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Potsdam Potsdam prüft Umbau der Kastanienallee
Lokales Potsdam Potsdam prüft Umbau der Kastanienallee
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02:24 28.04.2018
Das Kopfsteinpflaster der Kastanienallee ist so wellig und laut, dass viele Autofahrer den Straßenbahnstreifen in der Mitte nutzen. Zwischen den Bäumen wird dicht geparkt; die Bordsteine sind enorm hoch Quelle: Rainer Schüler
Potsdam-West

In der Kastanienallee fahren die meisten in der Mitte, auf dem Gleis der Straßenbahn. Weil das Kopfsteinpflaster der Autospuren so laut sind und so holperig, dass die Stoßdämpfer ächzen. Und auf den Balkonen ist es zuweilen so laut wie in einer Diskothek. Deshalb hat die Stadt jetzt auf Antrag der Linken verschiedene Möglichkeiten zum Umbau der Straße untersucht. Man soll und will vor allem eins: den Lärm deutlich vermindern.

Dafür genügt es nach Ansicht der Linken, das Krach machende Kopfsteinpflaster gegen leisen Asphalt auszutauschen. Das ist machbar, sagt die Stadt, sinnvoll wäre aber ein Umbau der Straße, der die Straßenbahn vom Autoverkehr trennt und den Radlern einen abmarkierten Schutzstreifen gibt. Dazu müsste man die Straße aber verbreitern, Bäume fällen und in versetzter Lage neu anpflanzen – eine Horrorvorstellung für die Linken und Grünen, die das Erscheinungsbild der Kastanienallee vernichtet sehen. 26 Kastanien müssten weg und würden nachgepflanzt.

Die vielbefahrene Querverbindung und Ausweichroute zwischen Zeppelinstraße und Geschwister-Scholl-Straße ist ein Sanierungsfall. Wie weit der Umbau gehen soll und was er kosten darf, müssen die Stadtverordneten entscheiden.

Im Denkmalschutzbereich zwischen Geschwister-Scholl- und Maybachstraße (Bahnlinie) würde die Baumreihe in Richtung Zeppelinstraße fallen und neu geschaffen; im kiezprägenden Teil zwischen Maybach und Haeckelstraße würde sogar komplett geholzt und komplett erneuert. An der einen Reihe auf dem Abzweigstück von der Haeckel – bis zur Zeppelinstraße würde sich nichts ändern.

Der Komplettumbau müsste nach Ansicht der städtischen Planerin Martina Woiwode auch das erfassen, was unter den Tram-Gleisen liegt: Trink-, Schmutz und Regenwasserleitungen von 1930, deren Zustand niemand kennt. „Wenn wir da Straßenbau betreiben mit Rammen und Walzen, könnte das diese Leitungen beschädigen“, sagt Woiwode. Es sei ein „Gebot der Vernunft“, im Zuge der Asphaltierung auch die sehr tief liegenden Rohre durch neue zu ersetzen. Der Bauausschuss will die Kosten aufgelistet haben für die „einfache“ Asphaltierung mit und ohne Leitungsbau, aber auch für den Komplettumbau. Dabei soll die Stadt auch sagen, wieviel von den Investitionen auf die Grundstückseigentümer umlegbar ist.

Die Bordsteine in der Kastanienallee sind hoch und vielfach durch Baumwurzeln so ausgehoben, dass Autos zum Parken sie kaum überwinden können und dann über die Gehwehe einparken. Falls das alte Kopfsteinpflaster durch Asphalt ersetzt wird, kommen drei „Zeilen“ Kopfsteine in die jetzt von Kupferschlackesteinen geformte Regenrinne. Quelle: Rainer Schüler

Die Linken bevorzugen die alleinige Fahrbahnsanierung: Kopfsteinpflaster raus und 70 brauchbare Prozent davon in den Nebenstraßen verlegen, dann 18 Zentimeter Asphalt in die Allee. Sollte die Tragschicht darunter haltbar sein, kostet das fast 867000 Euro in der Allee; sollte es abschnittweise keine Tragschicht geben, wird es reichlich 100000 Euro teurer. Die extrem von Wurzeln ausgehobenen Bordsteine blieben unverändert; das riskante Parken auf dem Seitenstreifen zwischen Bäumen auch.

Von Rainer Schüler

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