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Potsdam Auszeichnung als Unesco-Filmstadt: Freude in Potsdam
Lokales Potsdam Auszeichnung als Unesco-Filmstadt: Freude in Potsdam
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19:39 31.10.2019
Ursula von Keitz, Direktorin des Filmmuseums Potsdam. Ein Filmmuseum ist eine Voraussetzung, um „City of Film“ werden zu können. Quelle: Foto: DPA/Zentralbild
Potsdam

Jetzt ist es ganz offiziell: Potsdam ist Filmstadt. Am Mittwochabend verkündete die Unesco, dass die Landeshauptstadt den Titel „Unesco City of Film“ tragen darf. Damit ist Potsdam die erste deutsche Stadt überhaupt und die 13. weltweit, die von der UN-Organisation als Filmstadt anerkannt wird.

Ein knappes dreiviertel Jahr hat sich die Stadt darauf vorbereitet und um diesen Titel geworben. Referenzen hatte sie genug, schließlich entstehen in den Babelsberg-Studios seit mehr als hundert Jahren Filme, fast alle großen Schauspieler standen hier mal vor der Kamera, und an der Filmuniversität studieren die Filmemacher von Morgen.

Für Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte deshalb eine Frage ihre Berechtigung: „Warum erst jetzt – warum sind wir es nicht schon?“ Entsprechend groß ist nun die Freude. Potsdam sei „die Wiege des Films“, so Schubert und das hier entstandene Stummfilm-Meisterwerk Metropolis gehöre bereits zum Unesco-Welterbe. Die nun getroffene Entscheidung ist für Mike Schubert deshalb nur folgerichtig. „Mit unserer vielschichtigen Filmgeschichte der UFA, der DEFA und den herausragenden nationalen und internationalen Produktionen der Gegenwart ist Potsdam wie kaum eine andere deutsche Stadt dazu geeignet, den Titel Unesco-Creative City of Film zu tragen.“

Tatsächlich erfüllt Potsdam pro-blemlos alle Kriterien für eine „Filmstadt“: Sie hat unter anderem mit den Babelsberg Studios eine wichtige und bekannte Infrastruktur für die Filmproduktion, Erfahrung im Ausrichten von Filmfestivals, ein Filmmuseum, eine Filmuniversität und hier treffen lokale, regionale, nationale und internationale Filmkultur aufeinander. Die Bewerbung der Stadt erfuhr Unterstützung durch die Deutsche Unesco-Kommission, 17 Institutionen hatten Empfehlungsschreiben beigelegt.

Für Dieter Wiedemann, lange Rektor, später Präsident der Filmuniversität Konrad Wolf, ist die Auszeichnung vor allem ein Verdienst für einen bestimmten Stadtteil: „Babelsberg ist schon seit mehr als hundert Jahren eine Filmstadt und Potsdam wird gerade eine“, sagte er. „Es gibt seit 65 Jahren eine Filmhochschule in Babelsberg und es gibt ein paar tausend Spiel- und Dokumentarfilme, die hier produziert wurden Das war nicht immer große Filmkunst, aber es war Babelsberg!“

Potsdam reiht sich mit der Auszeichnung in das weltweite Creative-Cities-Netzwerk der Unesco ein, das kulturelle Vielfalt feiern und aufrechterhalten will. Die Mitgliedsstädte – insgesamt hat die Unesco dem Netzwerk am Mittwoch 66 hinzugefügt – können das Prädikat in verschiedenen Kategorien erhalten, neben Film sind das Literatur, Musik, Volkskunst, Design, Medien und Gastronomie.

Die erste Filmstadt war die englische Stadt Bradford 2009, hier entstand unter anderem der Monty-Python-Film „Monty Python’s Der Sinn des Lebens“. Eine weitere deutsche Stadt ist seit Donnerstag ebenfalls eine Creative City: Die UNESCO ernannte Karlsruhe zur City of Media Arts.

Von Saskia Kirf und Isabel Christian

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