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Potsdam Potsdam zieht Corona-Notbremse: Diese Regeln gelten jetzt
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Potsdam zieht Corona-Notbremse heute: Inzidenz zu hoch. Diese Regeln gelten jetzt

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14:05 23.04.2021
Potsdam zieht die Notbremse: Ab Freitag gelten in der Landeshauptstadt schärfere Corona-Regeln.
Potsdam zieht die Notbremse: Ab Freitag gelten in der Landeshauptstadt schärfere Corona-Regeln. Quelle: Stefan Sauer/ dpa
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Potsdam

Gerade einmal acht Tage hatten die Lockerungen Bestand, jetzt muss auch die Landeshauptstadt wieder die Corona-Notbremse ziehen. Am Mittwoch lag die Sieben-Tage-Inzidenz, die anzeigt, wie viele von 100.000 Bürgern sich binnen einer Woche mit Sars-CoV-2 infiziert haben, zum dritten Mal in Folge über 100. Am Donnerstag veröffentlichte die Stadtverwaltung die neuen Regeln auf ihrer Webseite. Diese gelten ab Freitag bis zum Inkrafttreten des neuen bundesweiten Infektionsschutzgesetzes und möglicher neuer Regelungen auf Landesebene in der kommenden Woche.

Was ändert sich im privaten Bereich?

Beim Aufenthalt im Freien, bei privaten Feiern oder Veranstaltungen dürfen nur Angehörige des eigenen Haushalts und eine weitere Person anwesend sein.

Außerdem gilt auch in Potsdam eine nächtliche Ausgangssperre nach der gerade erst geänderten Brandenburger Eindämmungsverordnung – in fast allen anderen Landkreisen ist das bereits der Fall. Ab Donnerstag darf die eigene Wohnung zwischen 22 und 5 Uhr nur noch aus triftigem Grund verlassen werden.

Was gilt für Handel und Gewerbe?

Verkaufsstellen des Einzelhandels sind ab Freitag geschlossen. Ausgenommen sind beispielsweise Supermärkte, Drogerien, Baumärkte Apotheken und Bäckereien. Nicht betroffen von den Verschärfungen nach den Landesregeln sind die so genannten körpernahen Dienstleistungen. Friseure, aber auch Nagelstudios, Kosmetik- und Tattoostudios dürfen weiter arbeiten, müssen aber strenge Hygieneregeln beachten.

Wie sind die Regeln für Schulen und Kitas?

Schulen und Kitas bleiben zunächst grundsätzlich geöffnet. Dabei befinden sich die Grundschulen aber im Wechselunterricht, die weiterführenden Schulen abgesehen von den Abschlussklassen lernen ohnehin derzeit zu Hause. Wer in die Schule darf, muss sich zweimal in der Woche auf das Coronavirus testen lassen.

Ab einer Inzidenz von 200 und mehr wechseln alle Schüler in den Distanzunterricht. Sobald das Infektionsschutzgesetz des Bundes in Kraft tritt, sinkt die Grenze dafür aber auf 165. Das selbe gilt für die Kitas.

Sollte es zu solchen Komplett-Schließungen kommen, wird eine Notbetreuung eingerichtet. Anspruch darauf hätten deutlich mehr Familien als bislang, denn nun reicht es, wenn ein Elternteil in der so genannten kritischen Infrastruktur arbeitet. Auch berufstätige Alleinerziehende hätten generell einen solchen Anspruch.

Weitere Einschränkungen für Sport und Kultur

Individualsport ist auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts zulässig. Kontaktsport mit haushaltsfremden Personen ist nicht gestattet.

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Wie lange gilt das?

Die Notbremse gilt für mindestens 14 Tage ab Donnerstag, also mindestens bis zum 5. Mai. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz vom zehnten bis zwölften Tag der Anordnung für schärfere Regeln wieder unter 100 liegt, endet die Notbremse mit Ablauf des Tages nach diesen zwei Wochen. Das heißt: Entscheidend sind die Inzidenzwerte vom Samstag, 1. bis zum Montag, 3. Mai. Sollte die Inzidenz dann weiter über 100 liegen, verlängern sich die Verschärfungen automatisch um mindestens eine Woche, bis die Zahlen erneut überprüft werden.

Von Feliks Todtmann