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Potsdam Potsdamer Planetarium schließt
Lokales Potsdam Potsdamer Planetarium schließt
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16:11 26.06.2019
Das Urania-Planetarium in Potsdam – wenn es funktioniert. Quelle: Yvonne Dickopf
Potsdam

Hiobsbotschaft aus dem Urania-Planetarium an der Gutenbergstraße: Wegen eines schweren technischen Defekts fallen dort auf unbestimmte Zeit alle Veranstaltungen aus. „Die große Hitzeentwicklung in den Räumlichkeiten aufgrund einer fehlenden Klimaanlage und damit verbundene schwerwiegende Technik-Ausfälle zwingen uns dazu, den Großteil aller Veranstaltungen abzusagen“, heißt es in der offiziellen Nachricht des außerschulischen Bildungsträgers. Nur die Shows, die mit dem analogen Sternenprojektor durchgeführt werden, können stattfinden.

Veraltete Technik streikt – nicht nur in der Hitze

„Immer wieder führen die in den Sommermonaten extrem hohen Temperaturen im Kuppelsaal von oft mehr als 30 Grad Celsius zu massiven Ausfällen der Beamer und anderer Hardware“, sagt Jens Köhler vom Planetarium. Zwar habe man das veraltete digitale System erst im April reparieren lassen. Dennoch habe es nun – „ausgerechnet zu Beginn der Ferienzeit“ – zwei der insgesamt fünf Beamer erledigt. „360-Grad-Projektionen und das Navigieren durch das Sonnensystem sind so nicht mehr möglich“ sagt Köhler. Man habe Kitas und privaten Besuchergruppen, die sich für Vorstellungen angemeldet hatten, bereits persönlich abgesagt – und nun auch offiziell die Zwangspause verkündet.

Techniker sollen am Montag kommen

Wann das Planetarium wieder den geregelten Betrieb aufnehmen kann, ist laut Jens Köhler offen. Zwar sei man mit dem Hersteller Zeiss im Gespräch und hoffe, dass dessen Techniker am Montag zur Tat schreiten. „Grundsätzlich wird sich an unserer Lage aber nichts ändern“, sagt Köhler: „Wir können einfach keine Garantie dafür geben, dass es am Dienstag nicht schon den nächsten Beamer erwischt. Wir brauchen dringend neue Technik und eine Klimaanlage – die Problematik ist seit Jahren bekannt.“

Die MAZ berichtete zuletzt im Frühjahr über die Probleme und das Zukunftskonzept des Planetariums. Demnach beläuft sich der Investitionsbedarf auf 750 000 Euro. Mit der Hilfe des Landes kann das Planetarium für dieses und nächstes Jahr nicht rechnen. Ob die Landeshauptstadt Potsdam das Planetarium – wie von den Grünen beantragt – verstärkt fördert, wird derweil noch geprüft.

2018 begrüßte das Planetarium nach eigenen Angaben 16 000 Besucher. Trotz begrenzter Kapazitäten und technischer Probleme sei die Beliebtheit der Einrichtung in den letzten fünf Jahren gestiegen – das Maximum sei laut Zukunftskonzept „noch lange nicht erreicht“.

Von Nadine Fabian

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