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Potsdam Eine Woche im Zeichen der Inklusion
Lokales Potsdam Eine Woche im Zeichen der Inklusion
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16:53 02.05.2019
Die Inklusionstage sollen auf die  Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung aufmerksam machen.
Die Inklusionstage sollen auf die Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung aufmerksam machen. Quelle: dpa
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Potsdam

Ein breites Bündnis von Betroffenen, Selbsthilfegruppen, Vereinen und Institutionen hat sich auch in diesem Jahr in der Landeshauptstadt Potsdam zusammengefunden und ein umfangreiches Programm rund um den 5. Mai – den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung – arrangiert.

30 Veranstaltungen im ganzen Potsdamer Stadtgebiet

Vom 5. bis 12. Mai finden mehr als 30 Veranstaltungen im ganzen Potsdamer Stadtgebiet statt: Mitmachaktionen, Ausstellungen, Lesungen, Musik, Sport und vieles mehr. Die Veranstaltungen sollen Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Geld, aufgewachsen oder zugezogen die Gelegenheit bieten, miteinander Vielfalt zu erleben und den kritischen Austausch zu suchen. „Gemeinsam soll sicht- und hörbar gemacht werden, dass noch viel zu tun ist“, sagt der Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam, Christoph Richter. „Alle Menschen sind Teil unserer bunten und vielfältigen Stadtgesellschaft. Es braucht aber vielfältige Bedingungen, damit alle am öffentlichen Leben teilhaben können. Dies wollen wir mit den Potsdamer Inklusionstagen zeigen“, so Richter.

„Inklusion ist ein Prozess“

„Das Thema Inklusion steht im Blickpunkt der Potsdamer Öffentlichkeit und ist die Idee von einer Gesellschaft, in der alle Menschen gleichermaßen und wertgeschätzt Teil haben können“, sagt Manuela Kiss, Sprecherin des Beirats für Menschen mit Behinderung. „Inklusion ist ein Prozess. Wir wollen diesen Prozess mit der Potsdamer Inklusionswoche weiter voranbringen.“

Ein Höhepunkt der Potsdamer Inklusionstage ist das „Gemeinsam Füreinander“-Festival der Vielfalt am Freitag, 10. Mai, ab 15 Uhr auf dem Alten Markt. Das Festival beerbt das „Straßenfest von und für Menschen mit und ohne Behinderung“ und führt seine 16-jährige Geschichte fort und weiter. Es wird veranstaltet vom Haus der Begegnung Potsdam und vielen Potsdamer Kooperationspartnern.

Für Menschen mit und ohne Behinderung

„Das Festival der Vielfalt ist ein Ort der Begegnung und des Austausches zwischen Menschen mit und ohne Behinderung in einer von Offenheit und Achtung getragenen Atmosphäre“, sagt Sebastian Schultz vom Haus der Begegnung. „Dies möchten wir als Standard für eine inklusive Veranstaltungs- und Feierkultur für Potsdam setzen. Gemeinsam Füreinander ist keine Szeneveranstaltung für Menschen mit Behinderung. Vielmehr laden wir mit einem bunten und interessanten Programm jede Person ein.“

Das Programmheft der Potsdamer Inklusionstage – auch in leichter Sprache – liegt im Bürgerservice und an vielen anderen Adressen in Potsdam zur kostenlosen Mitnahme aus und steht auf der Internetseite www.potsdam.de/inklusionstage zum Herunterladen bereit.

Von MAZonline