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Potsdam Potsdam war "unterwegs im Licht"
Lokales Potsdam Potsdam war "unterwegs im Licht"
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19:18 25.01.2015
Der Blick auf Potsdam vom Turm des Alten Rathauses.
Der Blick auf Potsdam vom Turm des Alten Rathauses. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Der Ausblick war einmalig, die Schlange lang. Besucher des Potsdam-Museums im Alten Rathaus hatten am Sonnabend erstmals seit vielen Jahren die Möglichkeit, auf den Turm zu steigen und den Panoramablick auf die Innenstadt auf das Landtagsschloss mit dem Fortunaportal und das Mercure-Hotel zu genießen.

Das Museum hat sich gemeinsam mit weiteren Akteuren der historischen Mitte am Kulturfestival „Unterwegs im Licht“ beteiligt. Ziel der Veranstaltung war es, mehr Abwechslung in die kulturarme Winterzeit zu bringen: Mit Vorträgen, Ausstellungen, Kinderveranstaltungen und Konzerten.

Das Alte Rathaus im Licht. Quelle: Christel Köster

Das Konzept ging auf: Ilse König aus Berlin wartete mit ihrem Mann geduldig in der Schlange: „Wir kommen eigentlich im Sommer nach Potsdam. Heute sind wir extra wegen des Festes hier.“ Die Aussicht von oben haben die beiden zwar schon von der Nikolaikirche aus genießen können, aber dies sei etwas Neues.

„Wir werden völlig überrannt“, sagte Hannes Wittenberg, stellvertretender Museumsdirektor. „Aber wir sind sehr zufrieden, auch die Ausstellungen sind gut besucht.“ Um 18Uhr hatten nach Information eines Sicherheitsdienstmitarbeiters bereits 1500 Leute das Angebot der Turmbesteigung in Anspruch genommen. „Das bleibt immer etwas Exklusives“, betonte Wittenberg. Denn es fehle ein zweiter Rettungsweg. Ein weiterer Termin sei vorerst nicht geplant.

Kinder und Erwachsene waren währenddessen mit ihren selbstgebastelten Laternen durch die Stadt gezogen, um dann die finale Feuer-Show im Kutschstallhof zu bewundern. Hans Honert aus Werder war mit seinen beiden Enkeln Fritz und Fiene zum Basteln im Naturkundemuseum. Beide haben sich für eine Wildkatzenform entschieden. „Das hat Spaß gemacht“, erzählte Fiene strahlend und zerrte ihren Opa dann an der Hand, sie wollte endlich ihr Werk erleuchten lassen.

„Wir sind freudig überrascht vom großen Andrang“, sagte Rosemarie Spatz, Pressesprecherin des Hauses. Auch die Führung durch die Ausstellung sei sehr gut angenommen worden.

Für Erwachsene stand der im Bildungsforum veranstaltete Tanztee mit Disco-Fox und Wiener Walzer hoch im Kurs. Da es an Männern mangelte, sprang Olaf Mücke, der anschließend mit Band spielte, ein: „Ich wollte immer mal einen Tanzkurs machen“, verriet er.

Simone Leinkauf, Leiterin der ProWissen-Geschäftsstelle im Bildungsforum, sagte: „Wir haben überlegt, was wir zusätzlich zum Wissenschaftsformat anbieten können. Und der Tanztee ist eine witzige Nachmittagsveranstaltung.“ Beim Vortrag „ Wie groß ist das Universum“ lauschten die Leute sogar noch auf dem Gang.

Als es in Potsdam langsam dunkel wurde, hüllten nicht nur die Laternen, sondern auch an verschiedenen Orten angebrachte Leuchten die Stadt in ein schönes Licht.

Von Anne-Kathrin Fischer

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