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Potsdam Potsdamer Kitas und Horte öffnen erst ab Februar wieder
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Potsdamer Kitas und Horte öffnen erst ab Februar wieder

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17:19 22.01.2021
Normal ist auch in den Potsdamer Kitas weiterhin nichts.
Normal ist auch in den Potsdamer Kitas weiterhin nichts. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
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Potsdam

So niedrig lag die Corona-Inzidenz in Potsdam seit Anfang Dezember nicht mehr: Nach 45 gemeldeten Neuinfektionen am Freitag liegt sie derzeit bei 128,1. Der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt hat in der Folge beschlossen, die Kita- und Hortschließungen zu lockern – aber erst in der übernächsten Woche, also zum 1. Februar und auch nur dann, wenn sich die Infektionslage in der Stadt nicht deutlich verschlechtert.

Spucktests und Masken

Damit sollen die freien Träger der Betreuungseinrichtungen ausreichend Vorlauf erhalten, um eine Reihe von Hygiene- und Schutzmaßnahmen umzusetzen. So sollen die Erzieherinnen künftig auch bei der Arbeit medizinische Masken tragen, außerdem werden regelmäßige Coronatests so genannte Spucktests angeboten. „Der Spucktest erfolgt ohne körperlichen Eingriff und liefert ein Ergebnis innerhalb von zehn bis 15 Minuten. Der Test verfügt über eine hohe Sensitivität und Spezifität. Auf einen positiven Spucktest folgt zwingend eine PCR-Testung“, teilt die Verwaltung mit.

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„Wir folgen dabei dem Votum des Kita-Elternbeirats, der unter dem Motto ‚Offene Kitas – aber sicher!‘ eine Öffnung der Einrichtungen mit Sicherheitsmaßnahmen gefordert hat“, teilt die zuständige Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel (parteilos) mit. „Wir wollen die Kitas stabil und verlässlich öffnen, die Gefahr einer Infektion und die damit einhergehende Gefahr einer Erkrankung möglichst gering halten.“ Verwirrend: Die Stadt spricht von einer Rückkehr in den Regelbetrieb – allerdings sollen die Eltern weiterhin angehalten werden, ihre Kinder zu Hause zu betreuen und in diesem Fall die Betreuungsbeiträge erlassen bekommen, wie ein Stadtsprecher auf MAZ-Nachfrage bestätigt.

200 Kinder in Quarantäne

Seit dem 4. Januar besteht in den Einrichtungen eine Notbetreuung. Nur, wer im medizinischen Bereich arbeitet, allein erziehend ist oder so genannte systemrelevante Berufe bei beiden Elternteilen nachweisen konnte, war dazu berechtigt. Auch künftig gebe es keine Garantie auf offene Kitas, betont Brigitte Meier (SPD), die Ordnungs- und Gesundheitsbeigeordnete Potsdams: „Die Lage ist aufgrund der gefährlichen Virusmutationen, die es schon in Berlin gibt und auf die wir in Potsdam als erste im Land Brandenburg stichprobenartig testen, weiterhin sehr unsicher.“

Zur Lagebeurteilung hatte die Stadt zuletzt eine Corona-Ampel vorgestellt, die derzeit auf gelb steht. Damit werden alle Eindämmungsmaßnahmen fortgeführt. Aktuell sind 693 Potsdamer in Quarantäne, davon 203 Kinder und Jugendliche sowie 34 Mitarbeitende aus Schule und Kita. In den Kliniken werden 87 Covid-Patienten behandelt, 21 davon auf der Intensivstation.

Von Saskia Kirf