Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Stadt prüft Teil-Erhalt des Rechenzentrums
Lokales Potsdam Stadt prüft Teil-Erhalt des Rechenzentrums
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:04 04.05.2019
Der Eingang zum Kunsthaus im alten Rechenzentrum.
Der Eingang zum Kunsthaus im alten Rechenzentrum. Quelle: Varvara Smirnova
Anzeige
Innenstadt

Der Abriss des alten Rechenzentrums scheint mit der angekündigten Eröffnung eines neuen Zentrums für die Kunst- und Kreativwirtschaft in der Potsdamer Innenstadt gesetzt. Die Verwaltung wird dennoch die von den Linken angeregte teilweise Erhaltung des als Kunsthaus genutzten Baus prüfen. Demnach würde nur die Ecke abgerissen, die auf dem Grundstück des früheren Garnisonkirchenschiffs steht.

Untersucht werden soll auch, welche Maßnahmen bauordnungsrechtlich erforderlich sind und welche Mieten den Nutzern daraus entstünden. Das hat Harald Kümmel, der für das Projekt zuständige Koordinator im Rathaus, im Kulturausschuss angekündigt. Mit dieser Prüfung käme die Verwaltung „Wünschen aus dem Rechenzentrum entgegen“, sagte er: „Aber man dem nicht zu viel Hoffnung entgegenbringen.“

Nutzer sollen an Planung beteiligt werden

Der Ausschuss bestätigte bei Stimmenthaltung der Linken die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie und den darin empfohlenen Plan zu weiteren Vorgehen. Auf Anregung von Hermann Voesgen (Grüne) wurde der Beschluss um die Regelung ergänzt, dass die weitere Entwicklung in enger Kommunikation und unter Beteiligung der Nutzer erfolgen soll.

Blick auf das alte Rechenzentrum. Quelle: Christian Morgenstern

Abgelehnt wurden im Ausschuss Änderungsanträge der Linken, nach denen die durchschnittliche Miete im neuen Zentrum deutlich heruntergesetzt und die Befristung für das alte Rechenzentrum bis zum 31. Dezember 2023 gestrichen werden sollten. Aktuell ist für die Kunst- und Kreativwirtschaft eine Durchschnittsmiete von neun Euro kalt angesetzt.

Der 31. Dezember 2023 sei eine „Zielmarke, die wir nicht aufgeben wollen und können“, sagte Kümmel. Dann ende die Duldung des Kunsthauses im Rechenzentrum durch die Garnisonkirchenstiftung: „Wenn man das Datum rausnimmt, würde man weit über die bisherigen Beschlüsse und den Vertrag mit Stiftung hinausgehen.“

Kritik an Gedankenspielen zur Verlängerung für das Rechenzentrum

Erste Zahlen zum geplanten neuen Kunsthaus

Bekommt das Rechenzentrum doch noch eine Chance?

Abrissbeginn für die Rechnerhalle

Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg hatte gewarnt, dass die Künstler bei Zeitverzug auf der Baustelle das Rechenzentrum räumen müssten, ohne dass schon Räume im neuen Kreativquartier verfügbar sind.

Ausschuss für Atelierförderprogramm

Auf Antrag der Linken bestätigte der Ausschuss bei einer Enthaltung (CDU/ANW) Prüfungen zur Einführung eines Atelierförderprogramms, über das Mieten von Künstlern im neuen Kreativquartier, aber auch an anderen Orten subventioniert werden sollen.

Von Volker Oelschläger