Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Kunsthaus sans titre bekommt kleine Dependance
Lokales Potsdam Kunsthaus sans titre bekommt kleine Dependance
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:35 29.09.2019
Gute Stimmung bei der Jubiläumsfeier: Werner Ruhnke, 1. Vorsitzender des Vereins sans titre, und die 2. Vorsitzende Tuulia Faber. Quelle: Ildiko Röd
Innenstadt

Blumen, Konfekt und viel Bussi-Bussi? Im Kunsthaus sans titre hatte man zur Feier des zehnjährigen Bestehens am Sonnabend andere Präsente im Sinn. Nämlich: „Als Geschenke wünschen wir uns Erinnerungen, Anekdoten, Lieder, Gedichte ... etwas, was Dich mit dem Kunsthaus verbindet. Unsere Bühne steht für Dich bereit. Wir freuen uns auf Dich!“ So stand es auf der Einladung, die Werner Ruhnke und Tuulia Faber vom Verein sans titre an Freunde und Weggefährten verschickt hatten.

„Sans titre“-Gründer Mikos Meininger. Quelle: Varvara Smirnova

Zu feiern gab es viel: 200 Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Film-, Theater- und Tanzveranstaltungen im vergangenen Jahrzehnt. „Das waren viel Arbeit und stete Ungewissheit über die Zukunft, aber noch mehr Spaß und Abenteuer“, heißt es auf der Einladung. Zumindest die „stete Ungewissheit“ ist im Jubiläumsjahr gemildert. „Wir haben zum ersten Mal 25 000 Euro Fördermittel von der Stadt bekommen“, sagte Ruhnke am Sonnabend am Rande der Feier zur MAZ.

Jubiläumsfeier im sans titre Quelle: Ildiko Röd

Kulturbeigeordnete Noosha Aubel (parteilos) würdigte das sans titre als „eine der einladendsten und anspruchsvollsten Adressen für Künstlerinnen und Künstler und Kunstinteressierte“. Es dokumentiere und unterstütze „die Freiheit der Kunst und unterstreicht ihre elementare Bedeutung im gesellschaftlichen Diskurs.“ Auch Ruhnke sieht „ein gewisses Alleinstellungsmerkmal, was das Programm und das Publikum angeht“.

Barbara Toch „Mondfahrt I und II“. Quelle: Varvara Smirnova

Derzeit läuft eine Ausstellung über die Mondlandung. Ein weiterer Fokus: internationale Kunst. Was dem Vereinsvorsitzenden wichtig ist: „Wir verwahren uns gegen alles, was unsere kulturelle Vielfalt einschränkt.“ Damit zielt er auf politische Interessensvertreter – auch in Brandenburg – ab, die sich „auf ein dumpfes nationalistisches Getue zurückziehen wollen“. Das Credo: „Wir leben hier bunt, statt braun.“

Die aktuelle Ausstellung heißt: „An den Mond-auf den Mond-und darüber hinaus“. Quelle: Varvara Smirnova

„Entdeckt“ wurde das heutige Kunsthaus von den Künstlern Mikos Meininger und Chris Hinze – damals war das ehemalige Heizhaus völlig marode. 2009 wurde ein Mietvertrag mit der Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 (PWG 1956) geschlossen, so dass der Ausstellungsbetrieb anlaufen konnte.

Blick in die Räume. Quelle: Varvara Smirnova

Nun stehen bald Veränderungen an. Die PWG plant, in der ersten Reihe zur Französischen Straße einen dreigeteilten quaderförmigen Wohnblock zu bauen. Von der Straße aus wird das Kunsthaus dann zwar nicht mehr sichtbar sein – dafür kann das sans titre Räume im Neubau nutzen. Denkbar ist laut Matthias Pluda, Sprecher des Vorstands der PWG, die Nutzung eines der Foyers. In einem Interview in der Jubiläumspublikation des Kunsthauses sagte Pludra: „Kombiniert mit einem Durchgang zum Kunsthaus könnte eine Galerie zur Straße sogar noch zusätzliches Publikum anlocken.“

Projektleiterin Korinna Böhm. Quelle: Varvara Smirnova

Von Ildiko Röd

Wie sieht der Narziss von Nahem aus? Was ist das Faszinierende an Gentileschi? 20 MAZ-Leser und ihre Begleitung erhielten bei einer exklusiven Führung durchs Barberini Einblicke in die Barock-Ausstellung.

29.09.2019
Potsdam Fest der Kulturerben mit Potsdams Vereinen Höhenrausch am Alten Markt

Besondere Einblicke: In einer spektakulären Aktion ging es bis hinauf zu den Figuren auf dem Alten Rathaus

29.09.2019

Drei gegen drei ohne Schiedsrichter: Beim ersten Potsdamer Straßenfußballturnier für Bewohner von Flüchtlingsheimen traten 20 Teams an. Wichtigste Regel: Fairplay. Der Sportbund will Migranten für den Vereinssport gewinnen.

28.09.2019