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Potsdam Potsdam will gegen Straßenstrich vorgehen
Lokales Potsdam Potsdam will gegen Straßenstrich vorgehen
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17:22 06.01.2017
Der Straßenstrich Groß Glienicke.
Der Straßenstrich Groß Glienicke. Quelle: Geldener
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Groß Glienicke

Das neue Prostituiertenschutzgesetz das am 1. Juli 2017 in den Kommunen in Kraft tritt, könnte dem Straßenstrich im Potsdamer Ortsteil Groß Glienicke einen Riegel vorschieben. „Die neue Gesetzgebung ermöglicht den Behörden vor Ort mehr Kontrollmöglichkeiten“, erklärte Potsdams Gleichstellungsbeauftragte Martina Trauth-Koschnick am Freitag. Sie sei davon überzeugt, dass es dann auch möglich sein wird, etwas gegen den Straßenstrich am Ortsausgang von Groß Glienicke zu unternehmen, der bei Anwohnern schon länger für Ärger sorgt. Der Ortsbeirat hatte vorgeschlagen, einen Sperrkreis für Prostitution im Umkreis von 750 Metern einzurichten.

Mit dem neuen Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes gebe es nun eine neue Rechtsgrundlage für den Vorstoß, erklärt die Stadt in einer Antwort an den Ortsbeirat. Handlungsmöglichkeiten würden aktuell geprüft. „Das Gesetz holt das Thema endlich aus der Schmuddelecke“, ergänzt Trauth-Koschnick, denn in erster Linie zielt es darauf ab, Prostituierte besser zu schützen und höhere Auflagen für Betreiber von Prostitutionsgewerben zu verhängen.

Von Marion Kaufmann

06.01.2017
06.01.2017
06.01.2017