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Potsdam Stadt saniert die Preußenhalle
Lokales Potsdam Stadt saniert die Preußenhalle
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09:22 22.11.2018
Die Preußenhalle in Groß Glienicke gilt schon seit Jahrzehnten als schwerer Sanierungsfall. Quelle: Volker Oelschläger
Potsdam

Die Stadt saniert die Preußenhalle in Groß Glienicke. Das hat Bernd Richter, Geschäftsführer des Kommunalen Immobilienservices (Kis), am Mittwoch mit der Vorstellung des Wirtschaftsplans für 2019 bekannt gegeben. Die in den 1930er Jahre für die Wehrmacht errichtete Halle ist der größte Veranstaltungsort im Potsdamer Norden. Nach Angaben von Richter soll der denkmalgeschützte Bau bis 2025/26 in mehreren Schritten saniert werden. Insgesamt werden rund 4,5 Millionen Euro investiert.

Eine weitere große Baustelle steht mit dem Abriss des Hauses 2 auf dem Verwaltungsgelände an. Der aktuell vom Fachbereich für Soziales und Gesundheit genutzte Plattenbau an der Jägerallee wurde Ende der 1980er Jahre für die Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit errichtet. Laut Richter bietet der Bau Platz für rund 300 Mitarbeiter.

Der Plattenbau an der Jägerallee soll Ende 2019 abgerissen werden. Quelle: Friedrich Bungert

Geplant ist an Stelle des Gebäudes ein voluminöserer Neubau mit Platz für 800 Mitarbeiter. Damit sollen auch Rathaus-Abteilungen auf das Verwaltungsgelände zurück kommen, die derzeit über Ersatzstandorte an der Helene-Lange-Straße, im Palais Lichtenau und im Bahnhofscenter untergebracht sind. Die aktuell im Haus 2 arbeitenden Sozialbehörden sollen spätestens in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres Ausweichräume in der Com-City an der Behlertstraße beziehen.

Für den Abriss des Hauses 2 und der benachbarten Turnhalle sowie den Neubau inklusive von 275 Parkplätzen sind von 2019 bis 2024 insgesamt fast 43 Millionen Euro eingeplant. Die Neugestaltung dieses Quartiers ist die erste Etappe des seit langem geplanten Umbaus des Verwaltungscampus. Weitere Großbaustellen der nächsten Jahre werden auf dem Campus das ebenfalls in den 1980er Jahren für die Staatssicherheit errichtete Haus 1 an der Hegelallee und das Rathaus selbst sein.

Nach dem von Kis-Chef Richter und Finanzdezernent Burkard Exner (SPD) vorgestellten Wirtschaftsplan, der im Dezember in die Stadtverordnetenversammlung kommen soll, sind für die Jahre 2019 bis 2022 mehr als 252 Millionen Euro an Investitionen eingeplant. Mit mehr als 190 Millionen Euro sollen gut drei Viertel des Betrages in die Bildungsinfrastruktur, also in Schulen, Kitas und Sporteinrichtungen fließen.

Die nächste Großbaustelle steht nach Mitteilung von Bildungsdezernentin Noosha Aubel (parteilos) mit einem Gesamtschulneubau an der Pappelallee/Ecke Reiherweg in Bornstedt an. Mit dem Aufbau der Gesamtschule werde mit Beginn des nächsten Schuljahres in einem Provisorium auf dem Gelände der roten Kasernen begonnen.

Der Schulcampus mit bis zu sechs Klassenzügen, der voraussichtlich zum Schuljahr 2023/24 in Betrieb genommen wird, werde mit mehr als 1000 Schülern der bislang größte in der Landeshauptstadt sein. Eine vergleichbare Dimension ist laut Aubel mit dem Schulcampus in Waldstadt II geplant.

Für eine Grundschule ausgebaut werden soll laut Aubel die Gutenbergstraße 67, die zeitweilig als Ersatzstandort für die Eisenhartschule genutzt wurde und vor wenigen Wochen mit einer rasch beendeten Hausbesetzung in die Schlagzeilen kam. Für den Komplettumbau des Gebäudes und der benachbarten Sporthalle bis 2023 sind nach Angaben der Bildungsdezernentin insgesamt 8,8 Millionen Euro eingeplant.

Von Volker Oelschläger

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