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Potsdam Ensemble LX spürt „Goldspur der Garben“ nach
Lokales Potsdam Ensemble LX spürt „Goldspur der Garben“ nach
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18:27 21.01.2020
Ulli Gabe (l.) und Barbara Schaffernicht in „Goldspur der Garben". Quelle: : Alexandra Macnaughton
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Potsdam

„Krieg und Frieden“ heißt das Thema beim Kulturland Brandenburg im Jahr 2020. Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Er forderte nicht nur über 65 Millionen Opfer, sondern erschütterte auch die moralischen Grundfeste Europas. Als kleinen Beitrag zur Debatte nimmt die freie Theatergruppe „Ensemble LX“ unter Leitung des Regisseurs Richard Jourdant seine Produktion „Goldspur der Garben“ nach einer Novelle von Tschingis Aitmatow im Februar wieder auf.

Aitmatows Novelle spielt in der Weite der kirgisischen Landschaft. Dort tritt eine Frau namens Tolgonai in ein Zwiegespräch mit der Natur. Sie erzählt ihr Leben, von ihren Kindern und von ihrer Schwiegertochter. Männer müssen in den Krieg ziehen, die Frauen bleiben allein. Söhne sterben, aber Tolgonai gibt ihre Hoffnung auf Menschlichkeit nicht auf. Aitmatow stellt in der Novelle indirekt auch die die Frage nach der Verantwortung des Menschen für den Zustand der Welt. „Eine Geschichte für heute“, findet Regisseur Richard Jourdant.

70 Minuten intensives Schauspiel

„Ensemble LX“ hat diese Novelle in ein rund 70 Minuten dauerndes Schauspiel für zwei Frauen übertragen. In der dramatisierten Form tritt die Mutter in einen Dialog mit dem Leben spendenden Feld und mit ihren Töchtern und Schwiegertöchtern. Die Rolle der Mutter übernimmt in Jourdants Inszenierung die freie Schauspielerin Barbara Schaffernicht, die Natur und die Töchter werden von Karen Schneeweiß-Voigt als Gast in Vertretung von Ulli Gabe dargestellt.

Der Berliner Regisseur Boris von Poser sagte über die Premiere im Potsdamer Kulturhaus „sans titre“: „Die theatralische Illusion entsteht vollkommen aus dem Wort, ergänzt durch sparsame Gesten. Die wenigen Bühneneffekte sind klug gewählt und geben den beiden Frauen den Raum ihre Geschichte zu entwickeln.“

info: „Goldspur der Garben“, Theaterstück von „Ensemble LX“ nach der Novelle von Tschingis Aitmatow am 9. Februar und am 29. März jeweils um 17.30 Uhr im Kulturhaus „sans titre“, Französische Straße 18. Gastspiel an der Comédie Soleil in Werder am 10. Mai 2020 um 17 Uhr

Von Rüdiger Braun

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