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Potsdam Schüler gewinnen beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Lokales Potsdam Schüler gewinnen beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
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18:28 14.08.2019
(v.l.) Ministerin für Bildung, Jugend und Sport Britta Ernst, Tutor Dieter Rauchfuß, Landessieger Julius Heinrich Klingemann und Thomas Paulsen, Mitglied des Vorstands der Körber-Stiftung. Quelle: David Ausserhofer
Berlin/Potsdam

Julius Heinrich Klingemann aus Potsdam und Florian Hirsch aus Kleinmachnow sind Brandenburger Landessieger im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, ausgetragen von der Körber-Stiftung. Am Mittwoch wurden die Preisträger aus Berlin und Brandenburg im Deutschen Historischen Museum in Berlin ausgezeichnet. Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) und Thomas Paulsen von der Körber-Stiftung überreichten die Preise.

Gruppenflucht vor dem Stalinismus

Der Potsdamer Schüler vom Einstein-Gymnasium errang den Sieg mit seiner Ausarbeitung „Verleugnete Krise: Die Gruppenflucht der Potsdamer Einsteinschüler 1950“ über eine Schulklasse, die zusammen mit zwei Lehrern nach Westdeutschland floh. Der Gymnasiast fand zwei Gründe dafür heraus: Zum einen wurden drei Schüler als vermeintliche Terroristen hingerichtet, die gegen den verpflichtenden Russisch-Unterricht des stalinistischen Systems protestiert hatten. Zum anderen wollte ein Lehrer mit Nazi-Vergangenheit die ganze Klasse zum Eintritt in die Freie Deutsche Jugend (FDJ) zwingen.

Opas Leben nach dem Zweiten Weltkrieg

Florian Hirsch vom Weinberg-Gymnasium Kleinmachnow erhielt die Auszeichnung für den Aufsatz „Wie war es, in der Nachkriegszeit aufzuwachsen? Lebensumstände in Kleinmachnow nach dem Zweiten Weltkrieg am Beispiel meines Opas“. Das Rahmenthema des Wettbewerbs lautete „So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“. Landessieger erhalten je 250 Euro Prämie.

Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus, der auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Stifters Kurt A. Körber zurückgeht. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 147.000 Teilnehmern und rund 33.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen.

Von Alexander Engels

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