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Potsdam Potsdam nimmt die ersten 25 Flüchtlinge aus der Seenotrettung auf
Lokales Potsdam Potsdam nimmt die ersten 25 Flüchtlinge aus der Seenotrettung auf
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18:06 22.01.2020
Aus überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland werden Flüchtlinge Potsdam aufgenommen.
Aus überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland werden Flüchtlinge Potsdam aufgenommen. Quelle: Angelos Tzortzinis/dpa
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Potsdam

Am Donnerstag sind die ersten 25 aus Seenot geretteten Geflüchteten in Potsdam angekommen. Sie sind per Transfer der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt nach Potsdam gekommen und haben ihre Unterkünfte bezogen. Das teilte die Stadt am Mittwochabend mit.

Schubert: „Bis zur vollen Auslastung unserer Kapazitäten“

„Wir freuen uns, dass die Bestrebungen der ‚Städte sichere Häfen‘ dazu beitragen konnten, die humanitäre Katastrophe an den europäischen Außengrenzen weiter in den Fokus zu rücken und die Aufnahme der heute eingetroffenen Geflüchteten unterstützen konnte“, sagt Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD).Er hatte in der MAZ jüngst die Ankunft der ersten Flüchtlinge angekündigt. „Bis zur vollen Auslastung der Platzkapazität in unseren Unterkünften wird Potsdam tun, was möglich ist“, so Schubert weiter, „mit den Bündnisstädten und der Bundes- und Landesregierung werden wir weiter an gemeinsamen politischen Lösungen für humanitäre Hilfen arbeiten.“

Rückenwind von Brandenburgs Kenia-Koalition

Er begrüßt außerdem den Beschluss der Kenia-Koalition des Landtages zur Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter. „Damit sind wir dem Ziel, die humanitäre Katastrophe zu beenden, einen Schritt nähergekommen“, so Schubert zum Beschluss. Erst am Dienstag hatten sowohl SPD, CDU und Grüne in einem Antrag an den Landtag also auch die oppositionelle Linke gefordert, minderjährige Geflüchtete aus Griechenland aufzunehmen.

Potsdam ist eine Stadt im Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ und koordiniert das bundesweite Netzwerk mit derzeit 41 Städten, die bereit sind, aus Seenot gerettete Geflüchtete aufnehmen zu wollen. Zudem hat die Landeshauptstadt angekündigt, sofort eine Anzahl unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter aufzunehmen.

Demonstration für legale Flüchtlingswege am 6. Juli 2019 in Potsdam. Quelle: Varvara Smirnova

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Auf Initiative der Landeshauptstadt organisierten sich die „Sicheren Häfen“ und bündelten ihre Forderungen gegenüber dem Bundesinnenministerium. Mit der „Potsdamer Erklärung“ bekräftigten die erstunterzeichnenden Kommunen unter anderem ihre Bereitschaft, aus Seenot gerettete Schutzsuchende zusätzlich aufzunehmen. Potsdam hatte zudem den Seebrücke-Kongress „Leinen los für kommunale Aufnahme“ mitausgerichtet, der unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin im Juni 2019 stattfand. Damals gründete sich offiziell das Bündnis „Städte Sicherer Häfen“.

Von Alexander Engels

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