Immobilie galt lange die kulturelle Nutzung als Zweckbindung für die Förderung aus NRW. 2002 wurde bekannt gegeben, dass die Frist abgelaufen sei. Dennoch blieb die Problemimmobilie bei der Stadt.

Ein möglicher Grund dafür war eine weitere Zweckbindung, die von der Stadt erst jetzt in der nicht öffentlichen Antwort an die Andere bekannt gegeben wurde. Demnach verpflichtete sich Potsdam 1991 schon gegenüber den privaten Verkäufern, „in dem Objekt eine Kunsthalle für moderne Kunst ... zu errichten und zu betreiben“. Vereinbart worden sei, dass die Verkäufer die „Rückübertragung“ verlangen könnten, wenn die Stadt die Immobilie „zu anderen Zwecken nutzen oder veräußern“ will.

Nun soll es einen Kaufvertrag auf Basis des aktuellen Verkehrswertes geben, wie die Stadt Montag mitteilte. Ein Gutachten dafür sei „bereits beauftragt“. Die früheren Eigentümer seien bereit, „einen Teil der Gebäudefläche im Rahmen der Sanierung für künstlerische Zwecke (Ateliers) herzurichten und anzubieten“. Die Rückübertragung des Grundstücks sei „noch für das Jahr 2018 vorgesehen“. Früherer Eigentümer des Persiusspeichers war die Immobiliengruppe Gädeke und Landsberg. Das Büro von Dirk Gädeke bestätigte Gespräche mit der Stadt. Weitere Auskünfte waren zunächst nicht zu bekommen.

Kunst in Zwischenfällen

Ende 1991 erwarb die Stadt den Persiusspeicher von der Immobiliengruppe Gädeke und Landsberg.

Im Juni 1993 wurde die erste Ausstellung „Fontanelle – Kunst in Zwischenfällen“ eröffnet.

2002 beschloss die Stadtpolitik, den Kunstspeicher zu verkaufen und den Erlös für eine Kunsthalle zu nutzen.

Die stillgelegte Immobilie diente unter anderem als Lager für das Hans-Otto-Theater.

Von Volker Oelschläger

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