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Potsdam Potsdam und VBB prüfen sieben Ideen für günstigere Schülertickets
Lokales Potsdam

Potsdam und der VBB prüfen sieben Ideen für günstigere Schülertickets

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14:19 17.06.2021
Der Schulbus soll für Kinder preiswerter werden.
Der Schulbus soll für Kinder preiswerter werden. Quelle: Franziska Kraufmann/DPA
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Potsdam

Als vor rund einem Jahr die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs in Potsdam besprochen wurde, sollte auch die Finanzierbarkeit eines kostenlosen Schüler- und Azubi-Ticket erörtert werden. Der Verkehrsbetrieb Potsdam (ViP) und die Verwaltung schätzten damals, das ein derartiges Angebot im Tarifbereich AB für Potsdam Kosten von 5,7 Millionen Euro im Jahr verursachen würde. Das wollte niemand schultern. Außerdem fordert das ÖPNV-Gesetz, einheitliche Beförderungstarife im Land Brandenburg und im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Insellösungen nur für Potsdam sind daher nicht möglich, sondern können nur innerhalb des VBB erfolgen.

Sieben Ideen liegen auf dem Tisch

Deshalb wurde der Wunsch aus Potsdam an die gemeinsamen Gremien innerhalb des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) getragen. Das Land Brandenburg hat den VBB am 7. April 2020 damit beauftragt, tarifliche Verbesserungen und Vereinfachungen für Schülerinnen und Schüler im Land Brandenburg zu prüfen. Das passiert nun in einer Arbeitsgruppe, bei der sowohl Potsdam als Aufgabenträger als auch der ViP als Verkehrsunternehmen mitarbeiten, meldet die Stadt.

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Folgende Vorschläge werden dabei in der Arbeitsgruppe geprüft: Zum einen ein verbundweites 365-Euro-Ticket für Schüler (analog dem VBB-Abo Azubi). Zweitens ein kostenloses Wohnort-Schule-Ticket für die Sekundarstufe 1 und/oder 2, drittens ein kostenloses Schülerticket für das ganze Land Brandenburg (ohne Berlin AB), viertens eine Erhöhung des Rabatts des VBB Schülertickets von 25 Prozent auf 50 Prozent.

Ergebnisse bis Jahresende

Der fünfte Vorschlag beinhaltet einen einheitlichen Zuschuss für die Schülerbeförderung von zehn bis 15 Euro im Monat, der Rest müsste selbst finanziert werden, Vorschlag sechs sieht ein VBB-Freizeitticket plus für verbundweite Fahrten (ab 14 Uhr bzw. ganztags am Wochenende oder in den Ferien) für alle Schülerinnen, die keine Zeitkarte haben oder benötigen und schließlich lautet die Idee Nummer sieben, dass es höhere Zuweisungen gibt für den Fall, dass Schülerinnen und Schüler im jeweiligen Aufgabenträgergebiet kostenfrei fahren. Die Ergebnisse dieser Prüfung im Rahmen der Arbeitsgruppe sollen Ende 2021 vorliegen.

Von MAZonline