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Potsdam Potsdam plant sieben neue Hotels
Lokales Potsdam Potsdam plant sieben neue Hotels
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00:19 13.01.2018
Potsdam könnte tausend, auch zweitausend Betten mehr gut gebrauchen, sagen die Tourismusexperten der Stadt. Hier ein Blick ins Mercure. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die Touristiker in der Landeshauptstadt warten händeringend auf den Ruck, der sich auf dem Potsdamer Hotelmarkt abzeichnet. „In der Nebensaison ist das Angebot zwar ausreichend“, sagt der Geschäftsführer der Potsdam Marketing und Service GmbH, Raimund Jennert. „Von Mai bis Oktober haben wir aber Schwierigkeiten, vor allem Gruppen oder Tagungen in Potsdam zu buchen.“ Tausend, auch zweitausend Betten mehr könnte man gut gebrauchen. „Wir wissen, das braucht Zeit – aber wir hoffen auch, dass wir in diesem Jahr wenigstens einen Spatenstich miterleben dürfen“, so Jennert.

Von sieben neuen Hotels ist in der Potsdamer Tourismusbranche derzeit die Rede. Für die Innenstadt sind die Planungen für ein Zwei- und ein Drei-Sterne-Haus hinter der Alten Post, für ein Hotel am Leipziger Dreieck und für eines über der alten Wartehalle am Hauptbahnhof angelaufen. In Babelsberg sollen ein Hotel vis-à-vis des Filmparks und eins neben der Marlene-Dietrich-Halle sowie Businessapartments im alten Lokzirkus entstehen.

Potsdam zählt derzeit 5900 Gästebetten

„Es gibt kein Hotel-Überangebot“, sagt Raimund Jennert. „Und es wird auch nie eines entstehen.“ Derzeit verfügt die Landeshauptstadt über rund 5900 Betten in 58 zugelassenen Beherbergungsbetrieben ab zehn Betten. „Die Gesamtzahl der Betten in Potsdam hat dieselbe Größe wie sie Berlin in den letzten Jahren fast jährlich hinzugewonnen hat“, sagt Jennert. Die Zimmerauslastung in Potsdam liege bei etwa 60 Prozent und sei damit sowohl im Vergleich zu Berlin als auch zum Bundesdurchschnitt gut.

Wie viele private Gastgeber es in Potsdam gibt – wie groß der „graue Markt“ ist – sei laut Jennert nicht bekannt. Dass er nicht klein ist und – dank der populären Online-Vermarktung – stetig wächst, schätzt die Chefin des Kreisverbands „Potsdamer Kulturlandschaft“ vom Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). „Potsdam erlebt ganz klar einen touristischen Boom, was alle Zahlen der letzten Jahre auch belegen“, sagt Alice Paul-Lunow. Seit 2012 übertrifft Potsdam Jahr für Jahr mit den Übernachtungen die Ein-Millionen-Grenze. Dem stehen allerdings mehr als 16 Millionen Tagesgäste gegenüber.

Vor allem Zwei- und Drei-Sterne-Häuser fehlen

„In den vergangenen zehn, fünfzehn Jahren hat sich an der Hotelkapazität aber nicht viel getan“, sagt Alice Paul-Lunow. „Wir erwarten jetzt also eine Anpassung des Angebots an den Bedarf, den es vor allem in den warmen Monaten gibt.“ Eine Überfrachtung ist auch aus Dehoga-Sicht nicht denkbar: „Das, was derzeit geplant ist, ist jedenfalls weit davon entfernt.“ Einen steuernden Eingriff der Stadt und die Begrenzung der Hotel-Bettenzahl lehnt der Dehoga ab. „Wir plädieren für einen freien Wettbewerb. Jeder muss gucken, dass er sein Segment findet und besetzt.“ Was in Potsdam derzeit fehlt, seien Zwei- und Drei-Sterne-Häuser – und ein attraktives Angebot für die Wintermonate.

Ziel ist, die Attraktivität der Stadt in der besucherarmen Zeit – also zwischen Oktober und Ostern – zu erhöhen, sagt Alice Paul-Lunow. „In dieser Hinsicht ist mit der Potsdamer Winteroper, dem Lichtspektakel im November und der Eisbahn im Filmpark Babelsberg auch schon einiges passiert.“ Weitere Aktionen seien geplant: „Für uns alle ist wichtig, dass wir das Tourismuskonzept nicht nur im Regal stehen haben, sondern auch umsetzen.“

Eine Aktion, die sich ebenfalls bewährt hat, ist „Erlebe deine Stadt“. Am 20. Januar ist es wieder soweit: Dann können Einheimische ihr Potsdam aus Touristensicht erleben und sich zu besonderen Konditionen für eine Übernachtung inklusive Frühstück und Abendessen in elf Potsdamer Hotels einbuchen.

Gut informiert nach Potsdam reisen

Die PMSG Potsdam Marketing und Service GmbH unterstützt die Besucher der Brandenburgischen Landeshauptstadt bei der Planung und Buchung ihres nächsten Potsdam-Trips.

Der druckfrische Reiseplaner „Zu Gast in Potsdam“ macht Lust auf die Stadt und hilft mit seinem Unterkunftsverzeichnis, das passende Quartier zu finden. Tipps für Touren, sei es zu Fuß oder mit dem Rad, bietet zudem die Broschüre „Dein Potsdam“.

Wer die Stadt nicht auf eigene Faust entdecken, sondern vom Wissen eines Gästeführers profitieren möchte, sollte einen Blick in die aktuelle Übersicht der geführten, öffentlichen Stadtrundgänge werfen. Die Informationsbroschüren sind sowohl in den Tourist Informationen als auch über die Webseite erhältlich.

Wer auf die Haptik eines gedruckten Reiseplaners verzichten kann, dem sei nicht nur www.potsdamtourismus.de empfohlen, auch beim Stöbern im neuen „Dein Potsdam Blog“ findet man viele Inspirationen. Dort sind Potsdamer Geschichten nachzulesen, die Lust auf die Insel machen.

Von Nadine Fabian

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