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Potsdam Stadt prüft Badneubau im Norden
Lokales Potsdam Stadt prüft Badneubau im Norden
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17:00 18.04.2019
Höckerschwäne auf einem Feld am Ortseingang von Fahrland. Quelle: Rainer Schüler
Potsdam

Die Landeshauptstadt hat trotz des neuen Sport- und Freizeitbades „Blu“ am Brauhausberg viel zu wenige Schwimmbäder. Bundesweit stehen für 82,5 Millionen Menschen 2275 Hallenbäder zur Verfügung. Auf 36.263 Einwohner kommt demnach ein Hallenbad. Auf Potsdams Einwohnerzahl heruntergerechnet, müssten „für eine durchschnittlich gute Versorgung“ fast fünf Hallenbäder zur Verfügung stehen.

Diese Bestandsaufnahme findet sich in einer ersten Untersuchung der Verwaltung zum Bau eines weiteren Sport- und Freizeitbades für Potsdam vorzugsweise im Norden, die den Stadtverordneten jetzt als Mitteilungsvorlage zugegangen ist. Aktuell verfügt Potsdam gerade einmal über drei Schwimmhallen, von denen mit dem Sportbad am Luftschiffhafen eines zudem ausschließlich für den Leistungssport reserviert ist.

Zwischen 2012 und 2015 kamen in das Kiezbad am Stern und die alte Schwimmhalle am Brauhausberg jährlich zwischen 330.000 und 340.000 Besucher. Das war eine Zahl, die vom neuen „Blu“ allein 2018 mit 483.000 Gästen schon weit übertroffen wurde.

Aktuell könne „trotz einzelner offener Nutzerwünsche von einer allgemeinen Bedarfsdeckung ausgegangen werden“, schreibt die Verwaltung. Ein deutlich wachsender Bedarf beim Schulschwimmen jedoch werde in den nächsten Jahren „Einschränkungen für den öffentlichen Badebetrieb“ bedeuten.

Die Kapazität des Stern-Kiezbades liege bei 495 Kurzbahnstunden wöchentlich, beim Blu bei 1980 Kurzbahnstunden. Für 2035 rechnet die Stadt mit einem zusätzlichen Bedarf von 711 Kurzbahnstunden – ein weiteres Bad müsste größer als das Kiezbad am Stern sein, um das abzudecken.

Perspektivisch halte die dafür zuständige Bäderlandschaft Potsdam ein Schwimmbad im Norden für sinnvoll, heißt es in der Analyse. Als „denkbare Variante“ wird ein „Kombibad mit Hallenbad, Freibecken und Freizeitbereich“ genannt, das es in Potsdam „bislang noch nicht“ gebe.

Der Grund: „In Potsdam, das über sehr viel Wasserfläche und (informelle) Badestellen“ verfüge, sei ein Freibad als „nicht zwingend notwendig erachtet“ worden. Für Schwimmanfänger, Menschen mit Behinderungen und ängstliche Menschen „hätte ein Freibecken mit klarer Sicht“ jedoch Vorteile.

Ein Kombibad in Fahrland könne nach einem von Gutachtern erstellten Rechenmodell im Jahr 2025 rund 151.800 Gäste, im Jahr 2035 voraussichtlich 185.200 Gäste erreichen. Als weitere mögliche Standorte im Norden genannt werden das Bornstedter Feld, bei dem das Bad allerdings zu einer weiteren Verkleinerung des Volksparks führen würde, sowie Krampnitz, wo auf „sehr weitgehenden Auswirkungen auf benachbarte Nutzungen“ verwiesen wird.

In Fahrland müsste jedoch auch erst einmal geklärt werden, ob eine solche „städtebauliche Entwicklung überhaupt möglich“ sei, heißt es mit Verweis auf das Landschaftsschutzgebiet.

Von Volker Oelschläger

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