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Potsdam Gibt es bald wieder frisch gekochte Mahlzeiten an Potsdams Schulen?
Lokales Potsdam Gibt es bald wieder frisch gekochte Mahlzeiten an Potsdams Schulen?
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00:26 15.04.2019
Klassiker in der Schulmensa: Nudeln mit, nunja, Tomatensauce
Klassiker in der Schulmensa: Nudeln mit, nunja, Tomatensauce Quelle: Jens Büttner/dpa
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Potsdam

Die Bildungspolitiker der Stadt stehen der Idee, dass an den Potsdamer Schulen wieder selbst gekocht werden könnte, offen gegenüber.

Bei der Podiumsdiskussion zur Zukunft der Bildungspolitik, die der Kreiselternrat am Donnerstagabend in der Voltaire-Schule organisierte, äußerten sich Vertreter aller Stadtfraktionen und von der FDP zum Thema. Der Tenor: Warum nicht, wenn die Schulen das wollen und die Voraussetzungen gegeben sind.

Voraussetzungen für frisches Schulessen prüfen

„Man muss prüfen, welche Voraussetzungen dafür im Einzelfall geschaffen werden müssten“, sagte Roman Böttcher, der als sachkundiger Einwohner der Wählergruppe Die Andere im Bildungsausschuss der Stadt sitzt.

Stefan Wollenberg (Linke) sieht am Beispiel des Schulfrühstücks, dass die teilweise Selbstversorgung der Bildungsstätten möglich ist. „Aber die Schulen müssen das auch selbst wollen“, sagte er.

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Hier herrscht große Einigkeit, sowohl Daniel Keller (SPD) als auch der FDP-Spitzenkandidat im Wahlkreis 2, Kay Martin, gaben zu bedenken, dass die Entscheidung letztlich bei den Schulen liege. „Mir ist am wichtigsten, dass es eine gute Mittagsversorgung gibt“, sagte Martin, „woher diese kommt, ist eine nachgeordnete Frage.“

Schüler könnten selbst kochen

Der CDU-Mann Clemens Viehrig hofft auf gute Impulse vom frisch durch seine Partei installierten Ernährungsrat der Stadt für eine solche Idee.

„Ich könnte mir vorstellen, dass die Schüler sogar selbst Lust haben zu kochen“, sagte Ingeborg Naundorf von den Grünen. Sie selbst sei im Rahmen ihrer Ausbildung regelmäßig dafür zuständig gewesen, alle anderen Schüler und Lehrer zu bekochen. „Das hat auch Spaß gemacht.“

Caterer versorgen bisher nahezu alle Potsdamer Schulen

Eine solche Möglichkeit besteht zum Beispiel in der Rosa-Luxemburg-Grundschule. „Die Schule hat vor einigen Jahren eine wertvolle Küche im Rahmen eines Wettbewerbs gewonnen“, sagte Christian Rindfleisch (Bürgerbündnis) – für die Versorgung der gesamten Schule sei sie freilich nicht geeignet. Auch die AfD begrüßt die Idee.

Zuletzt war beim Stadtteilfrühstück in der Waldstadt das Thema der Selbstversorgung an Schulen aufgekommen. Fast alle Schulen in der Stadt werden von externen Caterern versorgt.

Lediglich in der Sportschule wird frisch für die Schüler gekocht – wegen ihrer Funktion als Internat nimmt die Einrichtung in der Stadt aber eine Sonderrolle ein.

Von Saskia Kirf

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