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Potsdam Ab 2023 sollen die ersten Schüler in Krampnitz lernen
Lokales Potsdam Ab 2023 sollen die ersten Schüler in Krampnitz lernen
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19:27 06.09.2019
Neue Grundschule in Krampnitz. Quelle: AFF Architekten GmbH
Krampnitz

So ändern sich die Zeiten: Da, wo einst Sowjet-Soldaten in der Kantine zum Essenfassen antraten oder den Drill zu spüren bekamen, werden künftig Grundschüler und Hortkinder auf einem „ganzheitlichen Schulcampus“ lernen und spielen.

Am Donnerstag wurde der Siegerentwurf für die erste Kramp­nitzer Grundschule von der Bildungsbeigeordneten Noosha Aubel (parteilos) und von Bert Nicke, Geschäftsführer des Entwicklungsträgers Potsdam, vorgestellt. Angepeilter Baustart ist im nächsten Jahr – 2023/24 soll der Schulbetrieb aufgenommen werden.

30 Millionen Euro Kosten

Insgesamt entstehen 450 Schul- und 140 Kita-Plätze. Kosten: 30 Millionen Euro, davon vier Millionen Euro Städtebaufördermittel. Nicke bezeichnete den Entwurf als „ersten Schritt auf dem Weg, die künftigen Bewohner von Krampnitz von Beginn an bedarfsgerecht mit sozialer Infrastruktur zu versorgen“. Der Campus wird eine Kombination aus alten Kasernenbauten und Neubauten. Wobei niemand fürchten muss, dass das Grau der Sowjet-Gebäude Urstände feiern wird. „Wir werden die ursprüngliche Klinkerfassade freilegen“, kündigte Nicke an.

So sieht das Gebäude der künftigen Grundschule mit Hort derzeit noch aus. Quelle: Benjamin Maltry

Der Weg bis zum Siegerentwurf war kein einfacher: Ein Wettbewerb ergab zunächst keinen Sieger, sondern drei Entwürfe, die sich den zweiten Platz teilten. Nun ist im Rahmen des Verhandlungsverfahrens die Entscheidung gefallen: Die AFF Architekten GmbH aus Berlin wird mit der Firma „Birgit Hammer Landschaftsarchitektur“ einen Entwurf realisieren, der den Titel „Schule als gebauter Organismus“ trägt. Konkret heißt das: Im östlichen Teil des Ex-Militärareals wird ein Campus entstehen, der Schul- und Hortflächen in gemeinsamen Lernclustern beherbergt. Die Grundschule wird dreizügig.

Natur wird in Pläne miteinbezogen

Aubel lobte die Qualitäten des Entwurfs. Dieser zeichne sich „durch die Einbeziehung der Naturräume aus, die den Schulstandort umgeben und künftig beispielsweise einen öffentlichen Vorplatz, den Schulgarten, Lernterrassen sowie Sportflächen beherbergen werden“. Der Zugang erfolgt über einen Platz, eine Agora, mit Wasserspiel. Etliche Räume auf dem Campus werden auch öffentlich nutzbar sein.

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